4. August 2016
Symptome einer Glutenunverträglichkeit

Symptome einer Glutenunverträglichkeit

Bis eine Zöliakie eindeutig festgestellt wird, leiden Betroffene häufig unter extremen Beschwerden. Dabei gibt es eine Reihe von Symptomen, die ganz klar auf eine Glutenintoleranz hinweisen.

Symptome Glutenunverträglichkeit
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Lebensmittelallergien
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Eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie, wie die Glutenallergie wissenschaftlich genannt wird, kann sich in unzähligen Symptomen zeigen. Sie tritt immer häufiger auf, aber viele Menschen kennen die Symptome nicht und wissen deshalb auch nicht, was für ihre vielfältigen Beschwerden verantwortlich sein könnte. Dazu kommt, dass die Abwehrreaktionen unseres Körpers bzw. des Immunsystems und die damit verbundenen Anzeichen von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein können. Auch in der Stärke der Auswirkungen. Und so zeigen manche Menschen typische Beschwerden, die auf eine Glutenintoleranz hinweisen, andere wiederum sind weniger betroffen. Sie glauben gesund zu sein, können aber trotzdem unter einer Glutenintoleranz bzw. Zöliakie leiden.

Diese voll ausgebildete Form der Krankheit tritt meistens bereits im Kindesalter auf und ist nicht reversibel. Dabei leidet man u.a. unter einer Entzündung des Darmes. Die Darmzotten weisen Schädigungen auf und im Blut sind Antikörper nachzuweisen. Es ist eine lebenslange Diät notwendig. Besonders bei Kleinkindern ist eine Glutenunverträglichkeit sehr gefährlich. Sie kann zu Wachstumsstörungen, Rachitis und psychischen Veränderungen führen. Aus diesem Grund soll Breinahrung mit getreidehaltigen Produkten erst frühestens ab dem 6. Monat gegeben werden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Darmschleimhaut nämlich bereits gut ausgebildet.

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Viele Menschen geben Verdauungsbeschwerden wie etwa Bauchschmerzen oder Durchfällen erst einmal nur wenig Bedeutung und bringen sie auch meist nicht mit der Ernährung in Zusammenhang. Erst wenn sich nach geraumer Zeit der Stuhlgang nicht bessert oder andauernd von Verstopfung zum Durchfall wechselt, wird darauf geachtet und Unverträglichkeiten in Betracht gezogen. Durch andauernden Durchfall kann es auch zu Mangelerscheinungen in punkto Vitaminen und Mineralstoffen kommen, die sich u.a. in Müdigkeit bis hin zum Haarausfall äußern. Auch eine Gewichtsabnahme wurde beobachtet.

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untypische-zoeliakie-symptome
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untypische-zoeliakie-symptome

Bei manchen Menschen ruft die Glutenintoleranz lange Zeit keine offensichtlichen Symptome oder Beschwerden hervor. Sie fühlen sich gesund und ahnen lange Zeit nicht einmal, wie das Gluten ihrem Körper schadet. Manchmal klagen sie über Kopfschmerzen, dann wieder über Knochenschmerzen, Gelenksschmerzen oder über juckende Hautstellen – kurzum, diese Symptome werden lange Zeit oder gar nicht mit einer Glutenintoleranz in Zusammenhang gebracht. Und dem zu Folge wird häufig auch nichts dagegen unternommen.

Diese "versteckte" Form der Glutenintoleranz wird Silente Zöliakie genannt. Die Diagnose erfolgt meistens zufällig. Wird auf glutenfreie Lebensmittel zurückgegriffen, fühlen sich auch diese Patienten in ihrem Allgemeinbefinden besser. Sie nehmen u.a. eine Steigerung der körperlichen und auch geistigen Leistungsfähigkeit wahr. Bereits erfolgte Schäden im Dünndarm können sich bei Einhaltung einer glutenfreien Ernährung wieder zurückbilden.

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Wenn Sie den Verdacht haben, Symptome Glutenunverträglichkeit zu entdecken, aber den Weg zum Arzt scheuen, dann können Sie sich daheim einem Selbsttest unterziehen, der rezeptfrei erhältlich ist (z.B. GlutenCHECK). Er weist auf Immunglobulin-A-Autoantikörper im Blut hin und empfiehlt sich bei langanhaltenden typischen Symptomen dieser Krankheit. Geeignet ist er sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und ein verlässliches Testergebnis ist bereits nach fünf Minuten sichtbar. Die Sicherheit der Diagnose beträgt rund 96 Prozent. Notwendig ist dabei ein einziger Tropfen Blut aus der Fingerspitze, um Zöliakie nachzuweisen. Das Verfahren ist schmerzfrei und vor allem unkompliziert. Ist das Ergebnis positiv, ist ein Arztbesuch unerlässlich, der dann weitere Tests macht und auch feststellt, ob bereits der Darm geschädigt wurde und was unternommen werden kann.

Wenn Sie von einer Intoleranz betroffen sein sollten, finden Sie hier Tipps für alternative Lebensmittel >>

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Haben Sie bereits daheim einen Selbsttest durchgeführt oder haben Sie den dringenden Verdacht unter einer Glutenintoleranz zu leiden, dann ist der wichtigste Schritt der Gang zum Arzt. Er sichert die Zöliakie Diagnose mittels Bluttests, Atemtests, Allergietests oder einer Biopsie. Bei diesen Tests handelt es sich um so genannte Ausschlusstests, bei denen eine Weizenallergie, diverse Nahrungsmittelallergien und auch die Zöliakie ausgeschlossen werden. Es gibt auch die Möglichkeit eines Belastungstestes, bei dem unter ärztlicher Aufsicht glutenhaltige Speisen konsumiert werden. Besteht der Verdacht auf eine Glutenintoleranz gibt es nur einen Weg um beschwerdefrei zu werden: Eine Diät. Sämtliche Lebensmittel, in denen Gluten enthalten sind, müssen strikt vermieden werden. Die Symptome bessern sich bald, treten jedoch wieder auf, wenn die glutenfreie Ernährungsweise nicht eingehalten wird.

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