Heuschnupfen Symptome und Behandlung einer Pollenallergie

Sie reagieren allergisch auf die Pollen einer oder sogar mehrerer Blütenpflanzen? Dann erfahren Sie hier, welche Symptome auf eine Allergie hindeuten und welche Mittel und Therapien Linderung bringen.

Frau-im-Gras-mit-Pusteblume

Mittlerweile leiden circa 30 Prozent der Deutschen unter einer Pollenallergie. Tendenz steigend. Leider gibt es für Pollen-Allergiker noch keine vorbeugende Maßnahme. Dabei sind die Nebenwirkungen sehr unangenehm. Bei eindeutigen Symptomen sollte daher ein Arzt aufgesucht werden, der mit einer entsprechenden Behandlung beginnt.

Was ist eine Pollenallergie?  

In den meisten Fällen sind die Pollen von Pflanzen und Gräsern für eine Pollenallergie verantwortlich. Die Allergie-auslösenden Pflanzen können dabei folgende sein: Birken, Erlen, diverse Sträucher, manche Kräuter und Getreidearten. Eine einzelne Ähre der Roggenpflanze beispielsweise kann in etwa vier Millionen Pollenkörner freisetzen. Dabei werden die Pollen flächendeckend verstreut und ein Entkommen für den Menschen ist fast nicht möglich. So stellen sich vor allem im Frühling Beschwerden wie Juckreiz und Fließschnupfen ein. Die Atemwege werden bei dieser Krankheit enorm belastet.

5 Fakten zu Pollen

Pollen sind das Sperma der Pflanzen
Allgemein handelt es sich bei Pollen um kleine Zellen, die das männliche Erbgut der Pflanze übertragen. Durch den Wind werden sie verstreut und spiegeln sozusagen die sexuell Akrivität der Pflanzenwelt wieder.

Pollen sind winzig
Im Durchschnitt sind Pollen 10 bis 150 Mikrometer groß. Das entspricht 0,01 bis 0,15 Milimetern. Mit dem bloßen Auge sind sie daher nicht erkennbar.

Die Pollensaison beginnt schon im Dezember
Für Personen, die allergisch auf die Hasel reagieren, beginnt die Pollensaison meist schon im Dezember. Die Haselpollen fliegen nämlich schon ab einer Außentemperatur von 5° Celsius.

Gewitter verschlimmert den Polllenflug
Ein normaler Regen verschafft Allergikern einen Segen. Doch ein starkes Unwetter kann die Pollenbelastung sogar verschlimmern. Bei starkem Wind und Regen werden die Pollen noch mehr aufgewirbelt und saugen sich mit Wasser voll. Die Pollen fallen mit dem Regen zu Boden und platzen dort auf und geben ihre Allergene frei. So nimmt die Pollenbelastung schlagartig zu. 

Pollen fliegen mehrere Hundert Kilometer weit
Manche Pollen sind besonders flugfähig und können, wenn der Wind richtig steht, über mehrere Kilometer weit geweht werden. Das geht sogar über das Meer hinaus.

Anzeichen einer Pollenallergie

Typische Symptome einer akuten Allergie sind folgende:

  • Rötung der Bindehaut, dazu heftiger Juckreiz und Brennen
  • Lichtempfindlichkeit 
  • starker Tränenfluss
  • eine verstopfte Nase mit häufigen Niesattacken
  • allgemeiner Juckreiz
  • geschwollene Schleimhäute
  • Fließschnupfen
  • Kopfschmerzen und Müdigkeit
  • Gefühl der Abgeschlagenheit, eventuell Reizbarkeit
Bei jedem Menschen sind die Anzeichen einer Pollenallergie verschieden. Je nach der Blüte der entsprechenden Pflanze kommt es zu zeitlichen Differenzen und zu unterschiedlichen Symptomen. Im schlimmsten Fall leidet der Betroffene fast das gesamte Jahr unter einigen der aufgezählten Symptome.  Die ersten Beschwerden sind stets gerötete Augen und ein starkes Kribbeln in der Nase, welches zu unangenehmen Niesattacken führt. 
 

Wirksame Hausmittel bei Pollenallergie

Es gibt viele Hausmittel zur Linderung der Symptome des Pollenfluges. Sehr verbreitet ist vor allem eine Nasenspülung mit Kochsalz. Diese kann man selbst mischen oder bereits fertig kaufen. Die Pollen werden bei dieser Anwendung ebenfalls von der Nasenschleimhaut herunter gespült. Auch eine Inhalation mit Eukalyptusöl kann eine Verbesserung bewirken. Eine Aromatherapie mit Fenchelöl oder Dillöl beruhigt die Bronchien und lässt den Betroffenen wieder besser und freier durchatmen.  

Das hilft gegen Atemnot und Augenjucken: Eine mit Gel gefüllte Kühlbrille kann eine gute erste Hilfe bei starkem Augenjucken sein. Sollten die Augen weiter zuschwellen oder sehr tränen, kann dies zu einer Entzündung führen. Augentrostkraut hilft in diesem Fall. Daraus wird ein Aufguss bereitet und mit Hilfe eines Wattebausches oder Tuch auf die geschlossenen Augenlider gelegt. Auch ist bei einer Erkrankung der Augen und der daraus resultierenden Atemnot der Einsatz von homöopathischen Präparaten eine effektive Alternative. Die Einnahme von Galphimia D6 verspricht dabei wohltuende Linderung.

Auch beeinflusst die Ernährung die Schwere der Allergie. Mit einer frischen und abwechslungsreichen Kost kann man den Beschwerden etwas vorbeugen. Außerdem sollten Sie auf den Genuss von Alkohol verzichten. Denn dieser enthält Histamin und genau dieses Histamin ist für die allergischen Reaktionen im Körper verantwortlich. Um die Atemwege wieder frei zu bekommen ist ein Urlaub am Meer oder in den Bergen sehr günstig. Mit einer geschickten Planung lässt sich die Hauptzeit des Pollenfluges umgehen und man kann sich von den allergischen Beschwerden erholen.  

Häufiges Duschen und gründliches Waschen der Haare ist ebenfalls ein effektives Mittel zur Reduzierung der Allergene. Denn diese verfangen sich meist in den Haaren. Eine Dusche vor dem Einschlafen sorgt somit für eine ruhige und erholsame Nacht. Ein gesunder Schlaf und eine reichliche Zufuhr an Flüssigkeit stellen weitere wirksame Hausmittel gegen die Beschwerden einer Pollenerkrankung dar.