Erste Hilfe gegen Pollen: Die 10 besten Tipps

Der milde Winter und die teils schon frühlingshaften Temperaturen in diesem Februar werden von vielen Sonnenanbetern und Outdoor-Fans als Segen empfunden. Für Pollenallergiker wirken sie jedoch eher wie eine Strafe, denn ihre winterliche Ruhezeit, also die Periode ohne allergische Beschwerden, hat sich dadurch drastisch verkürzt. Bereits im Januar waren die ersten Pollen der Hasel unterwegs. Genaue Informationen über die aktuelle Gefahrenlage durch Pollen können Betroffene täglich beim Deutschen Wetterdienst abrufen.

Auslöser Allergie Pollen

Was ist das große Problem mit Pollen?

Den kleinen Pflanzensamen kann man nicht wirklich ausweichen. Sie sind überall, man muss nicht einmal auf die Straße gehen, um mit ihnen konfrontiert zu werden. Es genügt, das Fenster zu öffnen. Sie sind winzig klein, das ganze Jahr über präsent und können im schlimmsten Fall neben allergischen Reaktionen auch ernste Krankheiten wie Asthma auslösen. Das kann der Beginn eines langen Leidensweges sein, der die Betroffenen durch Atemnot, verschiedene Überempfindlichkeiten und Entzündungen in Schach hält. Grund genug zu versuchen, die allergischen Reaktionen auf die Pollen ein absolutes Minimum zu beschränken, damit sie sich nicht auswachsen können. Wir haben die 10 besten Erste Hilfe Tipps gesammelt.
  1. Tipp: Die Pollen meiden
Es klingt banal, doch es ist ein wichtiger Schritt. Blühende Wiesen und Orte mit einer hohen Pollenbelastung sollten gemieden werden. Am Ende muss man sich manchmal einfach entscheiden, ob man im Sommer nach draußen will oder lieber beschwerdefrei bleibt. Auch die sportlichen Aktivitäten können in einer Halle durchgeführt werden, auch wenn das die Wahl der Sportarten einschränkt. Der Termin für die Gartenparty sollte ebenso mit dem Pollenflugkalender abgestimmt werden wie das Unkraut jäten im Beet.
 
Tipp: Natürlich muss man wissen, auf welche Pollen man genau reagiert. Ein Besuch beim Allergologen ist also unverzichtbar.
 
2. Tipp:  Die Fenster sichern
 
Sich daheim einzuschließen nutzt nicht viel, wenn die kleinen Störenfriede durch die geöffneten Fenster fliegen und den geplagten Menschen dann doch wieder erreichen. Die Fenster geschlossen zu halten und nur abends zu öffnen ist auch nicht immer eine Option, denn gerade im Sommer möchte man doch ab und an lüften. Es gibt hochwirksame Schutzgitter gegen Pollen, die gleichzeitig auch gegen Insekten helfen und das ganze Jahr über eingesetzt werden. Ihre spezielles Gewebe lässt Licht und Luft durch, versperrt aber den Weg für die ungebetenen Gäste.
 
3. Tipp:  Sich auch im Urlaub vor Pollen schützen
 
Die Wahl des Urlaubsortes sollte ebenfalls sorgfältig erfolgen, denn hier können Allergiker zusätzlich mit anderen Pollen konfrontiert werden als zu Hause. Empfehlenswert sind das Hochgebirge (ab 1500 Meter) und Küstengebiete. Dort hält sich die Pollenbelastung meist in Grenzen.
 
4.  Tipp: Häufig Saugen und Wischen
 
Während die Pollen unterwegs sind, auf die man selbst am meisten reagiert, kann man sich in der Wohnung durch regelmäßiges Putzen vor aufgewirbelten Allergenen schützen. Für den Staubsauger, den man ruhig täglich einsetzen kann, gibt es spezielle Filter. Sie halten die kleinen Übeltäter sicher im Gerät und verhindern, dass sie erneut durch die Luft gewirbelt werden. Noch sicherer sind Allergiker-Staubsauger mit komplett versiegeltem Gehäuse. Zum Wischen verwendet man entweder einen feuchten Lappen oder elektrostatische Tücher.
 
5. Tipp:  Spezielle Pollenfilter für das Auto verwenden
 
Wie angenehm es sein kann, an einem warmen Sommertag durch die Landschaft zu fahren und das Grün der Umgebung zu genießen. Allergiker lassen dabei jedoch am besten die Fenster unten und setzen im Wagen einen speziellen Pollenfilter ein. Der Filter sollte regelmäßig gewechselt werden – dann steht dem Sonntagsausflug auf vier Rädern nichts mehr im Weg. Den Wechsel sollte man allerdings nicht selbst vornehmen, sonst wird man mit allen Auslösern konfrontiert, die man sich bereits vom Hals geschafft hatte.
 
6. Tipp:  Das Rauchen aufgeben und auch nicht im Rauch sitzen
 
Rauchen reizt die Schleimhäute, die dann noch empfindlicher auf Pollen reagieren können. Am besten gewöhnt man sich die Glimmstängel ab, die Gesundheit wird es einem danken. Leider ist auch das Passivrauchen echter Stress für die Atemwege – man sollte also möglichst nicht im Rauch sitzen, vor allem nicht, wenn es sich um geschlossene Räume handelt.
 
7. Tipp:  Abends Duschen und die Haare waschen
 
Nach einem langen Tag voller Pollen sollte man die kleinen Übeltäter möglichst nicht auch noch in der Wohnung oder im Bett verteilen. Darum gilt, dass man zu Hause am besten gleich die Kleidung wechselt, schmutzige Teile nicht im Schlafzimmer aufbewahrt, sondern in die Waschmaschine steckt und zügig duscht und Haare wäscht. So bleibt wenigstens das Schlafzimmer pollenfrei.
 
8. Tipp:  Den richtigen Zeitpunkt zum Lüften abpassen
 
Auf dem Land sollte ein Allergiker lieber abends lüften, da die Konzentration der Pollen morgens am höchsten ist. In der Stadt ist es genau umgekehrt.
 
9. Tipp:  Einen guten Luftreiniger für die Wohnung kaufen
 
Es gibt großartige Geräte auf dem Markt, welche die Pollenkonzentration in Innenräumen – im Büro oder Zuhause – auf ein absolutes Minimum reduzieren. Vor dem Kauf sollte man sich beraten lassen bzw. entsprechende Testberichte lesen, denn nicht alle Teile sind gleich leistungsfähig.
 
10. Tipp:  Eine Desensibilisierung in Erwägung ziehen
 
Zugegeben: All die ganzen Tipps und Verhaltensregeln können nicht nur nerven, sie sind auch nicht immer von Erfolg gekrönt. Wem das alles zu viel wird oder wer merkt, dass seine Medikamente nicht mehr wirken, der kann eine Hyposensibilisierung durchführen lassen. Diese Behandlung dauert eine Weile, macht den Beschwerden in der Regel aber den Garaus.