Sommerhitze Achtung giftig: Von Blaualgen verseuchtes Wasser erkennen

Liegen die Temperaturen für längere Zeit um die 30 Grad, machen Sich in langsam fließenden oder stehenden Gewässern Blaualgen breit. Diese können eine echte Bedrohung für unsere Gesundheit darstellen und im schlimmsten Fall sogar lebensgefährliche körperliche Reaktionen auslösen. Wir verraten, woran Sie erkennen, ob Ihr Badesee betroffen ist und welche Vorsichtsmaßnahmen Sie ergreifen sollten.

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Daran erkennen Sie Gewässer mit Blaualgen

Bei sommerlich heißen Temperaturen wollen wir einfach nur in den Badesee oder den nächsten Fluss springen. Doch Achtung! Gerade an solchen Tagen kann es gefährlich werden. Giftige Blaualgen machen sich breit und stellen ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko dar. Doch woran merkt man, ob der See badesicher ist?

Bei Blaualgen handelt es sich um sogenannte Cyanobakterien, die Giftstoffe enthalten. Diese sorgen für eine blaugrüne Färbung des Wassers. Vor allem in nährstoffreichen, langsam fließenden, stehenden und flachen Gewässern bilden sich die Bakterien.

Die Blaualgen beschränken sich dabei nicht auf auf das Wasser: Auch auf den Oberflächen von Steinen und Stegen sind sie zu finden. Neben der starken Wassertrübung erkennen Sie die Blaualgen auch an einem üblen Geruch nach Ammoniak.

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Blaualgen: Folgen und Symptome

Kommen Sie mit Blaualgen in Berührung, können Hautreizungen die Folge sein. Kommt es beim Baden sogar zum Verschlucken von mit Blaualgen verseuchtem Wasser, können sich Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Fieber, Haut-, Schleimhaut-, Hals-, Augen- und Ohrenentzündungen auftreten. Haben Sie größere Mengen verschluckt, sind auch Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen und allergische Reaktionen denkbar. Vor allem bei Kleinkindern und Tieren, etwa Hunden, besteht dann Lebensgefahr.

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Vorsichtsmaßnahmen: So können Sie sich vor Blaualgen schützen

Das Wasser von offiziellen Badestellen wird laut Umweltbundesamt alle 14 Tage überprüft. So bekommen Sie Bescheid, wie es um die Wasserqualität steht und ob ein Badeverbot angeordnet wird.

Schwieriger wird es bei nicht ausgewiesenen Badestellen. Die Empfehlung des Umweltbundesamtes lautet hier, wer seine Füße in knietiefem Wasser wegen grün-blauer Trübung nicht mehr erkennen kann, sollte das Baden lieber sein lassen.

Behalten Sie vor allem Ihre Kinder beim Toben und Spielen im Wasser im Auge – hier kann es schnell dazu kommen, dass Wassermengen verschluckt werden. Die Cyanobakterien vermehren sich in flachen Bereichen zudem besonders stark.
Reinigen Sie nach dem Baden außerdem alle Badesachen gründlich. Treten die oben genannten Beschwerden auf, suchen Sie vorsichtshalber einen Arzt auf und informieren Sie das Gesundheitsamt.

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Datum: 13.08.2020
Autorin: Silva Oldenburg