8. April 2021
4. Welle: Infektiologin warnt vor der nächsten Corona-Welle

4. Welle: Infektiologin warnt vor der nächsten Corona-Welle

Zurzeit befinden wir uns am Anfang der dritten Corona-Welle, allerdings warnt Infektiologin Susanne Herold bereits vor einer vierten Welle und erklärt, wie wichtig deshalb die Corona-Impfungen sind.

Wir befinden uns in der dritten Welle der Corona-Pandemie, da warnt Susanne Herold, Leiterin der Infektiologie am Uniklinikum Gießen/Marburg (UKGM), auf dem Gesundheitsblog der Rhön-Klinikum AG bereits vor einer vierten Welle. Um diese möglichst flach zu halten, bedarf es die Corona-Impfungen. „Wir müssen jetzt so schnell wie möglich durchimpfen. Wir stehen am Beginn der dritten Welle, die sich auch mit restriktiven Lockdownmaßnahmen nur schwer beherrschen lassen wird. Dagegen müssen wir an-impfen und das Ziel einer weitgehenden Herdenimmunität im Frühherbst erreichen“, sagte die Expertin. Die schleppende Impfkampagne bereitet ihr Sorgen. „Wenn wir noch einmal in eine vierte Winterwelle kommen, wird es katastrophal.“ 

Junge und gesunde Menschen schneller impfen lassen

Die Expertin fordert bereits in einem früheren Interview mit der Gießener Allgemeine, möglichst schnell „die jüngeren, gesunden Menschen, die aktiv sind und zur Schule und zur Arbeit gehen“ zu impfen, da sie mit ihrer Mobilität zur Virusausbreitung beitragen. „Damit die Pandemie eingedämmt werden kann“, müsse es gelingen, „mindestens zwei Drittel der Bürger, besser 75 Prozent, zu impfen“, erklärte Herold in dem Blogbeitrag. Aktuelle Zahlen zeigen, dass sich nur „50 bis 60 Prozent“ der Bevölkerung impfen lassen wollten. „Das sind zu wenig Menschen. Wir brauchen eine höhere Impfbereitschaft“, so die Infektiologin. Jede nicht verimpfte Dosis bedeute „ein potenzielles Risiko für all jene, die bisher nicht immunisiert sind.“ 

Spanien: Vierte Welle droht nach Ostern

In Spanien könnte die vierte Welle bereits nach Ostern drohen. Wie die Tagesschau berichtete, steigen in manchen Regionen Spaniens die Zahlen rasant an. Die britische Virusmutante und feierwütige Einheimische und Touristen treiben das Infektionsrisiko in Städten wie Madrid oder Barcelona in die Höhe. Epidemiologen wie Carles Rodrigo von der Uniklinik Barcelona warnen, dass die Infektionszahlen in oder nach der Karwoche in die Höhe schießen könnten. Die dritte Welle war zu Anfang des Jahres nach den Weihnachtsfeiertagen und bis zum Dreikönigstag aufgekommen. Über Ostern galten jetzt recht strenge Reisebeschränkungen für Spanier:innen. Urlaubsreisen außerhalb der eigenen autonomen Region, also quasi das eigene Bundesland, waren verboten. 

Video: Dritte Corona-Welle – darum ist Ostern gefährlicher als Weihnachten

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