4 Fehler, die zu verkürzten Muskeln führen

4 Fehler, die zu verkürzten Muskeln führen

Wer unter verkürzten Muskeln leidet, ist unbeweglich und hat meistens Schmerzen sowie Verspannungen in Rücken, Schultern, Nacken oder Hüfte. Eine der Hauptursachen, die für diese muskuläre Dysbalance verantwortlich ist, ist fehlende Bewegung. Wir klären auf, welche weiteren Fehler sowie schlechten Angewohnheiten Sie besser bei verkürzten Muskeln meiden sollten.

Was sind verkürzte Muskeln?

Wenn von verkürzten Muskeln die Rede ist, ist eigentlich die eingeschränkte Dehnbarkeit des Muskels gemeint, nicht irrtümlicherweise die eigentliche Länge des Muskels. Verkürzte Muskeln sind aufgrund von Verspannungen nicht in der Lage, sich in ihrem ursprünglichen und normalen Maximum dehnen zu lassen. Es entsteht ein ungünstiges Spannungsverhältnis, was für Beschwerden wie eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen sorgt.

Diese 4 Fehler begünstigen verkürzte Muskeln

1. Zu lang und zu viel sitzen

Wie bereits angeschnitten, ist vor allem fehlende Bewegung in Verbindung mit langem und vielem Sitzen einer der Hauptgründe, wieso sich die Muskulatur verkürzt. Bei „Vielsitzern“ ist meistens der Hüftbeuger verkürzt, da er beim Sitzen und der täglichen Büroarbeit kaum beansprucht wird. Das äußert sich zum Beispiel durch Schmerzen im unteren Rücken. Versuchen Sie daher, Ihren Hüftbeuger regelmäßig zu stretchen und möglichst viel Bewegung in Ihren Alltag einzubauen. Stehen Sie mindestens einmal die Stunde von Schreibtisch auf, lockern und strecken Sie Ihren Körper regelmäßig und legen Sie viele Wege zu Fuß zurück.

2. Falsches Training

Das Beste für unsere Muskeln ist regelmäßige Bewegung. Nur leider können sich einseitiges sowie zu intensives Training oder falsch ausgeführte Workout-Übungen auch negativ auf Ihre Muskulatur auswirken und für Fehl- sowie Überbelastungen sorgen. Wenn Sie Sportanfänger sind, lassen Sie sich die Übung von einem Trainer zeigen, um die korrekte Ausführung zu kennen. Achten Sie ebenfalls darauf, sich vor dem Training kurz aufzuwärmen. Das verbessert die Durchblutung Ihrer Muskeln und beugt Verletzungen vor. Nach der Sporteinheit sollten Sie sich auch Zeit für ein Cool-Down nehmen. Stretchen Sie sich vorsichtig, um die Muskulatur nicht noch weiter zu strapazieren. Auch eine sanfte Massage mit einer Faszienrolle entspannt Ihre Muskulatur.

3. Stress

Schon lange gilt Stress als Risikofaktor für unsere Gesundheit. Wer ständig gestresst ist, schwächt nicht nur sein Immunsystem, leidet öfters unter Verdauungsbeschwerden oder kann Bluthochdruck bekommen, sondern auch verkürzte Muskeln. Warum? Durch die ständige Alarmbereitschaft, die Stress in unserem Körper auslöst, ist auch die Muskulatur dauerhaft angespannt. Die Folgen sind Schmerzen im Kopf-, Schulter- und Nackenbereich. Auch wenn es nicht immer leicht ist, der Alltagshektik zu entkommen, sollten Sie sich regelmäßig Ruhepausen gönnen, bei denen Sie Ihre Muskeln entspannen und neue Energie ranken können. Das kann zum Beispiel bei einem heißen Bad sein oder bei einer wohltuenden Yogapraxis.

4. Einseitige Belastung

Es ist nicht untypisch, dass die meisten Rechtshänder bzw. Linkshänder mehr Kraft in ihrer „starken“ Seite haben. Haben Sie zum Beispiel mal als Rechtshänder probiert, eine Flasche mit der linken Hand zu öffnen oder eine schwere Tasche über die linke Schulter zu wuchten? Größtenteils machen wir solche Bewegungen ganz automatisch und denken dabei nicht nach, dass wir dabei eigentlich immer unsere stärkere Seite beanspruchen. Auf Dauer kann dies allerdings zu verkürzten Muskeln und dementsprechend zu Beschwerden führen. Deshalb gilt, solche einseitigen Belastungen künftig zu vermeiden und seine „schwächere“ Seite zu nutzen, um seine Muskulatur gleichermaßen zu fordern. 

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