Zuckerfrei ins neue Jahr: Mit diesen 4 Tipps einer Konditormeisterin gelingen die Vorsätze

Zuckerfrei ins neue Jahr: Mit diesen 4 Tipps einer Konditormeisterin gelingen die Vorsätze

Viele Menschen beginnen das neue Jahr mit guten Vorsätzen. Wer abnehmen möchte, muss vor allem den eigenen Zuckerkonsum reduzieren. Doch wie klappt die zuckerfreie Ernährungsumstellung am besten? Wir haben mit jemanden gesprochen, die es wissen muss!

Zuckerfrei leben: So schaffte Konditormeisterin Anja Giersberg die Umstellung

Der übermäßige Zuckerkonsum macht uns krank. Das wissen wir längst und trotzdem können wir nicht aufhören, Zucker in allen Formen und Farben zu konsumieren. So ging es auch Anja Giersberg. Die Konditormeisterin verputzte berufsbedingt sehr viel Zucker – bis sie krank wurde und schlagartig auf Zucker verzichten musste.

Mein Zuckerkonsum war über 20 Jahre hinweg sehr extrem und ich hatte starke Entzugserscheinungen: Mein ganzer Stoffwechsel musste sich umstellen und mein Blutzuckerspiegel spielte anfangs verrückt. Ich hatte ständig Kopfschmerzen, Migräne und Schüttelfrost am ganzen Körper – auch abends noch in der in der Badewanne. Ich war von morgens bis abends sehr stark gereizt, was leider auch meine Arbeitskollegen zu spüren bekommen haben.

Mehr erfahren: Die besten Tipps bei Symptomen des Zuckerentzugs > >

Glücklicherweise dauern die akuten Symptome beim Zuckerentzug nur wenige Wochen an. Damit danach aber nicht wieder in alte Muster und Gewohnheiten verfallen wird, bedarf es einiger effektiver Strategien. Welche Tipps die Zuckerfrei-Influencerin und Konditormeisterin Anja Giersberg hat, lesen Sie hier.

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Unsere Expertin
Anja Giersberg

Anja Giersberg ist Deutschlands einzigartigste Konditormeisterin. Nachdem eine schwere Candidose im Darm bei ihr festgestellt wurde, musste sie von heute auf morgen komplett auf Zucker verzichten – für sie der blanke Horror. Sie lebt nun schon seit vielen Jahren vollkommen zuckerfrei. Das Backen hat sie selbstverständlich nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil: Sie bäckt heute wunderbare Low-Carb-Leckereien ohne Zucker und hilft Menschen, die Umstellung zum zuckerfreien oder zuckerreduzierten Leben zu meistern. Auf Instagram teilt sie unter dem Hashtag #zuckerfrei_naschen ihre köstlichsten Kreationen, auf ihrer Website anjagiersberg.de gibt es ihre Rezeptbücher und Onlinekurse.

Endlich zuckerfrei: Mit diesen Tipps gelingen die Neujahrsvorsätze

Wie jedes Jahr werden wieder viele Menschen mit guten Vorsätzen und frischer Motivation ins Neujahr stoßen. Auch in der Vital-Redaktion gibt es wieder viele Vorsätze, mit denen wir dem neuen Jahr unseren ganz eigenen Stempel aufdrücken wollen. Und warum auch nicht? Zum Jahresende sind wir ausgelassen und glücklich im Kreise unserer Liebsten und lassen nun alles Alte hinter uns.

Typischerweise drehen sich Neujahrsvorsätze oft um körperliche Veränderung. Abnehmen, gesünder essen, weniger Zucker oder gar kein Zucker mehr stehen wieder hoch im Kurs. Doch wie können wir unsere Ziele erreichen und tatsächlich weniger Zucker essen? Kann die zuckerfreie Ernährungsumstellung überhaupt auf Anhieb gelingen? Wenn es jemand weiß, dann Anja Giersberg. Hier sind die Top-Tipps der Konditormeisterin für eine zuckerfreie Ernährung!

1. Selbst zum Zucker-Experten werden

Einfach plötzlich die Gummibärchen wegzulegen, wird auf jeden Fall schwierig. Wer zuckerfrei leben will, sollte wissen, worum es dabei geht. Dann kann jeder für sich definieren, was zuckerfrei für einen bedeutet. Und zuletzt sollte man sich mit verstecktem Zucker auseinandersetzen, damit man auch im Supermarkt weiß, worauf man achten muss.

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2. Frisch kochen

Es ist leider so, dass 80 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel, die wir im Supermarkt kaufen können, Zucker zugesetzt wird. Das heißt, dass man außer frischem Gemüse, Obst oder Haferflocken fast gar nichts mehr kaufen kann. Frisch kochen war bei mir der Schlüssel zum Erfolg, obwohl es mir am Anfang sehr schwergefallen ist. Mir hat es sehr geholfen, einen Essensplan für eine Woche zu erstellen und vorzukochen. Wenn ich dann mal Heißhunger bekommen habe oder schnell was zu essen brauchte, habe ich eben nicht auf die ungesunden Sachen zurückgegriffen, sondern auf das, was ich vorgekocht hatte.

3. Heißhungerstrategien entwickeln und Gewohnheiten ändern

Ich hatte damals unglaublich viel Heißhunger und bin nach der Arbeit immer gleich zum Kühlschrank gerannt. Vor allem, wenn ich abends von der Arbeit gekommen bin und mich aufs Sofa setzte, sprang der Schalter im Gehirn um. „So, jetzt habe ich mich den ganzen Tag gestresst. Jetzt möchte ich mich belohnen und brauche meine Schokolade.“ So denken viele und um diese Gewohnheiten abzustellen oder eben anders zu kanalisieren, habe ich mir damals einen Gewohnheitskalender gemacht. Anstatt nach der Arbeit zum Kühlschrank zu rennen, bin ich erst mal spazieren gegangen. Meist war der Heißhunger danach ohnehin weg, denn er verschwindet in der Regel so schnell, wie er kommt. Außerdem hatte ich meinen kleinen „Erste-Hilfe-Koffer“ gegen Heißhunger, den nenne ich noch immer so. Es ist einfach ein kleiner Beutel, den ich überall mitgenommen habe, mit Notfallsachen, wie zum Beispiel einer zuckerfreien Schokolade, Eiweißpulver oder anderen Snacks, die schnell sättigen, wenn ich mal Heißhunger hatte.

4. Kleine Ziele setzen

Kleine Ziele setzen und Etappenziele feiern! Sich nicht unter Druck zu setzen! Rückschläge sind ganz normal, aber es ist wichtig, dass man am Ball bleibt und ein Ziel vor Augen hat. Das können kleine Ziele sein, wie zum Beispiel eine Gewohnheit zu ändern und als Belohnung ins Kino zu gehen.

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