Tipps: So lassen sich Symptome von Eisenmangel erkennen

Viele Personen neigen gehäuft an Erschöpfung oder fühlen sich ständig müde. Andere hingegen bemerken plötzlich verstärkten Haarausfall oder brüchiges, stumpfes Haar. Ein weiterer Personenkreis meint, gar nicht erst schlafen zu können. All dies können Symptome für einen Eisenmangel sein.
schwangere Frau mit Apfel
Eisen lässt sich in nahezu jeder Zelle des menschlichen Organismus finden. Speziell im Energiehaushalt nimmt das Spurenelement eine bedeutsame Rolle ein. Die Symptomatik für einen Eisenmangel stellt sich oftmals schleichend ein. Nicht selten ist sie äußerst vielschichtig, weshalb die Unterversorgung nicht sofort feststellbar ist.
 
Aus diesem Grunde leben die meisten Menschen mit einem Eisenmangel, ohne davon zu wissen. Auftretende Müdigkeit rechnen sie einem stressigen Alltag zu. Selbst Ärzte haben es nicht leicht, das Fehlen des Spurenelements herauszufinden. Wenn jedoch ein Mensch stetig über Müdigkeit klagt, können wir von einem Mangel an Eisen ausgehen.

So stellt der Arzt eine Unterversorgung mit Eisen fest

Hat der Arzt den Verdacht auf Eisenmangel, nimmt er einen Bluttest vor. Im Rahmen dessen untersucht der Arzt das Blut auf die aufschlussreichen Parameter
  • CRP
  • Ferritin
  • Transferrin-Sättigung
und kann anschließend die Ursache der vorgetragenen Beschwerden eindeutig einem Eisenmangel zuordnen. Gegebenenfalls liegt dem aber auch eine andere Erkrankung zugrunde.

Symptome eines Eisenmangels

Einem Eisenmangel können vielseitige Symptome zugrunde liegen. Zu den häufigsten zählen
  • brüchige Fingernägel
  • eingerissene Mundwinkel
  • Empfindlichkeit gegenüber Kälte
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Erschöpfungszustände
  • gedrückte Stimmung
  • Haarausfall
  • kaum noch Antrieb
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren
  • ständige Müdigkeit
  • stumpfes Haar
Zudem lassen sich im Zusammenhang mit einer Eisenunterversorgung Symptome wie
  • bei geringer Anstrengung auftretende Atemnot
  • blasse Haut wie auch Schleimhäute
  • Herzklopfen
  • Restless Legs Syndrom
  • Störungen im Bereich der Aufmerksamkeit sowie Hyperaktivität bei Jugendlichen und Kindern
  • Wochenbettdepression unmittelbar nach der Geburt
feststellen.
 

Welcher Personenkreis neigt zu Eisenmangel?

Gibt es bestimmte Personen, die eine Neigung zum Eigenmangel haben? Neben jungen Menschen neigen insbesondere ältere Personen wie auch Patienten mit chronischen Erkrankungen häufig zum Eisenmangel.

Kinder und Jugendliche von Unterversorgung mit Eisen oftmals betroffen

Insbesondere junge Menschen in der Wachstumsphase weisen einen erhöhten Eisenbedarf auf. Für sie ist Eisen sehr wichtig für die physische Entwicklung wie die des Gehirns. Normalerweise erfolgt eine ausreichende Deckung des Eisenbedarfs mit einer ausgewogenen Ernährung.
 
Wenn jedoch Symptome auftreten, die sich in Hautblässe, Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten äußern, dann sollten Eltern an einen möglichen Eisenmangel denken.

Wie sieht die Eisenversorgung bei Senioren aus?

Ältere Menschen neigen sehr oft zu einem geringen Appetit. Durch das wenige Essen gestalten sich ihre Mahlzeiten nicht selten einseitig. Hinzu kommt, dass sie auf eisenhaltiges Fleisch gern verzichten. Denn mit dem Kauen haben Senioren des Öfteren Probleme. Aus diesem Grund bevorzugen sie weiche Speisen, die sich leichter kauen und schlucken lassen.
Zudem liegen im höheren Alter oftmals Störungen vor, die die Eisenaufnahme erschweren. Hierzu gehören unter anderem Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich wie auch chronisch verlaufende Krankheiten, beispielsweise Diabetes, Herz- oder Nierenschwäche.
 
Einzunehmende Medikamente tragen zur Hemmung der Säurebildung im Magen bei. So lässt sich Eisen schlecht aufnehmen. Der Eisenmangel beginnt schleichend und geht mit Folgeerscheinungen für den menschlichen Körper sowie unterschiedlichen Symptomen einher.

Patienten chronischer Erkrankungen

Chronische Erkrankungen, zum Beispiel chronisch verlaufende
  • Herzerkrankungen
  • Magen-Darm-Störungen, beispielsweise Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
  • Nierenfunktionsstörungen wie auch
  • verschiedene Krebserkrankungen
können einen Eisenmangel zur Folge haben.
 
Dabei minimieren insbesondere chronische Erkrankungen, die im Organismus mit entzündlichem Verlauf einhergehen, die Fähigkeit, Eisen im Darm aufzunehmen. Entzündungen im Magen-Darm-Trakt ziehen die Darmschleimhaut in Mitleidenschaft. Daraus folgt eine eingeschränkte Eisenaufnahme.
 
Weil Patienten mit chronischen Erkrankungen bereits in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind, belastet sie eine Unterversorgung mit dem Spurenelement Eisen zusätzlich. Darauf Bezug nehmend stellt die Behebung des Eisenmangels eine verbesserte Lebensqualität dar. Zudem lassen sich begleitende Symptome dadurch lindern.

Wer neigt ansonsten zu Eisenmangel?

Ebenso können Patienten nach einer überstandenen Operation, wie beispielsweise im Knie- oder Hüftgelenk, unter starken Blutverlusten leiden. Klinische Studien zeigten, dass Patienten mit leeren Eisenspeichern oder einer Blutarmut nach derartigen operativen Eingriffen ein erhöhtes Risiko haben, anschließend sich länger als gewöhnlich im Krankenhaus aufhalten zu müssen. Aber auch der Bedarf an Blutkonserven kann dadurch erhöht sein. Zugleich können schlechtere Operationsresultate oder eine verzögert eintretende Genesung die Folgen sein.

Daher ist es ratsam, sich frühzeitig um einen gefüllten Eisenspeicher zu bemühen. Optimal ist hierbei ein Monat vor Operationsbeginn.
 
Wer in regelmäßigen Abständen Blut spendet, verliert auch Eisen. Bei einer häufigen Wiederholung des Blutspendens kann es zu einem Eisenmangel kommen.