Kaffee Wie gesund ist des Deutschen liebstes Getränk?

Die wenigsten von uns kommen am frühen Morgen ohne Kaffee auf die Beine. Viele trinken das Tässchen Kaffee sogar mehrmals am Tag. Immerhin verbrauchen Deutsche laut eine statistischen Erhebung 7,2 kg Rohkaffee pro Kopf. Damit liegen die Deutschen immerhin auf Platz 6. Das heißt pro Jahr werden im Durchschnitt 162 Liter Kaffee von jedem getrunken. Da stellt sich doch die Frage, ob so viel Kaffee gesund ist und ob Kaffee nicht vielleicht sogar schädlich ist. Wie immer ist es natürlich eine Frage der Menge.

Nervennahrung Kaffee

Wie wird Kaffee richtig zubereitet?

Darüber ist man sich nicht einig und jeder hat seine eigene Methode. Viele schwören noch aufs gute, alte Filtern per Hand. Das Mahlen des Kaffees in der Handmühle gehört dann dazu. Die meisten haben aber keine Zeit fürs Aufbrühen. Kaffeevollautomaten sind dann eine gute Lösung. Ob der Kaffee schmeckt, hängt auch davon ab welche Kaffeebohnen für Kaffeevollautomaten genutzt werden. In jedem Fall ist es gut, zu Bio- und Fair -rade-Kaffee zu greifen. Damit kann man schon mal auf eine große Portion Pestizide verzichten.
 

Kaffee trinken mit positiven Effekten

Kaffee hat durchaus positive Eigenschaften. Und davon gleich eine ganze Menge. Das im Kaffee enthaltene Koffein macht munter und steigert die Leistungsfähigkeit. Auch die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit wird größer. Es ist also keine Einbildung, wenn Arbeitskollegen behaupten, sie können mit Kaffee besser denken.
 
Lange Zeit wurde vermutet, dass Kaffee negative Auswirkungen auf Bluthochdruck haben soll. Dem ist nicht so. Durch den regelmäßigen Genuss von Kaffee kann sogar das Risiko auf Schlaganfall und Herzinfarkt gesenkt werden. In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass das heiße Getränk durchaus eine lebensverlängernde Wirkung haben kann. Selbst das Risiko an Krebs zu erkranken, kann mit Kaffee gesenkt werden.
 
Die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien und Polyphenole halten die Zellen gesund. Da beim Rösten des Kaffees der Gehalt an Polyphenole geringer wird, geht der aktuelle Kaffeetrend hin zur Verwendung von grünen Bohnen, die ungeröstet sind.
 

Ist Kaffee gesund?

In Maßen genossen kann Kaffee gesund sein. Studien haben ergeben, dass die positiven Effekte überwiegen. Es konnten 19 gute Eigenschaften gefunden werden, denen lediglich sechs negative Eigenschaften gegenüberstehen. Kaffee hat Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel aber auch Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Leberzirrhose.
 
Das Kaffee gesund ist, liegt vor allem an den über 1000 bioaktiven Verbindungen, die sich im Röstkaffee befinden. Krebs- und entzündungshemmende Wirkstoffe sind ebenso vorhanden wie Antioxidantien. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Kaffees gehört das Koffein. Das lässt sich sogar bei Kopfschmerzen gut einsetzen.
 
Die gesunde Dosis von Kaffee liegt bei drei bis vier Tassen täglich. Bei dieser Menge haben sich all die positiven Werte gezeigt. Interessant ist, dass mehr Tassen zwar keine Schäden verursachen, die positive Wirkung aber sinkt. Es scheint also, als sei maximal vier Tassen Kaffee die ideale Dosis für den Tag.
 

Nicht jeder verträgt Kaffee

Allerdings ist Kaffee nicht für jeden geeignet. Schwangere sollten sich beim Kaffee eher zurückhalten. Eine Tasse gilt als unbedenklich, mehr kann zu einem geringen Geburtsgewicht des Babys führen.
 
Und auch jeder, der spürt, dass Kaffee ihm nicht gut tut, sollte darauf verzichten. Treten Magenschmerzen nach dem Kaffeegenuss auf, sollte man auf Kaffee verzichten. Selbstverständlich sollten auch Kinder das koffeinhaltige Getränk meiden.
 

Es dauert, bis er wirkt

Kaffee trinken und – schwups – munter sein? So funktioniert es nicht. Das Koffein braucht schon etwas, bis es seine Wirkung entfaltet. Der Kick setzt erst nach circa 20 bis 50 Minuten ein. Erst nach anderthalb Stunden liegt die höchste Konzentration im Blut vor. Danach wird das Koffein wieder abgebaut und die Wirkung lässt nach. Die tägliche Dosis sollte zwischen 50 bis 300 Milligramm Koffein betragen, wenn der Kaffee zum Muntermacher werden soll. Nicht jeder Kaffee hat den gleichen Koffeingehalt. So haben Arabica-Kaffees nur halb so viel Koffein wie Kaffee der Sorte Robusta. Auch der Koffeingehalt der Kaffeesorten ist unterschiedlich und abhängig vom ml-Verhältnis. Ein Espresso hat mit einer Füllmenge von 25ml weniger Koffein als eine Tasse Kaffee mit 125 ml. Bezogen auf dieselbe Füllmenge hat der Espresso natürlich deutlich mehr Koffein als der Filterkaffee.