Gesunde Augen So stärken B-Vitamine die Augen

B-Vitamine verhelfen zu einem scharfen Blick. Wir verraten, wie Sie mit einer vitaminreichen Ernährung Augenkrankheiten vorbeugen können und wie Augen-Yoga das Wohlbefinden der Augen steigert.

Vitamine_Augen

Eine gesunde Ernährung ist die beste Medizin, um Krankheiten vorzubeugen oder bei einer Behandlung zu unterstützen. Besonders B-Vitamine, aber auch die Vitamine A und C sind wichtig für die Funktion und den Schutz des Sinnesorgans. Wir erklären, wie Vitamine die Augen stärken und die Sehkraft unterstützen. 

Vitamin-B-Mangel beeinflusst die Augengesundheit

Ein Mangel an Vitamin B2, B6, B12 und Folsäure führt häufig zu einem erhöhten Homocystein-Spiegel im Blut. Diese Aminosäure kann Auswirkungen auf die Blutgefäße, aber auch auf die Gesundheit der Augen haben. 

Makula-Degeneration
Ein zu hoher Homocystein-Spiegel kann dramatische Auswirkungen auf die Mikrozirkulation im Auge haben. Das wiederum fördert die Makula-Degeneration, bei der der gelbe Fleck auf der Netzhaut, Ort des schärfsten Sehens und gespickt mit Sinneszellen, langsam vernichtet wird. In der Makula ist die Stelle der Netzhaut des schärfsten Sehens. Außerhalb der Makula sind Sehzellen, die dem orientierten Sehen dienen. Betroffene, die an einer Makula-Degeneration erkrankt sind, können sich so noch gut zurechtfinden. Wird der Homocystein-Spiegel aber durch B-Vitamine auf den Normwert heruntergeschraubt, sinkt das Risiko dafür um 34 Prozent.

Grauer Star
Beim Grauen Star kommt es zu einer Trübung der Augenlinse. Das einfallende Licht wird durch die Trübung diffus gebrochen, sodass die Blendeempfindlichkeit bei Betroffenen stark ansteigt. Die Krankheit führt dazu, dass das Sehvermögen nachlässt und es unbehandelt zur Erblindung kommen kann. Eine australische Studie mit 3000 Teilnehmern zeigt, dass ein Vitamin-B-Komplex aus B6, B12 und Folsäure vor altersbedingtem Grauen Star (Katarakt) schützt, da der Kern der Augenlinse offensichtlich empfindlich auf Nährstoffdefizite reagiert.

Grüner Star
Der Grüne Star äußert sich durch einen erhöhten Augeninnendruck, der zu sehr starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und manchmal auch Herzrhythmusstörungen und einem Kollaps führt. Dabei ist das Auge rot und geschwollen, der Augapfel fühlt sich hart an und es fließen Tränen. Bei Lichteinfall verengt sich die Pupille nicht mehr. Zusätzllich kommt es zu einem Verlust von Sehschärfe und Kontrasten. Ein Glaukom-Anfall muss sofort behandelt werden, da es sonst zur Erblindung kommen kann.
Therapieunterstützung: Auch bei Grünem Star (Glaukom) wachsen die Therapieerfolge durch eine Kombi aus 50 Milligramm Vitamin B6, 500 Mikrogramm B12 und 500 Mikrogramm Folsäure.

Lebensmittel mit B-Vitaminen

Bei der Ernährung sollten Sie sich vor allem ausgewogen ernähren, um die Vielzahl an B-Vitaminen abzudecken. Lebensmittel mit viel Vitamin B sind z. B.:

  • Linsen
  • Bananen
  • Vollkorn
  • Sonnenblumenkerne
  • Rindfleisch
  • Makrele

Welche Vitamine und Nährstoffe sind auch noch wichtig für die Augen?

Vitamin A
Das Vitamin ist vor allem für die Steigerung des Sehvermögens und Sehkraft bekannt, da es für die Netzhaut und die Lichtwahrnehmung zuständig ist. Auch sorgt Vitamin A für genügend Augenflüssigkeit. Es steckt vor allem in Leber, Grünkohl, Leberwurst, Hühnereigelb, Petersilie und getrockneten Aprikosen. Bei einer Sehschwäche durch einen Vitamin-A-Mangel können z. B. Karotten dazu beitragen, das Sehvermögen zu verbessern.

Vitamin C
Für die Augen ist Vitamin C ebenso wichtig, da es sich positiv auf die Blutgefäße auswirkt, wodurch auf grauem Star vorgebeugt werden kann. Vitaminbomben mit Vitamin C sind vor allem rote Paprika, Blumenkohl, Pak Choi, Erdbeeren und Papaya.

Vitamin E
Dieses Vitamin gehört zu den Antioxidantien, welche im Körper freie Radikale fangen und somit den Alterungsprozess verlangsamen. Grauem Star und einer Makuladegeneration können vorgebeugt werden. Vitamin E kommt in fettreichen Lebensmitteln wie Haselnüssen, Erdnüssen und Sonnenblumenkernen vor.

Omega-3-Fettsäuren
Die Omega-3-Fettsäuren schützen das Auge vor einer Makulardegeneration, grünem Star und trockenen Augen. Die Fettsäuren stecken vor allem in Lachs, Forelle, Thunfisch und Meeresfrüchten.

Zink
Das Spurenelement Zink trägt zur Regeneration der Sinneszellen im Auge bei und unterstützt somit die Sehkraft. Zink steckt in Kichererbsen, Linsen, Kidneybohnen, rotem Fleisch und Haferflocken.

Um Ihr Sinnesorgan zu schützen, sollten Sie sich einen guten Ernährungsplan zusammenstellen. 

Augen-Yoga für mehr Wohlbefinden

Für noch mehr Wohlbefinden, können Sie Augenyoga ausprobieren. Mit nur fünf Minuten am Tag steigern Sie das Wohlbefinden Ihrer Augen.

Drei Übungen:

  1. Langsam zwei Minuten mit dem Oberkörper kreisen. Das Gewicht dabei von einem Fuß auf den anderen verlagern. Der Kopf kreist mit. Dabei nichts fixieren. 
  2. Beide Augenlider schließen, die Augäpfel kreisen lassen. Dann nach links und rechts bewegen, schließlich rauf und runter. Pro Richtung 10-mal. 
  3. Den Kopf mit geschlossenen Augen in die Nähe einer schwachen Lampe legen. Wärme und Licht durch die geschlossenen Lider 10 Sekunden in die Augen strömen lassen. Licht 10 Sekunden ausschalten. 5-mal wiederholen. Wirkt entspannend.

Was schadet den Augen?

  • Besonders UV-Strahlung ist der Feind Nummer eins für die Augen. Das Licht kann bleibende Schäden an der Linse und der Netzhaut hinterlassen, wodurch im Lauf der Jahre auch ein Grauer Star entstehen kann. Eine gute Sonnenbrille ist deshalb Pflicht. 
     
  • Auch blauer Rauch von Zigaretten führt neben einem erhöhten Krebs- und Schlaganfallrisiko auch zu einer frühzeitigen Entwicklung einer Makuladegeneration. Die Schadstoffe der Zigarette hemmen die Durchblutung im Auge, sodasss es schlechter mit Sauerstoff versorgt und sich die Sehfähigkeit verschlechtern kann. 
     
  • Wird Bluthochdruck nicht richtig behandelt und sind Diabetesmedikamente nicht richtig eingestellt, kann das den Augen schaden, da die feinen Gefäße, die die Netzhaut mit Blut versorgen, zerstört werden. 
     
  • Ebenso kann Alkohol das Sicca-Syndrom auslösen, bei dem die Augen trocken werden. Bei starkem Alkoholsyndrom kann der Alkohol bis in die Tränenflüssigkeit vordringen und deren Zusammensetzung ändern, was sich in Jucken, Brennen, Rötungen und Tränen äußert. 

Datum: 12.05.2020

Autor: Christina Liersch

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