14. Oktober 2021
Zinkmangel: Diese 9 Symptome können auftreten

Zinkmangel: Diese 9 Symptome können auftreten

Zink ist für unsere Gesundheit essenziell. Das Spurenelement wird unter anderem als wichtiger Baustein für Enzyme benötigt und ist entscheidend für unsere Immunabwehr. Erfahren Sie hier, anhand welcher 9 körperlichen Symptome Sie einen Zinkmangel erkennen können.

Unser Körper benötigt Zink für unterschiedliche Stoffwechselprozesse. Wir brauchen das Spurenelement unter anderem für das Wachstum und Teilen unsere Zellen. Außerdem benötigen wir Zink zur Stärkung unseres Immunsystems oder zur Wundheilung. Das Spurenelement hat ebenfalls Einfluss auf die Wirkung von Enzymen und Vitaminen.

Da wir Zink nicht selbst herstellen und nur wenige Mengen speichern können, müssen wir Zink über die Nahrung aufnehmen. Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, ist in der Regel mit Zink versorgt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist die empfohlene Tagesmenge für Frauen 8-10 mg, für Männer 14-16 mg.

Gute Zinklieferanten sind demnach:

  • Fleisch von Rind und Schwein
  • Meerestiere wie Austern
  • Käse wie Edamer
  • Milch
  • Eier
  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Sojabohnen oder Erbsen
  • Nüsse wie Cashew- und Pekannüsse
  • Samen
  • Haferflocken
  • Mais

Bestimmte Personengruppen wie schwangere und stillende Frauen, Kinder, sportlich aktive Menschen, Vegetarier und Veganer, Patienten mit chronisch entzündlichen Darm­erkrankungen sowie ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko einen Zinkmangel zu bekommen. Wie sich dieser körperlich äußert, schildern wir Ihnen genauer:

So erkennen Sie einen Zinkmangel

Es ist nicht immer leicht, die körperlichen Anzeichen eines Zinkmangels richtig zu deuten, da diese auch auf andere Mängel oder Erkrankungen hinweisen können. Daher ist es wichtig, dass Sie sich bei Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Lassen Sie ebenfalls regelmäßig ein großes Blutbild machen, damit mögliche Mängel und Erkrankungen festgestellt werden können.

1. Immunsystem

Wer einen Zinkmangel hat, ist anfälliger für Krankheiten wie Erkältungen, wiederkehrender Lippenherpes oder Blasenentzündung. Sie können sich auch abgeschlagener und weniger leistungsfähig fühlen als sonst.

2. Haut

Da unsere Haut Zink für die Hauterneuerung und Wundheilung benötigt, macht sich ein Mangel durch sehr trockene Haut, Pickel, einer Verstärkung bestehender Akne oder Neurodermitis bemerkbar. Wunden heilen schlechter oder infizieren sich leichter.

3. Haare

Ein Zinkmangel kann sich außerdem durch Veränderungen der Haare äußern. Haarausfall, schnell brechendes, zu Spliss neigendes Haar oder vorzeitiges Ergrauen sind Anzeichen eines Zinkmangels.

4. Nägel

Für ein gesundes Wachstum unserer Nägel benötigen wir Zink. Fehlt Ihnen das Spurenelement, haben Sie möglicherweise dünne und brüchige Nägel mit starken Rillen und Furchen.

5. Psychisches Wohlbefinden

Zink spielt auch eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung an Synapsen und dämpft die Erregung von Nervenzellen. Das Spurenelement sorgt dafür, dass Reflexe oder Befehle des Gehirns richtig verarbeitet werden. Bei einem Zinkmangel können Sie daher zu depressiven Verstimmungen neigen. Auch eine negative Stimmung, die durch das prämenstruelle Syndrom in der zweiten Zyklushälfte bei Frauen öfters vorkommt, kann sich verschlimmern.

6. Verschlechtertes Sehen und Riechen

Unsere Augen und Nase sind ebenfalls auf Zink angewiesen. Bei einem Mangel kann es daher sein, dass die Sehkraft und der Geruchssinn geschwächt sind. Denn das Spurenelement unterstützt unter anderem das Vitamin A von der Leber zur Netzhaut und ist für das Schleimhautgewebe in unserer Nase essenziell.

7. Hormonelles Ungleichgewicht

Fehlt Ihnen Zink, beeinträchtigt dies Ihren Hormonhaushalt. Das Spurenelement ist nämlich stark am Stoffwechsel sämtlicher Hormone beteiligt. Das heißt, dass unser Nervensystem und unsere Sexualorgane stark auf Zink angewiesen sind. Bei einem Mangel kann es daher zu einer verringerten Libido oder einer Potenzstörung kommen.

8. Verdauungsprobleme

Da Zink nahezu an allen Stoffwechselprozessen beteiligt ist, macht sich ein Mangel auch im Darm bemerkbar und betrifft unsere Verdauung. Die Folge kann unter anderem Durchfall sein.

9. Appetitlosigkeit

Bei einem Zinkmangel können Sie unter Appetitverlust leiden. Zink hat nämlich Einfluss auf unsere Neutransmitter im Gehirn, die unseren Appetit beeinflussen. Bei einem Mangel kann sich außerdem der Geruchs- und Geschmackssinn verschlechtern, wodurch wir weniger oder keinen Appetit verspüren.

Überdosierung: Vorsicht vor einer Zinkvergiftung!

Um einen Zinkmangel auszugleichen, können Sie auf Supplemente zurückgreifen. Allerdings sollten Sie diese nicht gedankenlos und ohne Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Nehmen Sie zu viel von dem Spurenelement ein, kann eine Zinkvergiftung drohen. Die Überdosierung macht sich durch Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall und Unwohlsein bemerkbar.

Video: Nahrungsergänzungsmittel – was braucht man wirklich?

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