19. Oktober 2021
Vitamin D: Die 7 häufigsten Fehler bei der Einnahme

Vitamin D: Die 7 häufigsten Fehler bei der Einnahme

Viele Menschen haben im Winter einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Aus diesem Grund ist es ratsam, das Sonnenvitamin als Tabletten oder Tropfen zu supplementieren, um einem Mangel entgegenzuwirken. Allerdings können Sie bei der Einnahme einiges falsch machen. Erfahren Sie hier, welche Fehler bei der Einnahme von Vitamin D möglich sind.

Vitamin D ist für unseren Körper lebensnotwendig. Wir benötigen das sogenannte Sonnenvitamin unter anderem für unsere Knochen, Zähne, Muskeln oder unser Immunsystem. Zudem ist es wichtig für unser psychisches Wohlbefinden. Über die Haut, die den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist, produzieren wir rund 80 bis 90 Prozent des Bedarfs an Vitamin D selbst. Den restlichen Anteil decken wir über unsere Nahrung ab. Aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung im Winter ist unser Vitamin-D-Spiegel in der kalten Jahreszeit oft zu niedrig. Daher empfiehlt es sich, Präparate gegen den Mangel einzunehmen. Allerdings sollten Sie vorher unbedingt Ihren Vitamin-D-Spiegel bei Ihrem Hausarzt mittels einer Blutuntersuchung bestimmen lassen. Auf Grundlage dessen kann Ihr Arzt Sie informieren, welches Präparat – ob Tabletten oder Tropfen – sowie welche Dosierung für Sie infrage kommen.

Vermeiden Sie diese 7 Fehler bei der Einnahme von Vitamin D

1. Sie nehmen zu viel Vitamin D zu sich

Laut der Verbraucherzentrale sollten Sie täglich nicht mehr als 100 Mikrogramm (=4000 i.E) Vitamin D zu sich nehmen. Es können gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit, Erbrechen, Verstopfung, reduzierter Muskeltonus, im schlimmsten Fall sogar Nierenverkalkung und Nierensteine bis hin zur Abnahme der Nierenfunktion drohen. Eine Überdosierung kann übrigens auch schleichend voranschreiten, da der Körper in der Lage ist, Vitamin D einzuspeichern.

2. Sie nehmen Vitamin D ohne Vitamin K2 ein

Idealerweise sollten Sie Vitamin D3 immer als Kombipräparat mit Vitamin K2 einnehmen. Der Grund: Vitamin K2 ist essenziell, damit Vitamin D den Einbau von Calcium in die Knochen unterstützt. Und zwar aktiviert Vitamin K2 gewisse Proteine, die für die Calciumverwertung im Blut zuständig sind und dafür sorgen, dass Calcium in Knochen und Zähne eingelagert wird. K2 verhindert daher, dass sich Calcium in Arterienwänden festsetzen kann.

3. Sie nehmen Vitamin D nüchtern ein

Sie sollten fettlöslich Vitamine – zu denen auch Vitamin D gehört – immer mit einer Mahlzeit kombinieren, da das Sonnenvitamin sonst nicht vom Körper optimal aufgenommen werden kann. Idealerweise eignen sich fettreiche Lebensmittel wie Pflanzenöle, Avocados oder Nüsse. Gut zu wissen: Es gibt auch flüssiges Vitamin D3 auf Ölbasis. Die Tabletten wiederum enthalten keine natürlichen Öle.

4. Sie nehmen Vitamin D zur falschen Tageszeit ein

Idealerweise sollten Sie Vitamin D morgens zu sich nehmen. Der Grund: Vitamin D gehört zu den anregenden Vitaminen, die Ihre Energie steigern und Sie wacher machen. Lesen Sie sich daher den Beipackzettel Ihres Präparats vorher genau durch und halten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker Rücksprache, was die optimale Einnahmezeit betrifft.

5. Sie nehmen neben Vitamin D noch andere Medikamente ein

Wenn Sie neben Vitamin D noch andere Medikamente einnehmen, sollten Sie die Wechselwirkung bedenken, die eintreten kann. Sprechen Sie daher vorher mit Ihrem Arzt, damit eine korrekte Dosierung und Einnahme gewährleistet werden kann. Wenn Sie beispielsweise blutdrucksenkende Medikamente mit Hydrochlorothiazid und Chlortalidon nehmen, erhöht sich ebenfalls Ihr Calciumgehalt im Blut. Aus diesem Grund kann eine niedrige Dosierung von Vitamin D sinnvoll sein. Wenn Sie beispielsweise Colestyramin und Colestipol bei einer Fettstoffwechselstörung einnehmen, sollten zwischen der Einnahme der Medikamente und des Vitamin-D-Präparats zwei Stunden liegen. Colestyramin und Colestipol können nämlich die Vitamin-D-Aufnahme aus dem Darm ins Blut beeinträchtigen.

6. Sie nehmen alte Vitamin-D-Präparate ein

Die angefangene Vitamin-D-Packung aus dem letzten Jahr aufbrauchen? Keine gute Idee! Denn Nahrungsergänzungsmittel mit fettlöslichen Vitaminen – zu denen auch Vitamin D gehört – können ranzig und schlecht werden, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde. Laut der Verbraucherzentrale ist eine Überschreitung von ein bis zwei Monaten bei richtiger Lagerung allerdings kein Problem.

7. Sie nehmen Vitamin D unregelmäßig ein

Mal eine Tablette vergessen? Das ist mal kein Problem! Allerdings sollten Sie schon darauf achten, dass Sie regelmäßig Ihrem Körper das Vitamin zuführen, um Schwankungen hinsichtlich der Versorgung zu vermeiden. Denken Sie auch daran, dass Sie stets eine gleiche Vitaminmenge zu sich nehmen – und daher nicht die vergessene Einheit am Folgetag nachzunehmen.

Video: Vitamin-D-Mangel vorbeugen – das sollten Sie wissen

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