24. September 2021
Vitamin-B-Mangel: 3 Symptome

3 mögliche Symptome bei Vitamin-B-Mangel

Bei Vitamin B handelt es sich nicht um einen einzelnen Nährstoff, sondern um eine ganze Reihe an Vitaminen. Neben B12 und Folsäure gehören auch unbekanntere Stoffe wie Thiamin oder Riboflavin dazu. Ein Mangel kann die folgenden Symptome verursachen.

Verwirrenderweise umfasst der Vitamin-B-Komplex nur acht Vitamine, da nach der ursprünglichen Nummerierung das ein oder andere wieder aussortiert wurde. Den Vitamin-Status dürfen nämlich nur Nährstoffe haben, die lebensnotwendig für uns sind und von außen, z.B. über Lebensmittel oder Sonnenstrahlen, zugeführt werden müssen. Neben Vitamin B12 (Cobalamin), B9 (Folsäure) und B7 (Biotin) gibt es noch die Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure) und B6 (Pyridoxin). Während der allseits bekannte Vitamin-B12-Mangel vor allem Veganer:innen und der Folsäuremangel Schwangere betrifft, kann je nach Ernährungsweise, Lebensstil oder aufgrund von Krankheiten auch eine Unterversorgung mit anderen B-Vitaminen vorliegen. 

Diese 3 Symptome können bei Vitamin-B-Mangel auftreten

1. Eingerissene Mundwinkel

Das auch Riboflavin genannte Vitamin B2 ist als Vorstufe von Enzymen an zahlreichen, verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt. Genauso vielfältig sind auch die möglichen Symptome eines vorliegenden B2-Mangels. Neben schuppenden Ekzemen und Entzündungen der Mundschleimhaut können auch die sogenannten Mundwinkelrhagaden auftreten. Dabei handelt es sich um gerötete und spaltenförmig eingerissene Mundwinkel, die auch bei Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder HIV vorkommen können. Da Riboflavin in größeren Mengen in Vollkorngetreide, Milchprodukten und Fisch vorkommt, tritt ein Mangel hierzulande sehr selten und meist in Verbindung mit einer generellen Mangelernährung auf.

2. Muskelschwäche und -lähmungen

Da Vitamin B1 (Thiamin) maßgeblich an der Energiegewinnung und der Reizweiterleitung im Nervensystem beteiligt ist, führt ein Mangel zu Muskelschwäche, Krämpfen sowie Lähmungserscheinungen. Ein schwerer, dauerhafter Mangel kann sogar in einer Herzinsuffizienz und dem Tod münden. Glücklicherweise kommt Thiamin in vielen alltäglichen Lebensmitteln wie Vollkorngetreide, Kartoffeln, Nüssen und Schweinefleisch vor, weswegen ein Mangel in Deutschland bei Gesunden nur in Ausnahmefällen auftritt. Bei chronischem Alkoholmissbrauch ist der B1-Mangel jedoch keine Seltenheit, aber auch infolge von Krankheiten, die die Aufnahme oder Verstoffwechselung von Thiamin beeinträchtigen, kann er vorkommen. Hierzu gehören Infektionen sowie Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder der Leber.

3. Blutarmut

Zusammen mit B12 und Folsäure ist Vitamin B6 (Pyridoxin) unter anderem an der Blutbildung beteiligt, weswegen ein Mangel zur sogenannten Anämie oder Blutarmut führen kann. Wie beim Eisenmangel treten in der Folge Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel auf. Allerdings kommt eine Unterversorgung mit B6 deutlich seltener vor. Betroffen sind insbesondere Menschen, die unter jahrelanger Alkoholabhängigkeit oder chronischen Verdauungsstörungen leiden. Das Pyridoxin ist sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Lebensmitteln enthalten, darunter Fisch, Fleisch, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Karotten sowie Nüssen. 

Quellen: dge.de, pharmazeutische-zeitung.de

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