4. Oktober 2021
Sekundäre Pflanzenstoffe senken Risiko für Krankheiten

Sekundäre Pflanzenstoffe senken Ihr Risiko für diese Krankheiten

Sie stehen zu Unrecht im Schatten der bekannteren Vitamine und Mineralstoffe: die sekundären Pflanzenstoffe. Wir verraten Ihnen, welche gesundheitlichen Vorteile sie bieten und vor welchen Krankheiten die sekundären Pflanzenstoffe schützen sollen.

Während die Forschung bereits seit vielen Jahrzehnten über die Wirkung einzelner Vitamine und Mineralstoffe im menschlichen Körper Bescheid weiß, haben Untersuchungen zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen erst in den letzten zehn Jahren richtig an Fahrt aufgenommen. Der einfache Grund: Sie sind nicht essentiell – also nicht überlebenswichtig für uns. Unwichtig sind sie deswegen jedoch keineswegs, da viele der Pflanzenstoffe sowohl unsere Gesundheit verbessern als auch Krankheiten vorbeugen können.

Sekundäre Pflanzenstoffe senken Ihr Risiko für diese Krankheiten

Zwar steckt die Forschung zu sekundären Pflanzenstoffen im Vergleich mit jener zu Vitaminen und Mineralstoffen noch in den Kinderschuhen – Expert:innen zufolge wurden noch längst nicht alle Pflanzenstoffe entdeckt. Allerdings wurden bereits jetzt zahlreiche gesundheitsförderliche Effekte einiger sekundärer Pflanzenstoffe identifiziert. So wirken etwa Flavonoide, Phenolsäuren oder Saponine nach neuesten Erkenntnissen und laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) unter anderem antioxidativ, antimikrobiell, antithrombotisch, chol­es­ter­insen­kend, blutzuckersenkend, antikanzerogen und im­mun­mo­dul­ier­end

Aufgrund dieser gesundheitsförderlichen und protektiven Eigenschaften geht das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) davon aus, dass sekundäre Pflanzenstoffe eine präventive und Risiko-senkende Wirkung gegenüber den folgenden Krankheiten besitzen:

In diesen Lebensmitteln stecken besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe

Zwar enthalten einige Lebensmittel, z.B. Beerenobst oder Soja, besonders wertvolle Pflanzenstoffe wie anti-entzündliche Flavonoide oder cholesterinsenkende Phytosterine. Für den Alltag ist jedoch die Faustformel hilfreicher, dass tendenziell jene Obst- und Gemüsesorten mit besonders kräftigen Farben viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, da diese den Früchten auch ihre Farbe verleihen.

Bedienen Sie sich daher am besten an der gesamten Farbpalette, um den größtmöglichen Nutzen aus Ihrer Ernährung zu ziehen. Außerdem lohnt sich in dieser Hinsicht der Aufpreis für Bio-Produkte, da diese laut einer Forschergruppe durchschnittlich zwischen 20 und 60 Prozent mehr sekundäre Pflanzenstoffe als Produkte aus konventionellem Anbau enthalten. Die Wissenschaftler vermuten, dass der höhere Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen darauf zurückzuführen ist, dass sich Bio-Pflanzen im Vergleich zu konventionell angebauten Pflanzen eigenständig gegen Fressfeinde schützen müssen und daher mehr sekundäre Pflanzenstoffe produzieren, um dies zu bewerkstelligen.

Abgesehen von Obst und Gemüse enthalten außerdem Getränke wie schwarzer Kaffee (Phenolsäuren) sowie grüner Tee und Schwarztee (Flavonoide) größere Mengen gesundheitsförderlicher sekundärer Pflanzenstoffe.

Quellen: dge.de, bzfe.de, verbraucherzentrale.de

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