17. März 2018
Mineralstoffe: Brennstoff für das Leben

Brennstoff für das Leben

Tausende von Aufgaben und Funktionen werden täglich vom menschlichen Organismus ausgeführt. Damit alle Organe, das Gehirn und der Bewegungsapparat vernünftig arbeiten können, sind Vitamine, Mineralstoffe, Fette, Wasser und Kohlenhydrate notwendig. Im besten Falle ernährt ihr euch abwechslungsreich, sodass der Körper mit allen Vitalstoffen versorgt ist. Wir klären an dieser Stelle die Bedeutung und Funktion der Mineralstoffe.

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Mineralstoffe sind das Salz in der Suppe!

Manch einem wird die Bedeutung einer gesunden Ernährung erst richtig bewusst, wenn deutlich wird, an welchen Prozessen Nährstoffe beteiligt sind. Mineralstoffe können nicht vom Organismus selbst hergestellt werden, daher müssen sie über die tägliche Ernährung aufgenommen werden. Das ist im Grunde nicht schwer, denn sie finden sich in pflanzlichen wie tierischen Lebensmitteln. Die Funktionalität der Mineralstoffe ist hochkomplex und greift in alle Prozesse des Körpers ein.

Wichtig für alle, die auf ihre Figur achten: Mineralstoffe oder Spurenelemente sind keine Energieträger und schlagen sich somit nicht negativ auf dem Kalorienkonto nieder. Im Gegenteil, insbesondere bei Diäten können sie Stoffwechselprozesse und damit auch die Abnahme unterstützen. Mineralstoffe sind am Knochenaufbau beteiligt, sind beispielsweise auch Bestandteil der Zähne und unterstützen die Funktionalität des Herzens. Andere wiederum sind am Wasserhaushalt beteiligt oder an der Regulierung des Säure-Basen-Haushalts. An der Bildung des Hämoglobin ist Eisen beteiligt, ferner wird es für die im Körper befindlichen Enzyme benötigt. Die Schilddrüse wiederum benötigt neben den Hormonen auch Jod, sie wiederum ist an der Insulinausschüttung beteiligt. Anhand dieser Beispiele wird deutlich, dass Mineralstoffe lebensnotwendig für den Körper sind.

Unterteilt werden Mineralstoffe in zwei Gruppen. Stoffe, die in einer höheren Konzentration von mehr als 50 mg pro Körpergewicht vorkommen, sind Mengen- oder Makroelemente. Ihnen gegenüber stehen Spurenelemente, oft auch als Mikroelemente bezeichnet, die unter dieser Zahl liegen.

So könnt ihr den Tagesbedarf an Mineralstoffen decken

Magnesium ist in sehr vielen Lebensmitteln enthalten. Hier sind es vor allem Beerenfrüchte, Orangen, Bananen, grüne Gemüsesorten, Milch und Milchprodukte sowie Vollkorngetreideprodukte, die gute Lieferanten für den Mineralstoff sind. Magnesium ist am Knochenaufbau und Energiestoffwechsel beteiligt. Es greift in die Regulierung der Enzyme, der Nerven- und Muskelfunktionen ein.

Eisen lässt sich in Eigelb, Haferflocken, Hirse, Fleisch und Vollkorngetreideprodukten finden. Wichtig ist es vor allem für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Blut.

Jod ist für die Bildung der Schilddrüsenhormone verantwortlich. Es findet sich in Meeresfrüchten, in Seefisch und vor allem auch in Lebensmitteln, die mit Jodsalz angereichert sind. Hier solltet ihr darauf achten, dass ihr nicht zu viel Jod zu euch nehmt. Denn dauerhaft kann eine Überdosierung schädlich sein.

Fluor ist jeder Mutter bekannt, denn Babys werden für die Zahnbildung zusätzlich mit dem Mineral versorgt. Auf natürliche Weise ist Fluor in Walnüssen, Fisch, Getreide, Mineralwasser und schwarzem Tee enthalten. Auch bei Erwachsenen ist Fluor wichtig zur Widerstandsfähigkeit der Zähne und zur Erhaltung des Zahnschmelzes. Ob jedoch Karies als sicheres Indiz für einen Fluoridmangel gewertet werden kann, ist umstritten. Fluor wird nicht als essentielles Spurenelement eingestuft, und daher ist auch ein Mangel nicht wirklich möglich. Eine Überdosierung ist jedoch möglich, also wendet euch bei Fragen gerne an einen Arzt und informiert euch über die richtige Dosis.

Selen schützt die körpereigenen Zellen und findet sich in Fleisch, Fisch, Getreide, Nüssen und Hülsenfrüchten. Wenn es um die Abwehrkräfte des Immunsystems geht, sind nicht nur Vitamine daran beteiligt. Hier muss vor allem auch Zink genannt werden, das einen entscheidenden Teil zur Wundheilung beiträgt. Zink nehmt Ihr mit Schalentieren, Fleisch und Käse zu Euch.

Calcium ist in grünem Gemüse, in Milch, Käse und Joghurt enthalten. Calcium ist am Aufbau der Knochen und Zähne beteiligt und hat große Bedeutung für das Nervensystem und die Blutgerinnung und gehört zu einem der wichtigsten Minerale. Interessanterweise enthält der menschliche Körper ca. ein Kilogramm dieses Mineralstoffes. Gespeichert wird Calcium zum großen Teil in den Knochen und wird von hier auch nach Bedarf abgerufen. Ein Mangel an Calcium kann übrigens auch ein Grund für Bluthochdruck und damit verbundene Herzerkrankungen sein.

Phosphor wiederum ist in Fisch, Fleisch, Wurst und ebenfalls in Milch und Käse enthalten. Phosphor wird für den gesamten Stoffwechsel benötigt und spielt ebenso eine Rolle beim Knochenaufbau. Natrium ist allgemein als Kochsalz bekannt und sollte nur in geringer Menge verwendet werden. Kalium ist in Gemüsesorten, Trockenobst, Hülsenfrüchten und Kartoffeln enthalten. Pro Tag werden zwei Gramm Kalium empfohlen. Mit ca. 0,4 g Kalium pro 100 g sind Datteln, Bananen, Kartoffeln und Spinat gute Kaliumlieferanten. Es spielt eine wesentliche Rolle bei der Übertragung der Nerven sowie Muskelreizen und ist am Wasserhaushalt beteiligt. Insbesondere Vegetarier oder Veganer sollten auf ausreichend Kalium in ihrer Ernährung achten, da Kalium an der Herzfunktion beteiligt ist.

Wie nehme ich die verschiedenen Mineralstoffe ein?

Im Idealfalle natürlich über eine ausgewogene Ernährung. Mineralstoffe kommen u.a. in Obst und Gemüse, in Nüssen und Fleisch, in Fisch und Hülsenfrüchten vor. Alternativ sind Schüssler Salze empfehlenswert. Sie können in bestimmten Lebensphasen, wie einer Schwangerschaft oder bei beginnender Menopause eingenommen werden und die Nährstoffversorgung unterstützen. Gerade die Schwangerschaft und Stillzeit verlangt einen hohen Konsum an Mineralstoffen, die durch Schüssler Salze ausgeglichen werden können. Die zusätzliche Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen solltet ihr immer nur zeitweise durchführen und in jedem Falle mit eurem Arzt absprechen. Vorrang hat immer die ausgewogene Ernährung. Mit einem Ernährungsplan, der über die Woche verteilt Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch enthält, deckt ihr den notwendigen Tagesbedarf.

Wie viele Mineralstoffe gibt es?

Die Mengenelemente, von denen wir pro Kilogramm mehr als 50 Milligramm pro Tag benötigen, sind:

  • Kalium
  • Calcium
  • Chlor
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Natrium
  • Schwefel
  • Sulfat
  • Fluorid
  • Hydrogencarbonat
  • Nitrat

Die Liste der Spurenelemente, die in weitaus geringerer Konzentration benötigt werden:

  • Arsen
  • Chrom
  • Cobalt
  • Eisen
  • Fluor
  • Jod
  • Kupfer
  • Mangan
  • Molybdän
  • Selen
  • Silicium
  • Vanadium
  • Zinn
  • Zink
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