10. März 2021
Kaliummangel behandeln: Das sind die Symptome

Kaliummangel behandeln: Das sind die Symptome

Kalium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff für unsere Zellen, Nerven und Muskeln. Welche körperlichen Anzeichen auf einen Mangel hinweisen, welche Ursachen dahinter stecken und wie Sie ihn behandeln, lesen Sie hier.

Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff und ein Elektrolyt, das unsere Zellen, Nerven und Muskeln im Körper benötigen, um zu funktionieren. Als positiv geladenes Ion regelt Kalium den Flüssigkeitshaushalt der Zellen, erledigt zahlreiche Stoffwechselaufgaben und reguliert den Säuregrad im Körper sowie den Blutdruck. Ein normaler Kaliumwert bei einem Erwachsenen liegt zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l. Bei einem Wert unter 3,5 handelt es sich um einen Kaliummangel, der als häufigste Form der Elektrolytstörung zählt.

Kaliummangel: Das sind die körperlichen Anzeichen

  • Muskelschwäche sowie -störungen wie Zittern, Krämpfe oder Lähmungen
  • Gefühlsstörungen
  • Blähungen und Verstopfungen
  • in schlimmen Fällen auch Herzrhythmusstörungen

Die Ursachen von Kaliummangel

Kalium wird über die Nahrung aufgenommen. Aus diesem Grund entsteht ein Mangel durch den Verlust oder einer verminderten Zufuhr des Minerals. Dies wird begünstigt durch folgende Ursachen:

  • regelmäßige Einnahme von Abführmitteln und Entwässerungstabletten
  • Essstörungen wie Anorexie (Magersucht) oder Bulimie
  • Mangelernährung durch einseitige Ernährung
  • zu geringe Flüssigkeitsaufnahme (betroffen sind häufig ältere Menschen)
  • Erbrechen und Durchfall
  • starke körperliche Belastung
  • Herzerkrankungen oder Krankheiten wie Leukämie, Morbus Crohn und unbehandelten Diabetes
  • Nierenstörungen
  • extreme Salzaufnahme
  • Alkoholmissbrauch

Behandlung eines Kaliummangels

Je nach Schwere und Ursache des Mangels hilft eine Ernährungsumstellung oder eine Kaliumzufuhr in Form von Tabletten oder Infusionen. Wichtig: Kaliumpräparate dürfen nur unter ärztlicher Behandlung eingenommen werden, ansonsten kann eine Überdosierung (Hyperkaliämie) riskiert werden. Der Körper kann einen Überschuss nicht durch eine erhöhte Ausscheidung regulieren. Ein Kaliumüberschuss macht sich durch körperliche Anzeichen wie Müdigkeit, Verwirrtheit, Durchfall, Muskellähmungen und Sprechstörungen bemerkbar. Bei Nierenfunktionsstörungen oder Tumorerkrankungen ist der Kaliumwert meist zu hoch.

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Richtige Ernährung bei einem Kaliummangel

Um einem Mangel vorzubeugen, hilft eine ausgewogene, kaliumreiche Ernährung. Der Tagesbedarf beträgt bei Erwachsenen 2.000 mg. In diesen Nahrungsmitteln finden Sie besonders viel Kalium:

  • Obst, besonders Bananen und Aprikosen
  • Gemüse wie Karotten, Kohlrabi oder Himbeeren
  • Vollkornbrot
  • Nüsse
  • Gemüse wie Karotten, Kohlrabi oder Kürbis
  • Fleisch

Video: 5 Fakten über Kalium – darum ist der Mineralstoff so wichtig

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