13. September 2021
Ballaststoffe: 3 Symptome bei Ballaststoffmangel

Diese 3 Symptome können bei Ballaststoffmangel auftreten

Die meisten Mangelerscheinungen treten auf, wenn unserem Körper Energie, Vitamine oder Mineralstoffe fehlen. Einen Ballaststoffmangel hingegen haben die wenigsten auf dem Schirm. Das kann passieren, wenn Sie zu wenige Ballaststoffe essen.

Ihr Name ist irreführend: Denn Ballaststoffe sind mitnichten Ballast für unseren Körper, sondern pflegen unseren Darm, unsere Darmbakterien und sind wichtig für unsere Verdauung und sogar unser Immunsystem. Leider merken wir oft erst, dass wir zu wenige von den Faserstoffen zu uns nehmen, wenn unangenehme Symptome auftreten. Da über zwei Drittel der Menschen in Deutschland die empfohlene Tagesdosis nicht erreichen, ruft die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) seit Jahren dazu auf, mehr Ballaststoffe in unsere Ernährung einzubauen.

Diese 3 Symptome können bei Ballaststoffmangel auftreten

1. Verstopfungen

Es gibt lösliche sowie unlösliche Ballaststoffe. Vor allem die unlöslichen Ballaststoffe, welche in Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten vorkommen, regen unsere Verdauung an. Sie quellen nämlich im Magen-Darm-Trakt auf und geben unseren Darmwänden das Signal, Masse in Richtung Ausgang zu bewegen. Dadurch verkürzt sich die sogenannte Darmtransitzeit und der Nahrungsbrei verweilt nicht so lange in Dünn- und Dickdarm. Fehlen die unlöslichen Ballaststoffe, weil wir zu Weißbrot statt Vollkornbrot oder poliertem Reis statt braunem Reis greifen, erlahmt unsere Verdauung und wir müssen beim Stuhlgang stärker drücken oder leiden gar unter Verstopfungen.

Tipp: Damit die Ballaststoffe aufquellen und ihre Funktion erfüllen können, sollten Sie stets genügend trinken. Eine hohe Ballaststoffzufuhr bei Flüssigkeitsmangel kann die Verdauungsbeschwerden nämlich verschlimmern.

2. Übergewicht

Ballaststoffe reduzieren gleich auf zweierlei Weise Ihr Risiko für Übergewicht. Einerseits sorgen sie für ein stärkeres und lang anhaltendes Sättigungsgefühl, wodurch Sie weniger Hunger und Heißhunger verspüren. Andererseits senken lösliche Ballaststoffe, die vor allem in Obst und Gemüse vorkommen, Ihr Risiko für Fettstoffwechselstörungen. Bei einem Mangel kann es daher sein, dass Sie an Gewicht zulegen, Opfer von Heißhungerattacken werden und Ihr Stoffwechsel sich verlangsamt. Darüber hinaus sind Ballaststoffe äußerst kalorienarm, da sie nicht – wie andere Kohlenhydrate – 4 Kalorien pro Gramm enthalten, sondern nur 2 Kalorien.

3. Darmentzündungen

Die guten Darmbakterien verstoffwechseln Ballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren wie der Buttersäure. Diese sind essentiell für den Schutz und die Ernährung unserer Darmschleimhaut. Ein Mangel an Ballaststoffen und damit an kurzkettigen Fettsäuren kann dazu führen, dass sich die Darmschleimhaut entzündet. Eine solche Entzündung kann im schlimmsten Falle chronisch werden und wirkt sich besonders negativ auf unser Immunsystem und unsere Verdauung aus.

Tipp: In diesen Lebensmitteln stecken besonders viele Ballaststoffe >>

Quellen: dge.de, mikrooek.de

Lade weitere Inhalte ...