10. Februar 2021
Typische Fehler, die fast jeder Veganer macht

Drei typische Fehler, die fast jeder Veganer macht

Einfach Fleisch, Milch und Eier weglassen, schon isst man vegan. Damit Sie jedoch keinen Nährstoffmangel erleiden, sollten Sie diese typischen Fehler vermeiden, die fast jeder Veganer macht!

Es gibt viele Gründe, auf tierische Produkte zu verzichten: Das Tierwohl, die Umwelt und auch die eigene Gesundheit. Wer jedoch unvorbereitet und naiv an die Ernährungsumstellung herangeht, begeht oft typische Fehler, die möglicherweise zu Frustration und Nährstoffmängeln führen. Vermeiden Sie diese drei typischen Fehler.

Drei typische Fehler, die fast jeder Veganer macht

1. Uninformiert zum Veganer werden

Wer seinen Konsum tierischer Produkte einschränkt oder ganz auf null setzt, tut sehr viel für die Umwelt, das Tierwohl und seine eigene Gesundheit. Wer jedoch über Nacht zum Veganer wird, geht häufig zu uninformiert an die Sache ran. Alle essentiellen Nährstoffe außer Vitamin B12 können zwar in vollem Umfang über eine rein pflanzliche Ernährung abgedeckt werden. Allerdings gilt es dabei, ein paar wichtige Dinge zu beachten.

Auch eine vegane Ernährung muss abwechslungsreich sein, um gesund zu sein. Daher sollten Sie sich mit einer breiten Palette aus den fünf wichtigsten Kategorien ernähren: Vollkorngetreide, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Nüsse bzw. Samen. Brokkoli ist zwar äußerst gesund und vitaminreich, aber wer sich nur von grünem Gemüse ernährt, wird früher oder später einen Nährstoffmangel erfahren. Insbesondere für den Proteinbedarf ist die Kombination verschiedener pflanzlicher Quellen essentiell.

Damit Sie vorbereitet und informiert zum Veganer werden können, helfen wir Ihnen mit Ihrer Ernährungsumstellung:

Beschäftigen Sie sich vorab intensiv mit dem Thema: Lesen Sie Bücher (z.B. Vegan Low Budget: Großer Geschmack zum kleinen Preis für etwa 20 Euro oder Vegan & Easy: 70 genial einfache und leckere Rezepte für etwa 20 Euro) sowie Artikel über vegane Ernährung, und planen Sie die Rezepte Ihrer ersten Woche vor.

2. Nährstoffmängel ignorieren

Eine pflanzenbetonte Ernährung ist eine der besten Möglichkeiten, seine Gesundheit zu fördern und seinen Bauchumfang zu reduzieren. Jedoch gibt es nicht wenige Nährstoffe, die bei einer schlecht geplanten veganen Ernährung fehlen können. Vitamin B12 ist bereits in manchen Pflanzendrinks enthalten, jedoch noch nicht flächendeckend etabliert, da Bio-Getränken keine Nährstoffe zugesetzt werden dürfen.

Daher sollten die allermeisten Veganer Ihren Vitamin B12-Bedarf über ein Supplement abdecken. Dies kann entweder über ein einzelnes Präparat oder ein Multi-Nährstoffpräparat erfolgen. Wenn Sie bereits seit Jahren vegan leben, ohne B12 einzunehmen, sollten Sie umgehend Ihren Hausarzt konsultieren und einen Bluttest machen lassen. Es kann mehrere Jahre dauern bis die Vitamin B12-Speicher leer sind, jedoch treten dann häufig Mangelsymptome wie Blutarmut und zum Teil irreversible Schäden auf.

Auch wenn Sie als Veganer vielleicht möglichst "natürlich" leben möchten, ist der "künstliche" Zusatz von B12 über Pflanzenmilch oder Nahrungsergänzungsmittel dennoch notwendig, damit Sie ein gesundes Leben führen können.

Auch interessant: 7 Lebensmittel, die jeder Veganer täglich essen sollte >>

3. Sich nur von Rohkost ernähren

Es gibt unter vegan lebenden Menschen manche, die sich ausschließlich von Rohkost – also ungekochtem Gemüse und Obst – ernähren möchten, um so "natürlich" wie möglich zu leben. Auf diese Weise enthalten Rohköstler jedoch ihren Körpern einige wertvolle Nährstoffe.

Während die wasserlöslichen Vitamine meist hitzelabil sind und zum Teil beim Kochen verloren gehen, werden andere Nährstoffe erst erreichbar, wenn die Zellstruktur des Gemüses durch Kochen oder Braten aufgebrochen wird. Hierzu zählen zum Beispiel Tomaten, deren antioxidatives Lypocin erst beim Garen für unseren Verdauungstrakt verfügbar gemacht wird. Abwechslung ist auch hier daher der Schlüssel zum Erfolg. Unter den empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag sollte mindestens eine Portion gegartes Gemüse sein.

Weitere Informationen: Diese 3 Gemüsesorten sind gekocht gesünder als roh >>

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