Fermentierte Lebensmittel Kombucha-Rezept – Tee einfach selber machen

Schon seit Tausenden Jahren gibt es im asiatischen Raum den Kombucha-Tee, dem eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird. Seit einiger Zeit gibt es den Kombucha-Trend auch bei uns. Wir erklären, was ihn so gesund macht und wie Sie Kombucha selber herstellen.

Kombucha_selber_machen

Kombucha – so gesund ist der Tee

Kombucha wird durch Fermentierung aus Wasser, Tee, Zucker, einer Starterflüssigkeit und einem Teepilz, auch Scoby genannt, hergestellt. Durch diesen Fermerntationsprozess gärt die Flüssigkeit und es bilden sich neben einem geringen Anteil Alkohol auch Koffein und Milchsäurebakterien, die sich positiv auf den Darm, die Verdauung und das Immunsystem auswirken. Des Weiteren beinhaltet Kombucha-Tee Essigsäure, welche eine antibakterielle Wirkung besitzen. Dies gilt auch für die Polyphenole, welche in grünem und schwarzen Tee stecken. 
Allerdings enthält Kombucha auch einen geringen Anteil an Alkohol, welcher zwischen 0,1 bis 2 Prozent variiert. Je nach getrunkener Menge kann sich das negativ, z. B. beim Autofahren, auswirken. Ebenso steckt in Kombucha oftmals viel Zucker, sodass es sich nicht um ein kalorienarmes Getränk handelt. In Kombucha-Getränken aus dem Supermarkt ist das besonders oft der Fall. Zusätzlich enthält dieser Tee häufig nur wenige Milchsäurebakterien. Bei selbstgemachtem Kombucha ist das nicht der Fall. 
 

Kombucha-Tee selber machen – das Rezept

Zutaten

Zubereitung

  1. 300 ml gefiltertes Leitungswasser oder Mineralwasser ohne Kohlensäure zum Kochen bringen. Den Tee für 8 - 10 Minuten ziehen lassen. Teebeutel oder Teesieb anschließend entfernen.
     
  2. Nun den Rohrzucker in das heiße Wasser geben und solange rühren, bis sich alle Kristalle aufgelöst haben.
     
  3. In ein ausgekochtes Fermentationsgefäß 1 Liter Wasser und den süßen Tee gießen und mischen. 
     
  4. Den Kombucha-Pilz mit der Starterflüssigkeit in den abgekühlten Tee geben. Manchmal schwimmt der Pilz oben, manchmal sinkt er ab. Er kann aber auch unangenehm riechen. All das ist aber kein Grund zur Sorge.
     
  5. Nun die Öffnung des Gefäßes mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Kombucha an einem warmen und dunklen Ort, ca. 19°C, lagern.  
     
  6. Nach ca. 5 Tagen prüfen Sie, ob Ihnen der Kombucha sauer genug ist. Wenn nicht, können Sie ihn noch ein paar Tage ziehen lassen.
     
  7. Hat der Kombucha-Tee die gewünschte Säure, füllen Sie ca. 80 Prozent des Tees in Flaschen ab, verschließen diese luftdicht und lagern sie kühl. Den restlichen Kombucha-Tee können Sie als Starterflüssigkeit für die nächste Fermentation nutzen. 

 

Kombucha-Pilz aufbewahren – das Scoby Hotel

Den Pilz können Sie in ein Glas geben und mit Starterflüssigkeit bedecken. Bei einem pH-Wert von 2,5 - 3,5 hält er sich mit ein wenig Pflege sogar mehrere Monate oder Jahre und ist immun gegen fremde Keime. Diese zwei Möglichkeiten gibt es:
  • Bewahren Sie den Pilz in einem Glas auf, welches mit Küchenrolle oder Geschirrhandtuch und einem Gummiband abgedeckt ist. Dabei wächst der Pilz jedoch weiter, ist aber bei der nächsten Verwendung schnell wieder aktiv.
     
  • Bei der zweiten Methode verschließen Sie das Glas fest und lagern es kühl. Allerdings ist der Pilz so anfälliger für Schimmel. Hier braucht der Pilz auch länger, um wieder aktiv zu werden. 
  1. Hefen entfernen
    Wenn sich im Glas zu viele dunkle Fäden bilden, sollten diese entfernt werden. Dafür den Scoby aus dem Glas nehmen und unter warmen Wasser waschen. Glas säubern und die Hälfte der Starterflüssigkeit durch einen Kaffeefilter filtern und wieder ins Glas füllen. Den Pilz nun wieder dazugeben. Anschließend den Scoby mit frisch gezuckertem Tee auffüllen.
     
  2. Scobys schneiden
    Je dicker die Pilze werden, desto weniger Sauerstoff kommt ins Glas. Unter Luftabschluss können sich Gase bilden. Damit das nicht passiert und die Luft besser zirkulieren kann, schneiden Sie die Scobys mit einer in Essig gesäuberten Schere durch und die ausgefransten Enden ab.
     
  3. Scoby wechseln
    Wenn Sie Kombucha-Tee regelmäßig zubereiten, sollten Sie für jede neue Fermentation einen anderen Scoby nehmen bzw. die Pilze regelmäßig tauschen. Somit haben alle Pilze ihre Ruhephase, was sich positiv auf die Kulturen auswirkt.
Datum: 01.09.2020
Autorin: Christina Liersch