Gesunder Pflanzendrink Hafermilch ganz einfach selber machen

Haferflocken sind gesund, haben eine gute Ökobilanz und sind vielseitig einsetzbar – ob als Müsli, Porridge, zum Backen oder eben als Hafermilch. Wir verraten, wie Sie für wenige Cent Hafermilch ganz einfach selber machen.

Hafermilch

Hafer ist super gesund und beinhaltet viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Seine komplexen Kohlenhydrate lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen und die Ballaststoffe sättigen langanhaltend. Letztere sorgen auch für einen gesunden Magen-Darm-Trakt und eine reibungslose Verdauung. In einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung darf Hafer daher nicht fehlen. 

Hafermilch als leckere Alternative

Der Pflanzendrink aus Hafer ist der Hit, wenn es um tierfreie Produkte geht, die auch noch gut für die Umwelt sind. Anders als z. B. Mandeln für den Mandeldrink, die oft in den USA angebaut werden, wächst Hafer regional, sodass z. B. kurze Transportwege den CO2-Ausstoß gering halten. Zudem ist Hafer günstig. Ein Päckchen mit 500 g gibt es von den Supermarkt-Eigenmarken oft schon für nur 40 bis 50 Cent. Als pflanzliche Alternative zu Kuhmilch schmeckt Hafermilch lecker nach Getreide und kann mit nur wenigen Zutaten ganz einfach selbst hergestellt werden. Teure Haferdrinks aus dem Supermarkt werden damit überflüssig.
 

Einfaches Rezept für Hafermilch 

Zutaten für 1 Liter Hafermilch

  • 100 g zarte Haferflocken
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Prise Salz
Zubereitung
  1. Geben Sie einen Liter Wasser in einen Topf. Wenn das Wasser kocht, geben Sie das Salz und die Haferflocken dazu. Drehen Sie den Herd auf ganz kleine Stufe und lassen Sie die Haferflocken ca. 15 Minuten köcheln. 
  2. Anschließend nehmen Sie den Topf vom Herd. Pürieren Sie die Masse mit einem Pürierstab.
  3. Gießen Sie nun die pürierte Masse durch ein engmaschiges Sieb oder ein Baumwolltuch in eine große Schüssel. Drücken Sie die Masse kräftig aus, um Restflüssigkeit herauszupressen. Die übriggebliebene Masse können Sie als Porridge essen.
  4. Die fertige Hafermilch gießen Sie in eine wiederverschließbare, saubere Flasche. Lassen Sie die Hafermilch abkühlen und lagern Sie sie bis zu drei Tage im Kühlschrank.
Die fertige Hafermilch hat eine andere Textur und Farbe als man es aus dem Supermarkt gewohnt ist. Sie ist etwas dickflüssiger und hat eine kräftigere Farbe. Wenn Sie den Drink dünnflüssiger mögen, nehmen Sie bei der Zubereitung einfach etwas mehr Wasser. Mögen Sie es zudem süßer, sind Honig, Agavendicksaft oder brauner Zucker tolle Süßungsmittel. 
 

Hafermilch, Haferdrink und Co. – Was ist der Unterschied?

Eine Zeit lang wurden Milchalternativen als Milch bezeichnet, jedoch gab es 2017 einen Beschluss des Europäischen Gerichtshofes, dass nur Produkte, die aus Milch bestehen, die aus einem Euter kommt, mit "Milch" gekennzeichnet werden dürfen. Das gilt auch für Produkte wie Rahm, Sahne, Butter, Käse und Joghurt. Die Bezeichnung "Milch" auf pflanzlichen Produkten würde zu einer Verwechslungsgefahr für den Verbraucher führen. Hintergrund des Beschlusses war die Klage gegen das Unternehmen Tofutown aus Wiesbaum in der Eiffel im Auftrag von Wettbewerbern. Tofutown stellte rein pflanzliche und vegetarische Produkte her und vertrieb sie unter Namen wie "Veggie Cheese" oder "Cream". Das Unternehmen argumentierte, dass der Verbraucher wisse, dass er eine pflanzliche Alternative zu einem Tierprodukt kauft, wenn "veggie", vegetarisch, vegan oder pflanzlich auf der Verpackung stünde. Die Richter waren hingegen nicht überzeugt und entschieden für die klaren EU-Regelungen, sodass Hafermilch seitdem nur noch Haferdrink heißt. Das gilt auch für Drinks aus Dinkel, Reis oder Mandeln. Einzig Kokosmilch darf den Namen "Milch" weiterhin tragen. Im alltäglichen Sprachgebrauch hat sich jedoch Hafermilch durchgesetzt.
 
Datum: 12.08.2020

Autor: Christina Liersch

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