Öko-Test 2022: Fast alle Buttermarken fallen durch – nur 3 konnten bestehen

Öko-Test 2022: Fast alle Buttermarken fallen durch – nur 3 konnten bestehen

Alles in Butter? Leider nein! Öko-Test hat umfangreich verschiedene Butter auf Inhaltsstoffe und Tierwohl geprüft. Nur drei konnten bestehen. 

Ob fürs Brot, zum Kochen oder Backen – in fast jedem Kühlschrank ist Butter zu finden. Dass das tierische Streichfett aufgrund seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren alles andere als gesund ist, ist vielen Menschen bewusst. Laut den Orientierungswerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Erwachsene täglich nicht mehr als 30 Gramm Butter zu sich nehmen. Hinzu kommt, dass durch die steigenden Lebensmittelkosten die Butter in diesem Jahr deutlich teurer geworden ist. Für ein Stück (250 Gramm) bezahlen wir zwischen 2 und 3 Euro.

Öko-Test: Fast jede Butter fiel durch

Öko-Test hat umfangreich verschiedene Buttermarken unter die Lupe genommen. Vorrangig wurden mild gesäuerte Varianten getestet, aber auch Süß- und Sauerrahmbutter wurden untersucht, sieben der Produkte waren Bio-Butter. Im Labor wurden die Produkte auf ihre generellen Qualitätsanforderungen untersucht, erfasst wurde unter anderem die Wasserverteilung, der pH-Wert und die Härte/Streichfähigkeit. Ebenso wurden die Produkte auf Geruch, Geschmack und Aussehen geprüft. Auch das Tierwohl der Kühe spielte im Test eine wichtige Rolle. Demnach ließ Öko-Test die Betriebe Fragebögen zur Haltung ausfüllen.

Das niederschmetternde Ergebnis: Von den 20 getesteten Buttermarken fielen 17 durch. In 19 von 20 Produkten wurden gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) gefunden. Diese Rückstände aus Mineralöl reichern sich im menschlichen Fettgewebe an und können krebserregend sein.

Insgesamt gaben drei Viertel der Anbieter Nachweise rund um das Tierwohl in den Milchbetrieben an. Fünf von 13 Anbietern konventioneller Butter gaben an, dass ein Teil der Kühe für vier Monate oder länger draußen weiden darf. Kühe in Bio-Haltung grasen im Schnitt etwas länger, rund sechs Monate.

Diese 3 Butter haben Öko-Test bestanden

Insgesamt konnten nur drei Produkte den Test bestehen. Keines der Produkte erhielt ein „sehr gut“.

  • Die Fassbutter Naturland Bio-Sauerrahmbutter der Gläsernen Molkerei erhielt als einziges Produkt ein „gut“. Es wurden keine Mineralölbestandteile oder sonstigen bedenklichen Stoffe gefunden. Die Haltung der Tiere bewertete Öko-Test als akzeptabel.
  • Die Bio Almbutter von Andechser Natur schnitt mit einem „befriedigend“ ab. Die Mineralölbestandteile waren erhöht, es wurden Spuren von Trichlormethan gefunden. Die Tierhaltung wurde mit einem „gut“ bewertet.
  • Ebenfalls nicht durchgefallen, aber lediglich nur „ausreichend“ war die Deutsche Markenbutter von K-Classic (online nicht erhältlich, zu finden bei Kaufland). Auch hier waren die Mineralölbestandteile erhöht. Die Inhaltsstoffe bekamen ein „ausreichend“. Und in Sachen Tierwohl? Die Kühe werden im Stall gehalten, es gibt keinen Laufstall.

Sehen Sie dazu im Video: Erschreckende Ergebnisse – Viele Butter-Sorten bei Öko-Test durchgefallen

Gesündere Alternativen zur Butter

Da die Testergebnisse nur wenig überzeugen und Sie Butter in kleinen Mengen zu sich nehmen sollten, ist es sinnvoll, die Augen nach gesünderen Butter-Alternativen offenzuhalten.

Besonders lecker und kalorienärmer sind zum Beispiel

  • Frischkäse
  • Avocado
  • Hummus
  • Senf

Mehr zu dem Thema und weitere Streichfett-Alternativen finden Sie in unserem Artikel "4 leckere und kalorienarme Butter-Alternativen"

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