Käse-Alternative - welche Möglichkeiten gibt es?

Käse-Alternative - welche Möglichkeiten gibt es?

Egal, ob Umwelt, Ethik oder Gesundheit – verschiedene Gründe sprechen für eine vegane Ernährung. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen rein pflanzlich ernähren. Doch wie sieht es mit Käse-Alternativen aus? Wir erklären, welche Möglichkeiten es gibt. 

Ist Käse gesund? Diese Frage beschäftigt viele Menschen. Eindeutig lässt sie sich nicht beantworten. Käse ist, genauso wie andere Milchprodukte, reich an Proteinen, welche unter anderem an der Bildung von Knochen und Muskeln beteiligt sind, uns langanhaltend sättigen und die Fettverbrennung anregen. Aber nicht nur das: Auch reichlich Calcium steckt in vielen Käsesorten, etwa in Emmentaler Käse. Zusätzlich dazu versorgt Käse uns mit B-Vitaminen sowie Mineralstoffen wie Magnesium und Phosphor. Trotzdem sollte das Milcherzeugnis nur in Maßen verzehrt werden – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen daher täglich maximal 50 bis 60 Gramm Käse zu essen, was ein bis zwei Scheiben entspricht. 

Gründe, auf Käse zu verzichten

Immer mehr Menschen ernähren sich rein pflanzlich und verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milchprodukte wie Käse. Dies kann auch aus gesundheitlicher Sicht Sinn ergeben: Käse ist nicht nur reich an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, sondern auch an gesättigten Fettsäuren, die unter anderem den Wert des "schlechten" LDL-Cholesterins und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Abgesehen davon enthalten viele Käsesorten reichlich Salz, welches in großen Mengen Bluthochdruck fördert, der wiederum das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt. Obendrein spricht der hohe Fett- und damit auch Kaloriengehalt gegen einen übermäßigen Verzehr von Käse: In 100 Gramm Gouda stecken beispielsweise mehr als 350 Kalorien.

Abgesehen von den gesundheitlichen Folgen, die der Käseverzehr haben kann, schadet die Massentierhaltung dem Klima und in vielen Betrieben leben die Kühe, aus deren Milch der Käse hergestellt wird, unter schlimmen Bedingungen. 

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Video: Veganer Frischkäse – einfaches und leckeres Rezept 

Käse Alternative - welche Möglichkeiten gibt es?

Pflanzliche Käse-Alternativen

Vegane Käse-Alternativen werden häufig aus fett- und eiweißreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Nüssen, Kernen oder Tofu hergestellt. Der Käsegeschmack kann mithilfe von bestimmten Gewürzen erzeugt werden, dazu gehören etwa Paprika, Zwiebelpulver oder Senf. Hefeflocken sorgen zusätzlich für einen herzhaften Geschmack. Mittlerweile gibt es für fast alle Käsesorten eine vegane Alternative: Beispielsweise für Fetakäse, Cheddar, Gouda, Mozzarella, Blauschimmelkäse oder Camembert. Hier gibt es entweder die Möglichkeit, diese verschiedenen Alternativ-Produkte im Supermarkt zu kaufen oder selber herzustellen.

Veganen Käse selber machen

Veganen Schnittkäse können Sie mit unserem Rezept ganz einfach selber machen. Hierfür benötigen Sie Cashewkerne, Erdnüsse, Hefeflocken, Knoblauch, eingelegte Paprika, eine Zwiebel, eine Sellerieknolle, Wasser, Agar-Agar sowie Salz und Pfeffer. So geht's:

  1. Geben Sie 3 TL Agar-Agar sowie 100 ml Wasser in einen Topf und lassen Sie das Gemisch auf mittlerer Stufe andicken. 
  2. Pürieren Sie 50 g Cashewkerne, 40 g Erdnüsse, zwei EL Hefeflocken, eine halbe Knoblauchzehe, eine eingelegte Paprika, eine Zwiebel, 20 Gramm Sellerieknolle und 250 ml Wasser.
  3. Lassen Sie das Gemisch in einem Topf aufkochen und lassen Sie es bei mittlerer Hitze köcheln, bis es dickflüssig wird. 
  4. Füllen Sie die Masse in ein viereckiges Gefäß und stellen Sie sie für circa sechs Stunden in den Kühlschrank.
  5. Anschließend die feste Käse-Alternative aus der Form stürzen und beispielsweise als Brotaufstrich genießen!

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Hefeschmelz zum Überbacken

Egal, ob mit Kartoffeln oder Nudeln – Aufläufe sind besonders im Herbst und Winter einfache, leckere Gerichte. Und auf einen Auflauf gehört einfach Käse zum Überbacken, oder etwa nicht? Eine wunderbare Käse-Alternative zum Überbacken ist Hefeschmelz, den Sie ganz einfach selber machen können. Sie benötigen lediglich Pflanzenmargarine, Mehl, Wasser, Hefeflocken, Senf, Salz und Pfeffer. 

Zubereitung

  1. Schmelzen Sie 4 EL Pflanzenmargarine in einem Topf. Geben Sie 6 TL Mehl hinzu und verrühren Sie das Ganze. 
  2. Anschließend 250 ml Wasser und 8 EL Hefeflocken zum Gemisch hinzufügen und erneut vermengen. 
  3. Nun einen EL Senf sowie Salz und Pfeffer dazu geben. Kurz erhitzen und fertig ist der Hefeschmelz.

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