22. Dezember 2021
Schilddrüsenüberfunktion: 3 Ernährungstipps

Schilddrüsenüberfunktion: 3 Ernährungstipps

Bei einer Hyperthyreose ist die Schilddrüse deutlich aktiver als sie eigentlich sein sollte und produziert zu viele Hormone. Zusätzlich zu Medikamenten können Betroffene auch mit der Ernährung gegensteuern. Hier sind 3 Ernährungstipps bei Schilddrüsenüberfunktion.

An einer leichten Schilddrüsenüberfunktion (subklinische Hyperthyreose) leiden in Deutschland schätzungsweise bis zu 3 Prozent der Menschen. Bei etwa 0,4 Prozent besteht eine deutliche Schilddrüsenüberfunktion, die sogenannte manifeste Hyperthyreose. Frauen sind hiervon deutlich häufiger betroffen als Männer.

Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist das kleine Organ hyperaktiv und produziert zu viele Hormone. Dadurch kommt es zu einem starken Anstieg von Schilddrüsenhormonen im Blut. Ursächlich hierfür können sowohl die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow als auch eine Entzündung der Schilddrüse sein. Dies ist beispielsweise zu Beginn der Hashimoto-Thyreoiditis der Fall, welche im späteren Verlauf allerdings in einer Schilddrüsenunterfunktion mündet.

Die vermehrte Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen führt zu einer Anregung und Beschleunigung des Stoffwechsels sowie anderer Prozesse im Körper. In der Folge entstehen die für eine Schilddrüsenüberfunktion typischen Anzeichen und Symptome, zu denen etwa starkes Schwitzen, Herzrasen, Unruhe und Nervosität, Zittern, Haarausfall sowie ein ungewollter Gewichtsverlust gehören. Mit den folgenden Ernährungstipps können Sie dem entgegenwirken.

Wichtig: Mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder dem Verdacht auf ebendiese sollten Sie sich stets an den Arzt Ihres Vertrauens wenden, um eine eindeutige Diagnose mit den sich daraus ableitenden ärztlichen Maßnahmen zu erhalten.

Schilddrüsenüberfunktion: 3 Ernährungstipps

Da die Schilddrüse den Mineralstoff Jod benötigt, um die Schilddrüsenhormone Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) zu produzieren, wird Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion dazu geraten, ihren Jodkonsum einzuschränken. Dies können Sie mit den folgenden 3 Tipps bewerkstelligen.

1. Weniger Fisch und Meeresfrüchte

Insbesondere Meeresfische wie Seelachs oder Scholle sind äußerst jodhaltig und sollten daher gemieden werden. Ebenso sollten Sie auf andere Meeresfrüchte und vor allem Algen verzichten, die zum Teil einen enorm hohen Jodgehalt haben.

2. Kein jodiertes Speisesalz verwenden

Während der gesunden Normalbevölkerung in Deutschland dazu geraten wird, Jodsalz zu verwenden, um einem Jodmangel vorzubeugen, ist bei Menschen mit einer bestehenden oder drohenden Schilddrüsenüberfunktion genau das Gegenteil der Fall. Ihnen wird von der Verwendung von jodiertem Speisesalz oder jodhaltigem Meersalz abgeraten.

Video: Die Schilddrüse – wichtige Schaltzentrale im Körper

3. Milchprodukte in Maßen

Weil das Tierfutter der Nutztiere mit Mineralstoffen angerei­chert wird, enthalten jegliche Milchprodukte ebenfalls Jod. Dabei gibt es kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Lebensmitteln. Den höchsten Jodgehalt haben Hartkäse und Milch. Joghurt und Quark hingegen sind etwas jodärmer.

Weitere jodhaltige Lebensmittel finden Sie hier >>

Wichtig: Jod befindet sich auch in bestimmten Medikamenten, z.B. dem Herzmedikament Amiodaron, oder sogenannten Kontrastmitteln, die bei bildgebenden Verfahren wie einer Computertomografie zum Einsatz kommen. Daher sollten Sie stets mit Ihren behandelnden Ärzten abklären, ob es nicht zu Wechselwirkungen zwischen den eingenommenen Medikamenten und Ihren Erkrankungen kommen kann.

Quellen: deutsches-schilddruesenzentrum.de, gesundheitsinformation.de, uni-regensburg.de

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