9. Dezember 2020
Akne und Rosacea: Cremes, Hausmittel und Ernährung

Rosacea und Akne: Ernährung, Cremes und Hausmittel

Bei Hauterkrankungen wie Rosacea und Akne ist viel Geduld gefordert. Die Haut reagiert auf die unterschiedlichsten Einflüsse empfindlich und das seelische Wohlbefinden der Patienten leidet. Wir verraten Ihnen Tipps zu Ernährung, Hausmitteln und Cremes bei Rosacea und Akne.

Ernährung bei Akne und Rosacea
© gpointstudio/iStock
Beschwerden bei Rosacea und Akne mit Ernährung, Cremes und Hausmitteln lindern

Sie treten plötzlich auf: Gesichtsrötungen und Pusteln an Stirn, Nase, Wange und Kinn. Die Gesichtshaut verändert sich, Betroffene sind geplagt von roten Flecken und dicken Pusteln. Diese Hautveränderungen sind symptomatisch für Akne und Rosacea. Sollten Sie diese Symptome auch bei sich entdecken, empfiehlt es sich, einen Dermatologen aufzusuchen. Er kann eine genaue Diagnose stellen, Sie eventuell medikamentös einstellen und weiterführende Hinweise und Tipps zum Umgang mit Hauterkrankungen geben.

Was ist Akne?

Akne ist eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen­follikel, die in Form von Mitessern, Pusteln oder sogar Zysten zum Vorschein kommen kann. Die Hautunreinheiten werden durch Bakterien, vermehrten Talgfluss, männliche Hormone, Verhornungsstörungen in Folli­keln und eine hohe Entzündungsbereitschaft der Haut gefördert.

Ernährung bei Akne

Kaffee und stark koffeinhaltige Getränke, stark gewürzte Lebensmittel, Fertigprodukte mit Glutamat, Milchprodukte, Alkohol, Tabak, Zucker und hoch ausgemahlenes Getreide sind einige Faktoren, die Akne begünstigen. Wichtig ist deshalb, dass Sie auf Ihre Ernährung achten.

Eine schlechte Ernährung kann der ausschlaggebende Grund für Unreinheiten sein. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung sollte in solch einem Fall möglichst angestrebt werden. In Zukunft sollten Sie daher versuchen, auf folgende Dinge verzichten: Zigarren und Zigaretten, weißer Reis, Weißmehl, Alkohol, Eis, Süßigkeiten, Kuchen und sämtliche Back- und Teigwaren sowie zuckerhaltige Softdrinks und gezuckertes Obst aus Konservendosen, da sie den Blutzuckerspiegel erhöhen und Hautunreinheiten dadurch begünstigt werden.

Greifen Sie zu Gemüse und Obst, ausgenommen Trockenfrüchte. Algen, Eier, Nüsse, Mandeln, Salat, grünes Blattgemüse, Karotten, Kürbis, Sprossen, Beeren, Kokosmehl, Vollkornprodukte, Quellwasser und Kräutertee sollten ebenfalls auf Ihrem Speiseplan stehen. Verwenden Sie frische oder getrocknete Kräuter, sowie Gewürzmischungen aus Kräutern und Brennnesselsamen anstatt Kochsalz, und verwenden Sie beim Kochen lieber Kokosöl, Hanföl, Chiasaat und Krillöl statt raffinierte Öle, Sonnenblumenöl und Distelöl. Zu kalten Speisen gerne einen Esslöffel Leinöl hinzugeben.

Milchprodukte bei Akne meiden

Wenn Sie zusätzlich für einige Wochen oder gar Monate auf jegliche Milchprodukte verzichten, können Sie sehen, ob Sie eventuell an einer Laktoseunverträglichkeit leiden. Sollte sich das bestätigen, werden die Hautunreinheiten bei Ihnen durch den Konsum von Milchprodukten begünstigt und ein Heilungsprozess der Akne wird verhindert.

Cremes, Sprays und Hausmittel bei Akne und Aknenarben

Akne kann oft hartnäckig sein und eine Dauertherapie mitsamt Ernährungsumstellung und weiteren Heilmitteln erfordern. Der Besuch beim Dermatologen kann ebenso helfen wie Cremes, Sprays und Hausmittel:

  • Cremes und Sprays: Gegen Akne und Aknenarben können Cremes oder Peelings helfen, z.B. eine Mikrodermabrasion von NeedCrystals, aber auch Sprays, z.B. Kolloidales Silber von Katharos. Klären Sie bestenfalls mit Ihrem Dermatologen ab, welches Mittel er für Ihre Behandlung als sinnvoll erachtet.
  • Salbeiöl: Dieses ätherische Öl wirkt antibakteriell und lindert Entzündungen auf der Haut. Vermischen Sie zehn Tropfen Olivenöl mit einem Tropfen Salbeiöl und tragen Sie die Tinktur mit einem Wattebausch mehrmals täglich sanft auf die betroffenen Hautstellen auf.
  • Dampfbad: Kräuter-Dampfbäder eignen sich nicht nur hervorragend bei Erkältungen, sondern auch bei Hautunreinheiten. Zum Beispiel Kamillenblüten oder zwei bis drei Kamillenteebeutel in eine Schüssel geben und mit aufgekochtem Wasser aufgießen. Kurz ziehen lassen, den Kopf mit einem Handtuch abdecken und über die Schüssel halten. Öffnet die Poren und wirkt entzündungshemmend.
  • Heilerde: Dieses häufig von Akne-Patienten genutzte Hausmittel kann die Haut von Talg und Hautschuppen befreien und die Durchblutung anregen. Allerdings trocknet Heilerde die Haut aus, weswegen empfindliche Hauttypen unmittelbar danach die Haut eincremen sollten. Wird die Haut zu trocken durch die Behandlung, sollten Sie von Heilerde absehen.

Was ist Rosacea?

Die chronisch entzündliche Hautkrankheit Rosacea wird durch ein antimikrobielles Peptid ausgelöst, dass vermehrt im Körper ausgeschüttet wird. Rosacea erkennen Sie an den juckenden oder brennenden Rötungen, an erweiterten Äderchen und an Eiterpickeln und Pusteln, die im späteren Verlauf auftauchen. Im Vergleich zu Akne kommt es bei dieser Hauterkrankung zu keinen Mitessern.

Ernährung bei Rosacea

Lang anhaltender, psychischer Stress und physische Belastungen, aber auch Wärme, Tabak, Industriezucker, Fertigprodukte, tierische Fette, mariniertes Fleisch, heiße Getränke und Speisen (z.B. Kaffee und Suppe) und Alkohol können bei der Entstehung von Rosacea eine bedeutende Rolle spielen. Scharfe Gewürze wie Peperoni, Chili, scharfer Senf, Ingwer, frischer Meerrettich und Curry sollten ebenfalls aus dem Alltag gestrichen werden, denn sie regen die Durchblutung stark an, wodurch es zur Errötung des Gesichts kommen kann.

Gute Alternativen für den würzigen Geschmack bei einem Verzicht auf scharfe Gewürze sind milde rote Zwiebeln, weißer Pfeffer und Kräuter wie Thymian, Petersilie oder Basilikum. Generell sollten Sie darauf achten, dass Sie leichte Gerichte zu sich nehmen. Fisch, Gemüsevariationen, Salate, Geflügel oder auch leckere Pastagerichte stehen ab jetzt unter anderem auf Ihrem Speiseplan. Sie sollten viel Wasser trinken – auch frisches Kokoswasser und ab und an mal eine verdünnte Fruchtschorle eignen sich als Durstlöscher.

Cremes und Hausmittel gegen Rosacea

Aufgrund des chronischen Verlaufs der Rosacea ist eine Dauertherapie mitsamt Ernährungsumstellung sowie weiteren Heilmitteln unumgänglich. Neben regelmäßigen Kontrollen beim Hautarzt kann die Therapie mit Cremes oder Hausmitteln ergänzt werden:

  • Cremes: Wenn die Haut spürbar gerötet und gereizt ist, sind Cremes zu empfehlen, die wenig oder keinen Alkohol enthalten und nicht zu fettig sind. Am besten stimmen Sie mit Ihrem Hautarzt ab, ob eine Silbercreme, Gesichtsmaske oder Feuchtigkeitslotion (z.B. von Dado Sens oder Maison Naturelle) am sinnvollsten bei Ihren Hautirritationen ist.
  • Gesichtsmassagen: Die bei Rosacea entstehenden Entzündungen machen sich auch als Schwellungen im Gesicht bemerkbar. Betroffene Stellen können Sie sanft massieren, um ein Abschwellen zu begünstigen. Wichtig: Vorher immer gründlich Hände waschen und eine geeignete Creme zum Massieren verwenden.
  • Kalte Getränke: Um einem geröteten und geschwollenen Gesicht kurzfristig Abhilfe zu verschaffen, kann es helfen, ein Glas kaltes Wasser oder ungesüßten Eistee zu trinken. Alternativ kann auch das Lutschen eines Eiswürfels akut helfen.
  • Stress reduzieren: Wie bei den meisten chronischen entzündlichen Erkrankungen, verschlimmern Stress und ein ungesunder Lebensstil häufig den Krankheitsverlauf. Gönnen Sie sich daher regelmäßig Auszeiten und beginnen und beenden Sie den Tag zum Beispiel mit einer 10-minütigen Meditation.

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