Resistente Stärke: DAS kann der angebliche Abnehm-Booster wirklich

Resistente Stärke: DAS kann der angebliche Abnehm-Booster wirklich

Der neueste Food-Trend heißt resistente Stärke. Dabei soll man Kalorien reduzieren können, trotz Aufnahme von Kohlenhydraten. Wir klären über den neuen Hype auf.

Stärke oder resistente Stärke?

Frisch gekochte Kartoffeln, Pasta, Reis oder auch Brot enthalten jede Menge Stärke. Stärke ist ein Kohlenhydrat aus mehreren Glucosemolekülen. Bereits im Mund beginnt die enzymatische Spaltung des Kohlenhydrats, bis es im Darm als Glukose ins Blut aufgenommen wird. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel steigt an und Insulin wird ausgeschüttet, um Glukose in die Zellen zu schleusen.

Resistente Stärke entsteht aus gekochten und abgekühlten Kartoffeln, Pasta und Reis; diese Stärke ist für die Verdauungsenzyme nicht aufspaltbar und wird im Dickdarm durch Bakterien verstoffwechselt.

Warum sollten Sie resistente Stärke essen?

Resistente Stärke ist schwerverdaulich und Ballaststoffen sehr ähnlich.

Nach dem Verzehr von abgekühlten oder kalten Gerichten kann der Blutzucker also weniger stark ansteigen, die Insulinausschüttung fällt deutlich geringer aus und wir sind länger satt.


Wichtig: Der Prozess dauert etwa 12 bis 24 Stunden.

Gesunder Darm
© iStock/piotr_malczyk
Ein gesunder Darm ist wichtig für den Körper.

Kann man mit resistenter Stärke Kalorien sparen?

Dadurch, dass der Körper die resistente Stärke nicht direkt zur Energiegewinnung nutzt, kommen die Darmbakterien zum Zuge: Sie fermentieren die resistente Stärke, dabei entstehen Fettsäuren, die der Darmgesundheit guttun.

Wer also Reis, Kartoffeln, Quinoa und Co. über Nacht abkühlen lässt, spart tatsächlich Kalorien!

Interessant: In einer ungekochten Kartoffel befinden sich 74-80 Prozent resistente Stärke, in einer frisch gekochten Kartoffel 1-5 Prozent und in einer gekochten und abgekühlten Kartoffel 3-10 Prozent resistente Stärke!

Auch spannend: Diese 4 Dinge passieren, wenn Sie täglich Kartoffeln essen

In welchen Lebensmittel findet man sie?

  • Kartoffeln (gekocht und abgekühlt)
  • Reis (gekocht und abgekühlt)
  • Quinoa (gekocht und abgekühlt)
  • Vollkornpasta (gekocht und abgekühlt)
  • Vollkornbrot
  • Vollkornhaferflocken
  • wenig reife Bananen
  • Möhren
     

Passend: Wir haben für Sie noch ein Rezept für einen leckeren Nudelsalat.

Im Video: Vorsicht beim Kochen: Ihre Kartoffeln könnten schädlich sein

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