8. Juni 2021
Nachhaltigkeit: 7 Umweltfreundliche Lebensmittel

Die 7 umweltfreundlichsten Lebensmittel

Die Nachhaltigkeit der Nahrungsmittel, die wir essen, hängt davon ab, wie viel Wasser und Energie deren Herstellung benötigt und wie viele Emissionen dabei verursacht werden. Mit diesen 7 umweltfreundlichen Lebensmitteln können Sie Ihre Ökobilanz deutlich aufbessern.

In Deutschland verursachen laut Umweltbundesamt die Produktion mitsamt Lieferkette und der Konsum von Lebensmitteln etwa 30 Prozent aller Umweltwirkungen. Diesen beachtlichen Anteil sollten Sie beim Einkauf im Supermarkt und beim Mittagessen im Restaurant auf dem Schirm haben. Die Ökobilanz der Nahrungsmittel ergibt sich einerseits aus den verbrauchten Ressourcen wie Wasser, Energie und gegebenenfalls Futtermittel bei Nutztieren. Andererseits tragen Emissionen von CO2, Methan und Lachgas (aus Düngemittel) zur Umweltbelastung bei. Aus diesen und weiteren Faktoren wie Transport und Kühlketten kann ein sogenanntes CO2-Äquivalent errechnet werden, welches die Klimabilanz in Kilogramm CO2 pro Kilogramm Lebensmittel darstellt. Wir stellen Ihnen Lebensmittel mit geringem CO2-Äquivalent vor, die Sie ohne schlechtes Gewissen essen können.

Die 7 umweltfreundlichsten Lebensmittel

1. Karotten und Weißkohl

Karotten und Weißkohl teilen sich den ersten Platz unter den klimafreundlichsten Nahrungsmitteln. Sie haben mit nur 0,1 kg CO2 die beste Ökobilanz. Bevorzugen Sie bei beiden Gemüsesorten unbedingt die frische Variante aus regionalem Anbau. Bei verarbeiteten, eingelegten und tiefgefrorenen Produkten verschlechtert sich die jeweilige Klimabilanz, teilweise deutlich.

2. Weitere Gemüsesorten

Knapp hinter Karotten und Weißkohl tummelt sich eine ganze Reihe an heimischen Gemüsesorten mit jeweils nur 0,2 kg CO2-Äquivalent. Dazu gehören regional angebaute Kartoffeln, Blumenkohl, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Rote Bete, Spinat, Zucchini und Zwiebeln. Achten Sie stets darauf, keine ferne Importware zu kaufen, und die passende Saison abzuwarten. In unserem Saisonkalender sehen Sie, welche Lebensmittel gerade frisch geerntet werden.

3. Bio-Äpfel und Pfirsiche

Beim Obst liegen Bio-Äpfel und Pfirsiche mit ebenfalls 0,2 kg CO2 vorne. Da die Herstellung und Verwendung von Stickstoffdünger energieaufwendig und umweltbelastend ist, hat konventionell angebautes Obst eine etwas schlechtere Ökobilanz als Bio-Obst.

4. Weitere Obstsorten

Knapp dahinter liegen konventionelle Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Orangen und Weintrauben mit jeweils 0,3 kg CO2. An regionalem und saisonalem Obst und Gemüse, welches nicht im beheizten Treibhaus gezüchtet wurde, dürfen Sie sich daher jederzeit ohne Bedenken satt essen.

5. Pflanzenmilch

Pflanzenmilch aus Hafer, Dinkel oder Mandeln ist mit 0,3 kg CO2 eine klimafreundliche Alternative zur Kuhmilch (1 - 2 kg CO2). Sojamilch liegt mit 0,4 kg CO2 knapp dahinter. Auch Soja-Joghurt ist mit 0,6 kg CO2 ein relativ umweltfreundliches Lebensmittel, insbesondere im Vergleich zur tierischen Variante (1,8 kg CO2).

6. Haferflocken

Haferflocken sind eine der besten pflanzlichen Proteinquellen und dazu noch klimafreundlich. Mit 0,6 kg CO2 stehen sie auf derselben Stufe wie andere Getreide- oder Pseudogetreideprodukte, z.B. Mischbrot, Gnocchi und Bulgur.

7. Leitungswasser

Eine Sonderstellung in dieser Liste hat das Leitungswasser mit 0,0 kg CO2. Da Leitungswasser nicht wie die anderen Lebensmittel im klassischen Sinne produziert wird, fallen hierbei natürlich energieintensive Verarbeitungsprozesse, klimaschädlicher Transport oder Kunststoffverpackungen weg. Anders sieht es bei produzierten Getränken aus: Mineralwasser steht mit 0,2 kg CO2 noch sehr gut da. Orangensaft ist mit 0,7 kg CO2 schon etwas klimaschädlicher. Die Klimasünder unter den Getränken sind jedoch leider Genussmittel wie Bier mit 2 kg CO2 und Wein mit 1,3 kg CO2 sowie Kaffee mit 5,6 kg CO2 pro kg Kaffee.

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