Laut Expertin: So viele Esslöffel Zucker dürfen Sie täglich essen

Laut Expertin: So viele Esslöffel Zucker dürfen Sie täglich essen

Er begünstigt nicht nur Übergewicht, sondern fördert auch Entzündungen im Körper – Zucker verbirgt sich in vielen Lebensmitteln. Doch wie viel davon ist wirklich unbedenklich? Wir erklären, wie viele Esslöffel Zucker Sie täglich essen dürfen – laut Expertin. 

Wenn wir etwas Süßes essen, wird das Belohnungszentrum in unserem Gehirn angesprochen und es kommt zu einer Dopaminausschüttung – kein Wunder also, dass zuckerhaltige Lebensmittel "süchtig" machen. Nur leider braucht unser Körper für diesen Effekt immer größere Mengen und ein Teufelskreis entsteht. Denn: Der übermäßige Verzehr von Zucker macht sich langfristig nicht nur auf der Waage bemerkbar, sondern kann auch unserer Gesundheit schaden.

So gefährlich ist Zucker

Der Zuckerkonsum hat für unseren Körper keinerlei Vorteile und sorgt ausschließlich dafür, dass wir überflüssige Kalorien zu uns nehmen, die uns dick machen. Übergewicht gilt als Risikofaktor für Krankheiten wie Adipositas oder Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Obendrein schädigt Zucker unsere Leber, wodurch der Verzehr im schlimmsten Fall eine Fettleber hervorrufen kann, und fördert Entzündungen, die wiederum das Risiko für verschiedene Krankheiten erhöhen. 

In der Folge "Zuckerfrei zum Abnehmen" des Für Sie Podcasts Crazy Sexy Wechseljahre klärt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Heike Franz über das Thema Zucker auf – und erklärt auch, welche Menge wir bedenkenlos zu uns nehmen können. 

Video: Was passiert, wenn man auf Zucker verzichtet?

Laut Expertin: So viele Esslöffel Zucker dürfen Sie täglich essen

Auf die Frage, wie viel Zucker am Tag unbedenklich sind, antwortet die Expertin: "Etwa sechs bis neun Esslöffel am Tag oder eine andere Angabe waren 50 Gramm, die man essen kann und die man dann auch verbrennt. Aber der Durchschnitt in Europa sind, glaube ich, 27 Esslöffel, also ein Vielfaches davon." Viele Menschen denken jetzt sicher: Ich esse aber kaum Zucker, ich habe gar keinen Zucker zu Hause. Allerdings erläutert die Ernährungswissenschaftlerin weiter, dass Zucker auch in vielen Nahrungsmitteln steckt, in denen wir ihn niemals vermuten würden.

Nicht nur in Ketchup oder Salatdressings, sondern auch in vermeintlich gesunden Müsliriegeln, verschiedenen Wurstsorten oder Kartoffelchips ist meist Zucker enthalten. Franz gibt zu bedenken, dass die Lebensmittelindustrie weiß, dass Zucker zum Mehr-essen anregt und diese Zutat bewusst einsetzt, um mehr der Produkte zu verkaufen. Achten Sie also auf mögliche Fallen im Supermarkt – nehmen Sie bei verarbeiteten Lebensmitteln immer die Zutatenliste genau unter die Lupe, da Zucker nicht immer als dieser benannt wird. Generell gibt es über 70 verschiedene Bezeichnungen, beispielsweise zählen dazu alle Begriffe, die auf "-ose" endet wie Lactose oder Galaktose.  

Übrigens: Genau wie die Ernährungswissenschaftlerin empfiehlt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlichen Erwachsenen nicht mehr als 50 Gramm Zucker am Tag zu sich zu nehmen.

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