7. Dezember 2020
Klimaretter: 5 Lebensmittel mit grüner Klimabilanz

Die 5 Lebensmittel mit der besten Klimabilanz

Alle Nahrungsmittel, die wir konsumieren, verbrauchen Wasser und Energie, und verursachen Emissionen. Wir verraten Ihnen, welche 5 Lebensmittel den geringsten ökologischen Fußabdruck hinterlassen und die beste Klimabilanz haben.

Gemüse ist die Basis einer nachhaltigen Ernährung.
© Jay Yuno / iStock
Gemüse ist die Basis einer nachhaltigen Ernährung.

In Deutschland verursachen laut Umweltbundesamt die Produktion mitsamt Lieferkette und der Konsum von Lebensmitteln etwa 30 Prozent aller Umweltwirkungen. Diesen beachtlichen Anteil sollten Sie beim Einkauf im Supermarkt und beim Mittagessen im Restaurant auf dem Schirm haben. Die Ökobilanz der Nahrungsmittel ergibt sich einerseits aus den verbrauchten Ressourcen wie Wasser, Energie und gegebenenfalls Futtermittel bei Nutztieren. Andererseits tragen Emissionen von CO2, Methan und Lachgas (aus Düngemittel) zur Umweltbelastung bei. Aus diesen und weiteren Faktoren wie Transport und Kühlketten kann ein sogenanntes CO2-Äquivalent errechnet werden, welches die Klimabilanz in Kilogramm CO2 pro Kilogramm Lebensmittel darstellt. Wir stellen Ihnen Lebensmittel mit geringem CO2-Äquivalent vor, die Sie ohne schlechtes Gewissen essen können:

Die 5 Lebensmittel mit der besten Klimabilanz

1. Karotten und Weißkohl

Karotten und Weißkohl sind mit nur 0,1 kg CO2 pro Kilogramm die absoluten Spitzenreiter der klimafreundlichen Nahrungsmittel. Jedoch dicht gefolgt von anderen Gemüsesorten mit jeweils 0,2 kg CO2: Aubergine, Blumenkohl, Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Rote Bete, Spinat, Zucchini, Zwiebeln. Bei jedem Lebensmittel sollte die frische Variante aus regionalem Anbau bevorzugt werden. Bei verarbeiteten, eingelegten und tiefgefrorenen Produkte verschlechtert sich die jeweilige Klimabilanz, teilweise deutlich.

2. Bio-Äpfel und Pfirsiche

Beim Obst liegen Bio-Äpfel und Pfirsiche mit 0,2 kg CO2 vorne. Knapp dahinter liegen konventionelle Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Orangen und Weintrauben mit jeweils 0,3 kg CO2. An regionalem und saisonalem Obst und Gemüse, welches nicht im beheizten Treibhaus gezüchtet wurde, dürfen Sie sich daher jederzeit ohne Bedenken satt essen.

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3. Pflanzenmilch

Pflanzenmilch aus Hafer, Dinkel oder Mandeln ist mit 0,3 kg CO2 eine klimafreundliche Alternative zur Kuhmilch (1 - 2 kg CO2). Sojamilch liegt mit 0,4 kg CO2 knapp dahinter. Auch Soja-Joghurt ist mit 0,6 kg CO2 ein relativ umweltfreundliches Lebensmittel, insbesondere im Vergleich zur tierischen Variante (1,8 kg CO2).

4. Haferflocken

Haferflocken sind eine der besten pflanzlichen Proteinquellen und dazu noch klimafreundlich. Mit 0,6 kg CO2 stehen sie auf derselben Stufe wie andere Getreide- oder Pseudogetreideprodukte, z.B. Mischbrot, Gnocchi und Bulgur.

5. Leitungswasser

Eine Sonderstellung in dieser Liste hat das Leitungswasser mit 0,0 kg CO2. Da Leitungswasser nicht wie die anderen Lebensmittel im klassischen Sinne produziert wird, fallen hierbei natürlich energieintensive Verarbeitungsprozesse, klimaschädlicher Transport oder Kunststoffverpackungen weg. Anders sieht es bei produzierten Getränken aus: Mineralwasser steht mit 0,2 kg CO2 noch sehr gut da. Orangensaft ist mit 0,7 kg CO2 schon etwas klimaschädlicher. Die Klimasünder unter den Getränken sind jedoch leider Genussmittel wie Bier mit 2 kg CO2 und Wein mit 1,3 kg CO2, sowie Kaffee mit 5,6 kg CO2 pro kg Kaffee.

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