29. November 2017
Gesunde Weihnachtsgewürze

Gesunde Weihnachtsgewürze

Bestimmte Aromen und Gerüche verbindet man unwiederbringlich mit Weihnachten und der kalten Jahreszeit. Doch die Gewürze Anis, Nelken, Zimt und co. können nicht nur euer Essen weihnachtlich gestalten, sondern helfen auch eurer Gesundheit.

Zimt, Anis, Nelken und co. bringen einen unwiderstehlichen Weihnachtsduft mit sich.
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Zimt, Anis, Nelken und co. bringen einen unwiderstehlichen Weihnachtsduft mit sich.

Glühwein, Zimtschnecken oder Gänsebraten gehören zu den vielen weihnachtlichen Gerichten, die mit Gewürzen wie Kardamom, Zimt oder Nelken verfeinert werden. Doch die Weihnachtsgewürze schmecken nicht nur nach Festtagen und Besonnenheit, sie sind auch wahre Unterstützer eurer Gesundheit, wenn ihr wisst, wie sie einzusetzen sind.

Einige der Gewürze können nämlich bei übermäßigem Konsum auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Hier erfahrt ihr, welche Menge eurer Gesundheit gut tut.

Für jedes von den Gewürzen aber zählt, dass die richtige Zubereitung einen Einfluss darauf hat, ob sich die Heilwirkung entfalten kann. Die meisten Gewürze enthalten ätherische Öle, welche während der Zubereitung aus dem Kochgut austreiben können. Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu würzen. Es ist ebenso sinnvoller, eure Speisen erst gegen Ende zu würzen, damit die Gewürze nicht verkochen und somit ihre Wirkung verlieren könnten.

Um auf die Weihnachtszeit perfekt vorbereitet zu sein, erfahrt ihr hier welche Gewürze in welcher Menge eure Gesundheit unterstützen.

Sternanis
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Sternanis

Sternanis

Anis riecht und schmeckt ähnlich wie Lakritze, hat aber nichts mit der Süßigkeit zu tun. Auch Sternanis und Anis an sich sind unterschiedlichen Pflanzen zugehörig und somit nicht dasselbe. Da sie aber sehr ähnlich schmecken, werden beide Kräuter für Spekulatius, Anisplätzchen oder aber auch für weihnachtliche Fischgerichte verwendet. Da Anis eine schleimlösende Wirkung auf den Körper hat, befindet sich das Gewürz auch häufig in Hustensäften. Außerdem regen die ätherischen Öle des Gewürzes die Verdauung an und lösen Krämpfe, Verspannung sowie Kopfschmerzen. Somit ist das Gewürz ein perfekter Allrounder bei Erkältungskrankheiten. Zusätzlich beugt Anis Blähungen und Völlegefühl vor, was bei einem ausladenden Festtagsessen wohltuend wirkt.

Hier findet ihr noch eine Inspiration für das Backen mit Sternanis.

Zimt Pulver verwenden
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Zimt Pulver verwenden

Zimt

Zimt gehört zu den Weihnachtsklassiker und zählt zu den ältesten Gewürzen der Welt. Zimt entstammt sowohl als Pulver als auch als Stange der getrockneten Rinde des Zimtbaums. Seine ätherischen Öle enthalten bis zu 200 verschiedene Substanzen, die dem Gewürz seinen charakteristischen Duft verleihen.

Unterschieden werden muss zwischen dem Ceylon-Zimt und dem Cassio-Zimt. Da Cassio-Zimt einen hohen Cumarin Anteil hat, muss die Dosierung vorsichtig erfolgen. Eine hohe Cumarin-Dosis kann das Risiko für Leberkrebs und -entzündungen deutlich steigern. Es wird empfohlen, täglich höchstens 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Das entspricht in etwa bei einem Erwachsenen 15 Zimtsterne, Kinder sollten dagegen nicht mehr als 3 Zimtsterne essen. Der Ceylon-Zimt ist dagegen cumarinarm und kann ohne Bedenken verarbeitet werden.

Zimt wirkt sich aber auch positiv auf die Gesundheit aus. Bei einer regelmäßigen Zimtaufnahme täglich wird die Konzentration von Glukose, Fetten sowie LDL-Cholesterin im Blut vermindert. Das hat einen positiven Effekt auf Herz und Kreislauf.

Hier findet ihr noch eine Alternative zu den alten Bekannten wie Bratapfel, Zimtsterne und Co.

Kardomom
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Kardomom

Kardamom

Kardamom stammt aus dem asiatischem Raum und gehört zur Familie der Ingwergewächse. Den süßlich-scharfen Geschmack des Gewürz findet man zur Weihnachtszeit in Keksen, Stollen, Lebkuchen, Glühwein und auch in herzhaften Fleischgerichten. Ähnlich wie Zimt hat auch Kardamom einen hohen Anteil ätherischer Öle. Der Inhaltsstoff, der Kardamom charakterisiert ist Cineol, welcher auch in Eukalyptus vorkommt. Cineol wirkt stark antibakteriell und schleimlösend, weshalb Kardamom ideal zur Behandlung bei Erkältungs- und Lungenerkrankungen dient. Aufgrund der antibakteriellen Wirkung wird Kardamom auch häufig gegen Mundgeruch verwendet. Außerdem hilft das enthaltene Gingerol dem Magen-Darm-Trakt. So wirkt das Gewürz unterstützend für die Verdauung und verhindert Übelkeit.

Gewürznelken
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Gewürznelken

Gewürznelken

Auch Nelken befinden sich in Lebkuchen, Glühwein oder deftigen Gerichten wie Wild, und sind aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken.

Hauptwirkstoff des Nelkenöls ist Eugenol. Dieser Wirkstoff blockiert die Schmerznerven im Mund- und Gesichtsbereich. Das Kauen auf Nelkenknospen setzt das konzentrierte Eugenol aus und kann so Zahnschmerzen lindern.

Nelken wirken nicht nur schmerzstillend, sondern ebenso entzündungshemmend, beruhigend, desinfizierend und krampflösend.Zusätzlich helfen Nelken ein unangenehmes Völlegefühl während des Festschmaus zu verhindern. Die Rezeptoren in der Darmschleimhaut reagieren auf die Aromastoffe der Nelken und schütten daraufhin das Hormon Serotonin aus. Serotonin regt die Darmbewegung an und fördert so die Verdauung, was dem Völlegefühl entgegen wirkt.

Seid bei der Dosierung aber vorsichtig. Zu viel des Gewürz lässt euer Essen nur noch nach Nelken schmecken.

Muskat
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Muskat

Muskatnuss

Eigentlich gehört die Muskatnuss zu den ungenießbaren Lebensmitteln, da sie giftig ist. Deshalb sollte die Muskatnuss nie als Ganzes verzehrt, sondern nur als Extra zum abschmecken verwendet werden. Denn schon vier Gramm der Nuss können bei Erwachsenen zu Vergiftungserscheinungen führen, bei Kindern reicht auch schon eine kleinere Menge.

Doch eine Prise der leckeren Muskatnuss ist ein Highlight im Plätzchen- und Lebkuchenteig und kann leicht vom Körper verarbeitet werden. Bei geringen Mengen kommen auch die Vorteile des Gewürz zur Geltung. Die Muskatnuss hat eine beruhigende, durchblutungsfördernde Wirkung und lindert rheumatische Beschwerden und Muskelschmerzen. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Einschlafstörungen kann die exquisite Nuss helfen.

Hier findet ihr noch ausgefallene Rezeptvorschläge fürs Kochen mit Muskat.

Vanillestange
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Vanillestange

Vanille

Auch die Vanille begegnet einem zur Weihnachtszeit des Öfteren. Vanillezucker oder die frische Schote findet sich in fast jedem Plätzchengebäck. Die echte Vanille hat eine lange Tradition als Heilmittel und wurde zur allgemeinen Kräftigung des Organismus eingesetzt. Außerdem wird dem Gewürz nachgesagt, dass es Glückshormone ausschüttet und so die Stimmung verbessert und zusätzlich die Nerven stärkt und beruhigt.

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