31. Oktober 2018
Die 5 besten Heiltees

Die Top 5 Heiltees

Ein guter Rat, der nicht teuer ist: Brüht euch bei vielen Beschwerden am besten gleich einen Heiltee auf. Das kann sehr viel bewirken.

© seasons.agency / Astrid Grosser/Sibylle Wehner (Stylistin)

Was verbindet ihr mit dem Begriff Teezeit? Großbritannien, Indien oder China? Fällt euch die überlieferte Geschichte ein, dass selbst kriegerische Schlachten für eine Teepause unterbrochen wurden? Oder seht ihr vor eurem inneren Auge eine kuschelige Sitzecke, vielleicht ein prasselndes Kaminfeuer, und wisst, jetzt ist Zeit für Genuss? Viele denken bestimmt auch daran, wie gut Tee tut, wenn wir müde und verfroren nach Hause kommen oder krank im Bett liegen.

Überzeugte Kaffeetrinker tun genau das: Sie greifen meist nur dann zur Teetasse, wenn es ihnen schlecht geht. Das ist zwar sehr clever, weil in Heiltees hochwertige und hochwirksame pflanzliche Inhaltsstoffe stecken und sie teilweise sogar Arzneimittelstatus besitzen - doch noch schlauer wäre es, von vornherein durch ein Tässchen Tee zur rechten Zeit Schlimmeres zu verhindern.

Wenn euch gerade etwas Bestimmtes plagt oder für den Fall, dass gewisse Befindlichkeiten auftreten: vital stellt euch auf den folgenden Seiten Heilkräuter und Teemischungen vor, die von Natur aus Gesundheit im Gepäck haben. Von Abgeschlagenheit bis Zyklusprobleme - gegen alles ist ein Kraut gewachsen.

© seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / Kramp + Gölling

Moringa

Erschöpfung, Konzentrationsschwäche – untrügliche Anzeichen, dass dem Körper wichtige Vitalstoffe fehlen. Da liegt es nahe, sich bei der Pflanze zu bedienen, die vor Vitaminen und Mineralstoffen nur so strotzt: Moringa. Im antiken Ägypten galt der Moringa-Baum als Quelle der Jugend, im Indischen trägt er den Namen „Baum des langen Lebens“. Unter anderem stecken die Blätter voller Aminosäuren, die für den Sauerstofftransport und die Gehirnleistung unerlässlich sind. Zudem enthält Moringa einen seltenen Botenstoff, der dazu beiträgt, alle Nährstoffe dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden.

Zum Kaufen: z. B. „Moringa-Apfel“ mit Moringa, Apfel und grünem Haferkraut, alle Zutaten aus ökologischem Landbau, 20 Beutel à 2 g, ca. 2,50 Euro, in Naturkostläden und im Onlineshop auf www.lebensbaum.com.

© seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / Schütz, Anke

Sanddorn

Wenn ihr beim ersten Kribbeln in Hals oder Nase gleich eurem Immunsystem eine Extraportion Vitamine spendiert, schaffen es die Abwehrkräfte vielleicht, die Erreger im Zaum zu halten. Neben Vitamin D, E und A solltet ihr jetzt vor allem mit Vitamin C großzügig sein. Eine ausgewogene Ernährung versorgt uns recht gut damit (Ausnahme: Vitamin D, das bildet sich nur, wenn Sonnenstrahlen auf die Haut treffen). Doch für den Extrakick sollte es schon etwas mehr sein. Sanddorn enthält extrem viel Vitamin C, aber auch Vitamin E und Betacarotin, die Vorstufe von Vitamin A. Perfekt in der Erkältungszeit!

Zum Kaufen: z. B. Früchtetee „Heiße Blutorange mit Sanddorn“, 15 Pyramidenbeutel à 2,5 g, ca. 2,80 Euro, in Drogerien und Supermärkten oder im Onlineshop unter www. www.bad-heilbrunner.com.

© seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / Hoffmann, Matthias

Eisenkraut

Zu den typischen und sehr lästigen Begleiterscheinungen der Wechseljahre gehören Schweißausbrüche und Hitzewallungen. Auf diese Weise reagiert bei manchen Frauen der Körper auf den Östrogenabfall. Weniger bekannt als bei Traubensilberkerze oder sibirischem Rhabarber stecken auch in Eisenkraut (Verbena), Ginseng oder dem schweißlindernden Salbei hormonähnlich wirkende pflanzliche Substanzen, die Wechseljahrsbeschwerden sanft lindern können.

Rezept:

Mischt jeweils 4 Teile Eisenkraut, Herzgespann, Mariendistel, Rosmarin und Salbei mit einem Teil Ginseng (alle Zutaten: in Apotheken). Pro Tasse 1 TL dieser Teemischung mit kochendem Wasser aufgießen, 30 Minuten ziehen lassen,

© seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / Rynio, Jörn

Zitronengras

In der asiatischen Küche zählt Zitronengras zu den wichtigsten Gewürzen, vor allem Currys verleiht es ein besonderes Aroma. Und auch die ayurvedische Medizin nutzt die aromatischen Stängel, um zahlreiche Beschwerdebilder zu behandeln. Vor allem wenn Euch eine innere Unruhe quält und Ihr vielleicht sogar an nervösen Magenbeschwerden leiden, kann Zitronengras Ihr Befinden deutlich bessern.

Rezept:

Übergießt pro Tasse einen Stängel Zitronengras mit kochendem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen. Frisches Zitronengras bekommt Ihr in Asialäden und größeren Supermärkten. Übrigens: Die ätherischen Öle im Zitronengras wirken auch antibakteriell und entzündungshemmend.

© seasons.agency / Jalag / Peters, Janne

Ingwer

Bei vielen Frauen sackt die Seelenlage mit Beginn der dunkleren Jahreszeit in den Keller. Sie sind plötzlich traurig, mutlos, sehen alles schwärzer als sonst. Gegen diese depressionsähnliche Stimmung lässt sich etwas tun. Zahlreiche Heilpflanzen wirken wärmend und stimmungsaufhellend - (fast) ganz ohne Nebenwirkungen.

Rezept:

Mischt 30 g zerkleinerte frische Ingwerwurzel, je 20 g Salbei und Johanniskraut mit jeweils 10 g zerkleinertem Süßholz, Calendula und zerkleinerter Zimtrinde. Den Tee in einem luftdicht abschließbaren Gefäß aufbewahren. Pro Tasse 2–3 TL der Mischung mit sprudelndem Wasser aufkochen, Ziehzeit etwa 5 Minuten. Wenn ihr hormonell verhütet (Pille, Hormonstäbchen): Lasst das Johanniskraut weg, es kann die Wirkung beeinflussen. Nehmt dann lieber Melisse.

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