Darum sollten Sie kein Weißmehl essen

Darum sollten Sie kein Weißmehl essen

Egal, ob Frühstücksbrötchen, Toastbrot oder Ciabatta – für viele Menschen stehen Weißmehlprodukte täglich auf dem Speiseplan. Und das, obwohl diese im Übermaß verzehrt alles andere als gesund sind. Wir erklären Ihnen, warum Sie kein Weißmehl essen sollten. 

Weißmehl oder Weizenmehl Typ 405 ist wohl der beliebteste Mehltyp, wenn es um Brötchen und andere Backwaren geht – und das mit gutem Grund, schließlich eignet es sich wunderbar zum Backen. Es handelt sich dabei um ein Getreidemehl, das aus Weizenkörnern gemahlen wird. Bei Weißmehl wird nur das Innere des Getreidekorns verwendet, während die Ränder und Keimlinge entfernt werden. Das sind jedoch die Teile des Korns, die die meisten Vitamine, Mineralstoffe, ungesättigten Fettsäuren sowie Ballaststoffe enthalten. 

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Darum sollten Sie kein Weißmehl essen

Obwohl Weizenmehl in der Regel gut bekömmlich ist und verhältnismäßig viel Eiweiß (10 Gramm pro 100 Gramm) enthält, sollten Sie es nicht regelmäßig oder gar auf täglicher Basis zu sich nehmen. Das hat verschiedene Gründe: Allen voran enthält das beliebte Mehl Typ 405 kaum Nährstoffe, da die Teile, die die meisten Nährstoffe enthalten, heraus gesiebt werden. Viele Menschen nehmen an, dass die Typenzahl des Mehls beschreibt, wie fein das Mehl ist. Tatsächlich beschreibt sie allerdings, wie viele Mineralstoffe pro 100 Gramm Mehl enthalten sind. Je niedriger die Zahl, desto weniger Nährstoffe. 

Abgesehen davon ist Weißmehl ballaststoffarm und bremst so unsere Verdauung – das kann besonders für Menschen, die ohnehin unter einem trägen Darm oder Verstopfungen leiden, zum Problem werden. Bei Ballaststoffen handelt es sich um größtenteils unverdauliche Nahrungsbestandteile, die in unserem Körper eine wichtige Rolle spielen und unter anderem unabdingbar für unsere Verdauung sind. Da sie im Darm aufquellen, sorgen Sie dafür, dass der Darminhalt schneller aus dem Darm befördert wird. Anstelle von herkömmlichem Weizenmehl können Sie zu Weizenvollkornmehl greifen, das doppelt so viele Ballaststoffe enthält.

Abgesehen davon kann ein übermäßiger Verzehr von Weizenmehl Übergewicht fördern, da es sogenannte "leere Kalorien" enthält. So bezeichnet man Lebensmittel, die zwar Kalorien, aber kaum lebenswichtige Nährstoffe enthalten. Zudem weist Weißmehl einen hohen glykämischen Index auf, was bedeutet, dass es unseren Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und wieder abfallen lässt. Das begünstigt Heißhungerattacken, die langfristig zu einer Gewichtszunahme führen. Außerdem gilt ein regelmäßiger Verzehr von Weißmehl als entzündungsfördernd. Studien zufolge kann er nicht nur Übergewicht, sondern auch Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkte sowie Gelenkerkrankungen begünstigen.

Fazit: Weißmehl nicht im Übermaß essen

Wie auch bei allen anderen Lebensmitteln gilt in Bezug auf Weißmehl: Die Menge macht das Gift. Wer sich ab und zu ein Weißmehlbrötchen vom Bäcker gönnt oder ein paar Scheiben Weißbrot zum Salat isst, dessen Gesundheit wird nicht gefährdet. Denn in einer sonst ausgewogenen, nährstoffreichen Ernährung finden auch weniger gesunde Lebensmittel Platz. Wer jedoch auf täglicher Basis Brötchen, Brot und Co. zu sich nimmt, sollte – zumindest manchmal – auf Produkte aus Vollkornmehl zurückgreifen. Dieses versorgt Sie mit gesundheitsfördernden Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen, hält Sie länger satt und trägt zu einer gesunden Verdauung bei.

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