3 Gründe, Hirse zu essen

3 Gründe, Hirse zu essen

Hirse-Körner haben einen hohen Nährwert und sind reich an Proteinen, Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Da sie im Gegensatz zu anderen Getreidesorten wenig Wasser und Bodenfruchtbarkeit benötigen, wurden sie früher häufig als "Arme-Leute-Essen" bezeichnet. Doch die kleinen Körner können so viel mehr. Hier sind drei Gründe, mehr Hirse zu essen. 

Was ist Hirse? 

Hirse ist ein uraltes Saatgut, das weltweit in warmen Gebieten, wie Asien, Südamerika und Teilen Europas, angebaut wird. Ursprünglich stammt sie aus Afrika und Nordchina. Die Pflanze trägt den wissenschaftlichen Namen Panicum miliaceum und gehört zur Familie der Gräser. Sie hat die Fähigkeit in rauen und kargen Umgebungen zu wachsen und kann auch bei geringen Niederschlägen und hohen Temperaturen überleben. Diese Eigenschaften haben sie zu einer vielseitigen Kulturpflanze und zu dem Grundnahrungsmittel von etwa einem Drittel der Weltbevölkerung gemacht.

Wie Buchweizen und Amaranth gehört die Pflanze zu den sogenannten Pseudogetreiden und ist aufgrund ihres Nährstoffprofils in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Sie enthält viel Eiweiß, Ballaststoffe und Antioxidantien und ist außerdem glutenfrei. Hirse wird häufig für die Zubereitung von Suppen, Salaten und Broten verwendet. Gepuffte Hirse kann sogar als Frühstücksmüsli verzehrt werden, während Hirseflocken zum Backen verwendet werden können.

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3 Gründe, Hirse zu essen

1. Hirse ist reich an Eisen 

Hirse ist von Natur aus reich an Eisen und enthält sogar höhere Mengen als beispielsweise Spinat und Huhn. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird Erwachsenen und Jugendlichen eine tägliche Eisenzufuhr von 10 bis 15 Milligramm empfohlen. Kinder sollten zwischen 8 und 10 Milligramm Eisen pro Tag aufnehmen. In einer Portion Hirse (100 Gramm) sind 7 Milligramm Eisen enthalten. Im Vergleich dazu: 100 Gramm Rindfleisch enthält gerade einmal 1,8 Milligramm Eisen.

Das lebenswichtige Spurenelement sorgt für die Blutbildung und damit auch für den Sauerstofftransport. Ein Eisenmangel wiederum kann zu einer Anämie, Müdigkeit, einer Verzögerung der kognitiven Entwicklung (bei Kindern) und einer verminderten Immunfunktionen führen.

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2. Hirse unterstütz die Herzgesundheit

Hirse ist mit etwa 123 Milligramm pro 100 Gramm eine reichhaltige Quelle für Magnesium und deckt damit circa ein Drittel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff zur Senkung des Blutdrucks und des Schlaganfallrisikos, insbesondere bei Arteriosklerose. Darüber hinaus ist das Saatgut eine gute Quelle für Kalium, das zur Aufrechterhaltung eines niedrigen Blutdrucks beiträgt, da es als Gefäßerweiterer wirkt.

3. Hirse ist frei von Gluten

Menschen mit Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit können ohne Bedenken Hirse wählen, um Ballaststoffe, Eiweiß und gesunde Kohlenhydrate zu erhalten. Das Saatgut enthält, wie Quinoa, Buchweizen und Amarant, kein Klebereiweiß (Gluten) und ist demnach von Natur aus glutenfrei. Hirse ist daher vor allem für Menschen mit Darmbeschwerden oder Magen-Darm-Erkrankungen geeignet. Häufig wird Hirsemehl mit anderen glutenfreien Mehlen kombiniert, um Backwaren wie Brot herzustellen.

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Quellen: dge.de, smartfood.org, organicfacts.net, reishunger.de, eatmovefeel.de

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