31. Januar 2021
Ernährungsmythen: Diese Irrtümer sind weit verbreitet

Ernährungsmythen: Diese 5 Irrtümer sind weit verbreitet

Manche Ernährungsmythen halten sich seit Jahrzehnten hartnäckig, andere sind erst vor Kurzem entstanden. Wir verraten Ihnen, welche Irrtümer zum Thema Ernährung fälschlicherweise weit verbreitet sind.

Ernährungsmythen: Diese 5 Irrtümer sind weit verbreitet

  1. Ob drei große oder fünf kleine Mahlzeiten macht keinen Unterschied
    Leider doch! Denn jede Mahlzeit treibt den Blutzuckerspiegel nach oben, was dazu führt, dass die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet. Insulin ist der Schlüssel, der unsere Zellen aufschließt, um vermehrt Fett in sie hineinzulassen. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel führt daher zu vermehrter Fettspeicherung und der Einlagerung von Fett im inneren Bauchraum. Wer abnehmen will, sollte daher lieber zwei bis drei große, sättigende Mahlzeiten zu sich nehmen und längere Pausen dazwischen lassen.
    Mehr Infos hierzu: Hoher Blutzuckerspiegel – das passiert im Körper >>
  2. Proteine stecken hauptsächlich in Fleisch und tierischen Produkten
    Ein Glück für Veganer, dass dieser Mythos nicht stimmt. Viele pflanzliche Lebensmittel, allen voran die Hülsenfrüchte, enthalten ordentliche Mengen an Eiweiß. Auch deren Qualität ist von hoher Güte, solange auf eine abwechslungsreiche Ernährung geachtet wird. Pflanzliche Aminosäuren kombinieren sich nämlich im menschlichen Körper zu hochwertigen Proteinen, sodass Veganer ohne Probleme Ihren Eiweißbedarf decken können.
    Auch müssen die Proteine nicht zwingend in jeder einzelnen Mahlzeit kombiniert werden, sondern es reicht aus, diese über den Tag verteilt zuzuführen. Im Körper gibt es sogenannte Aminosäurepools, die die Bestandteile verschiedener Eiweiße speichern und bei Bedarf miteinander zu biologisch hochwertigen Proteinen kombinieren.
    Auch hilfreich: 7 pflanzliche Proteinquellen >>

  3. Süßstoffe sind krebserregend
    Dieser Mythos hat sich schnell verbreitet, als die Ergebnisse erster Rattenstudien zum Süßstoff Aspartam veröffentlicht wurden. Diese bekamen infolge hoher Süßstoff-Verabreichungen Nierentumore. Allerdings waren die Dosen an Süßstoff, die die Ratten bekamen so hoch, dass ein Mensch diese über Süßgetränke in seinem ganzen Leben nicht zu sich nehmen könnte. Demgegenüber stehen hunderte von Studien, die die Sicherheit von Süßstoffen bestätigt und ein erhöhtes Krebsrisiko widerlegt haben.
  4. Kaffee entzieht dem Körper Wasser
    Es stimmt, dass das Koffein im Kaffee eine harntreibende Wirkung auf unseren Körper hat. Allerdings ist diese bei weitem nicht so stark, dass wir uns mit Kaffee entwässern könnten. Kaffee besteht nunmal zum größten Teil aus Wasser, welches unserem Flüssigkeitshaushalt zugutekommt. Trinken Sie zudem regelmäßig Kaffee, gewöhnt Ihr Körper sich daran und kompensiert die harntreibende Wirkung. Somit entstehen keine dauerhaft erhöhten Wasser- oder Elektrolytverluste infolge eines Kaffeekonsums.
  5. Obst ist auch in großen Mengen gesund
    Man soll ja bekanntlich viel Obst und Gemüse essen. Daran ist natürlich auch was dran. Denn viele Obstsorten enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Allerdings können insbesondere diejenigen Obstsorten, welche eine hohe Zuckerdichte haben, zu Problemen führen. Dies sind vor allem Bananen und Weintrauben.
    Größere Mengen an Fructose können nämlich ungehindert zu unserer Leber durchdringen und diese verfetten. Außerdem wird überschüssiger Zucker, der nicht durch Bewegung und Sport verbraucht wird, in unseren Fettpölsterchen gelagert. Beim Gemüse dürfen Sie weiterhin hemmungslos zulangen – beim Obst sollten Sie allerdings maßvoll vorgehen und es bei zwei bis maximal drei Portionen am Tag belassen.
    Auch interessant: Warum Sie abends kein Obst essen sollten >>

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