Ungesättigte Fettsäuren Warum Transfette so ungesund sind

Fettsäuren gibt es in vielfachen Formen und sind entweder gut oder schlecht für die Gesundheit. Gesättigte Fettsäuren zählen zu "guten" Fetten, während ungesättigte Fettsäuren zu den "schlechten" Fetten gehören. Doch was sind dann Transfette? Vital klärt auf!

Gluten in Chips

Sie stecken in industriellen und stark verarbeiteten Lebensmitteln und waren eine Zeit lang in hoher Konzentration in Margarine und anderen Streichfetten enthalten. Mittlerweile hat sich das Herstellungsverfahren geändert, sodass Transfette in Streichfetten wenig bis gar nicht mehr vorhanden sind. Dennoch tummeln sie sich in zahlreichen anderen Lebensmitteln.

Was sind Transfette?

Transfette, die eigentlich Transfettsäuren heißen, sind gehärtete Fette, die zu den "schlechten" ungesättigten Fettsäuren gehören und eine Doppelverbindung zwischen zwei Kohlenstoffatomen haben. Dadurch, dass weitere Kohlenstoffatome an die Fettsäuren geknüpft werden, entstehen gehärtete Fett, die für mehr Cremigkeit und Streichfähigkeit sorgen. Auch entstehen Sie, wenn Pflanzenfett über einen längeren Zeitraum stark erhitzt werden, wie etwa beim Frittieren. Transfette sind lange haltbar, sowie einfach und günstig in der Herstellung, weshalb sie in der Industrie häufig eingesetzt werden. 

Wo kommen Transfette vor?

Transfette stecken häufig in frittierten Lebensmitteln wie Pommes, Chips und Backwaren, aber auch in Nuss-Nougat-Creme und in manchen Margarinen. Streichfette mit einem hohen Anteil an kaltgepressten Ölen sind unbedenklich. 
Tatsächlich gibt es in Deutschland noch keine Kennzeichnungspflicht für Transfette. Manche Hersteller schreiben dennoch "gehärtete" oder "teilweise gehärtete" Fette auf ihr Produkt.

In diesen Lebensmitteln sind Transfette enthalten:

  • Fast Food wie Pommes, Pizza und Burger
  • Backwaren wie Croissants, Berliner und Kekse
  • Snacks wie Chips, Erdnussflips und Popcorn
  • Fertiggerichte wie Panaden, Trockensuppen und Dosengerichte
In einem Croissant und einer kleinen Portion Pommes stecken bis zu 1 Gramm Transfette, in einem Berliner sogar bis zu 2 Gramm. 

Wie gesund sind Transfette?

Werden zu viele Transfette über einen langen Zeitraum aufgenommen, erhöhen diese im Blut das schlechte LDL-Cholesterin, welches sich in den Gefäßen ablagert und zu Ateriosklerose führt. Das wiederum führt zu kardiovaskulären Krankheiten, wie Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfrkt. Gleichzeitig verringern Transfette das Vorkommen des guten HDL-Cholesterins im Blut, was für die Gesundheit bedenklich ist, da es die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, erhöht. 
Die Verzehrempfehlung für Transfette liegt bei unter einem Prozent der täglich zugeführten Energie. Das bedeutet, dass eine Frau mit einem Verbrauch von 1800 kcal täglich maximal 18 kcal aus Transfetten beziehen sollen. 18 kcal entsprechen ca. 2 Gramm. In dieser Konzentration sind keine gesundheitlichen Schäden zu erwarten. Liegt die Verzehrmenge jedoch regelmäßig über der Empfehlung, steigt das Risko um das 2,5 bis 10-fache an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken.

Transfette im Alltag meiden

  • wenig Fast Food und frittierte Lebensmittel konsumieren
  • auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten
  • Obst und Gemüse als Hauptbestandteil in die Ernährung einbauen
  • Zum Kochen und Braten Öl mit einem hohen Rauchpunkt verwenden (Butterschmalz, Kokosfett, natives Olivenöl, sowie Öle aus Maiskeim, Sonnenblumen, Erdnuss, Soja und Raps)
  • Butter kann ebenfalls verwendet werden, sollte aber nicht braun werden
  • auf Etiketten achten und "gehärtetes", "teilgehärtetes" oder "hydrogenisiertes" Pflanzenfett meiden

Autor: Christina Liersch