Blutzucker Warum Sie vor dem Frühstück keinen Kaffee trinken sollten!

Morgens nach dem Aufstehen gehört eine Tasse Kaffee einfach dazu, um wachzuwerden – gerade wenn der Schlaf der vergangenen Nacht doch eher bescheiden war. Doch laut einer Studie soll diese Kombi aus Schlafstörungen und Kaffee ungünstige Auswirkungen auf den Blutzucker haben. 

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Forscher der Universität im britischen Bath haben den Zusammenhang von Schlafstörungen und bestimmten Stoffwechselmarkern, u.a. den Blutzucker, untersucht. Dabei stellten Sie fest, dass alleinige Schlafstörungen keinen Einfluss auf den Blutzucker haben. Erst die Kombination aus Schlafstörungen und Kaffee vor dem Frühstück ließ den Blutzucker ansteigen. Die Probanden, die ihren Kaffee vor dem Frühstück tranken, hatten ihren Zuckergehalt im Blut um 50 Prozent erhöht. 

 

So lief die Untersuchung ab

Bei der Studie haben 30 gesunde weibliche und männliche Probanden teilgenommen, die aufeinanderfolgend die gleichen Aufgaben bewältigen sollten:
  1. Bei der ersten Aufgabe durften die Probanden ausschlafen. Am Morgen sollten sie ein zucker- und kalorienreiches Getränk zu sich nehmen, welches der Kaloriendichte eines gewöhnlichen Frühstücks nahe kommt.
     
  2. Im zweiten Teil wurden die Probanden nachts einmal pro Stunde geweckt und für fünf Minuten wach gehalten. Im Anschluss der Nacht erhielten die Teilnehmer das gleiche Getränk wie bei der ersten Aufgabe.
     
  3. Im letzten Teil wurden die Probanden wieder einmal pro Stunde geweckt und für fünf Minuten wach gehalten. Am Morgen danach tranken die Teilnehmer jedoch erst einen schwarzen Kaffee, warteten 30 Minuten und nahmen dann erst ihr Frühstücksgetränk zu sich. 
 

Ergebnisse bleiben vorerst fraglich

Die Forschenden gehen davon aus, dass der Blutzucker sich erhöhte, da das Koffein die Fähigkeit des Körpers einschränkt, den Zucker aus dem Frühstücksgetränk zu verstoffwechseln. Allerdings beziehen sich die Ergebnisse auch nur auf eine überschaubare Teilnehmerzahl, sodass die Aussagekraft fraglich bleibt. Dennoch könnte die Studie Anlass für weitere Studien geben und Hinweise für z. B. Diabetiker von Typ 1 und Typ 2 geben. 
Dennoch sehen Wissenschaftler und Ärzte einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel als Risiko, an Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht oder Diabetes zu erkranken.
 
 
Datum: 21.10.2020
Autorin: Christina Liersch