Ostern Warum man vorgefärbte Eier besser nicht kauft

Über die Ostertage werden wieder zahlreiche Eier gegessen. Lesen Sie hier, warum Sie auf vorgefärbte Eier verzichten sollten, sowie fünf Tipps zum Thema Ostereier.

Hase_im_Osternest

Warum wir über Ostern so viele Eier essen, lässt sich anhand der Fastenzeit erklären. Früher, als die Fastenregeln noch strenger waren, wurde komplett auf Fleisch und Eier verzichtet. Um die Eier vor dem Verderben zu schützen, wurden sie hart gekocht und somit haltbar gemacht. Nach der Fastenzeit gab es also viele Eier zu essen. Heute sind die Fastenregeln zwar nicht mehr so streng, dennoch hat sich der Brauch gehalten. 

Vorgefärbte Eier meiden

Es gibt sie das ganze Jahr über, werden aber besonders zur Osterzeit wieder gerne gekauft: vorgefärbte Eier aus dem Supermarkt. Sie unterliegen nicht der gleichen Kennzeichnungspflicht wie rohe Eier, sodass der Verbraucher meist nicht erfährt, aus welcher Haltungsform die Eier stammen. Ebenso kann der Verpackung nicht entnommen werden, wie frisch die Eier tatsächlich sind, da das Mindesthaltbarkeitsdatum nur die Haltbarkeit der verwendeten Farbstoffe angeben muss. Händler müssen jedoch auf Wunsch des Kunden Auskunft über die Mindesthaltbarkeit geben können. Vorgefärbte Eier halten sich deutlich länger als selbstgefärbte, da sie nach der Färbung noch mit einem speziellen Lack überzogen werden.
Problematisch sind auch die verwendeten Azo-Farbstoffe (E-Nummer 100-180), die zum Einsatz kommen und für leuchtende und satte Farben sorgen. Sie kommen in zahlreichen Lebensmitteln vor und stehen im Verdacht, die Aufmerksamkeit und Aktivität bei Kindern zu beeinträchtigen, bzw. Pseudoallergien auszulösen. Um dies zu umgehen, haben wir noch fünf Tipps zum Thema Ostereier für Sie vorbereitet.

Fünf Tipps für Ostereier

Ostereier natürlich selbst färben: so geht's!

Schneiden Sie das Gemüse oder die Kräuter klein und geben Sie ca. 2-3 Tassen davon in einen großen Topf. Je mehr Sie nehmen, desto intensiver wird die Farbe. Bedecken Sie die Kräuter/das Gemüse mit einem Liter Wasser und bringen Sie den Sud zum Kochen. Nehmen Sie zimmerwarme Eier, damit die Schale beim Eintauchen in das kochende Wasser nicht platzt. Kochen Sie die Eier ca. neun bis zehn Minuten hart. Schrecken Sie die Eier nicht unter kaltem Wasser ab, da sich sonst feine Rissen bilden können, durch die Bakterien und Sauerstoff schneller in das Ei eindringen, wodurch es schneller zu faulen beginnt.

  • Für rosa bis blaue Eier nehmen Sie Rotkohl, Rote Bete oder Heidelbeeren
  • Petersilie, Brennnessel oder Spinat färben Eier grün
  • Gelbe bis braune Eier gibt es mit Kamille, Zwiebelschalen, Kurkuma oder Schwarztee
Tipp: Den Eierstempel bekommen Sie mit Essig ab. Nach dem Färben glänzen die Eier, wenn Sie mit etwas Pflanzenöl einreiben.

Warum verfärbt sich manchmal der Dotter grünlich?

Die Verfärbung entsteht durch eine chemische Reaktion, wenn das Ei zu lange gekocht wird. Dabei löst sich das Eisen im Eigelb und wandert an den Rand des Dotters. Dort reagiert es mit dem entstandenen Schwefelwasserstoff zu Eisensulfid. Die Verfärbung beeinträchtigt nicht den Geschmack und ist auch nicht gesundheitsschädlich, lediglich nicht mehr so schön anzusehen.

So lange sind rohe Eier haltbar?

Auf der Eierpackung steht immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Um herauszufinden, wann die Eier gelegt wurden und wie alt sie sind, ziehen Sie 28 Tage vom MHD ab. Sind Sie sich trotzdem unsicher, ob das Ei noch gut ist, können Sie den Schwimmtest machen. Legen Sie das Ei in ein mit Wasser gefülltem Glas. Schwimmt es unten, ist es noch gut, schwimmt es jedoch oben, hat sich gas gebildet, welches ein Zeichen für eine beginnende Fäulnis ist. 

Eier richtig lagern

So lange die Schale von gekochten Eiern nicht beschädigt ist, können sie problemlos zwei Wochen bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Ist die Schale jedoch angeknackst, lagern Sie die Eier besser im Kühlschrank und verbrauchen Sie diese innerhalb von zwei Tagen. Riechen die Eier stark unangenehm, sind sie nicht mehr gut.

Und was ist mit dem Cholesterin?

Mittlerweise ist es widerlegt, dass Eier den Cholesterinspiegel in die Höhe treiben, weshalb es für gesunde Menschen überhaupt kein Problem darstellt, mal mehr Eier zu essen. Selbst für Personen mit erhöhtem Cholesterinspiegel sind ein paar mehr Eier nicht schädlich, vorausgesetzt sie ernähren sich sonst über ausgewogen. Regelmäßig mal ein Ei in der Ernährung hat sogar viele positive Eigenschaften, da Eier alle Mineralstoffe und Vitamine, bis auf Vitamin C, enthalten.

Autor: Christina Liersch