VITAL erklärt Ihnen, woraus gute Ernährung besteht Die Ayurveda-Begeisterte

Immer neue Empfehlungen, Food-Trends, Statistiken – was ist denn nun die richtige Ernährung? Hier finden Sie Antworten.

Tina Katharina Grone

Die Ayurveda-Begeisterte

Alexandra Kapa, 34, Ayurveda-Masseurin Ayurvedische Gerichte sollen nähren und wärmen. Während ihrer Ausbildung 2004 stellte Alexandra (www.schoenundwohl.de) ihre Ernährung um. Zum Frühstück warmen Getreidebrei, mittags zum Beispiel ein Linsengericht. Spätestens um 18 Uhr isst Alexandra zu Abend: Gemüsesuppe oder Reis mit Hühnchen. Sie trinkt hauptsächlich heißes Wasser.

VITAL: Niemals Kaffee und auch keinen Salat?
Alexandra Kapa: Im Ayurveda glaubt man an wärmende und kühlende Speisen. Kaffee wirkt erhitzend. Er fördert Tatendrang, aber auch Wut. In manchen Situationen ist er Seelenmedizin, dann trinke ich gerne eine Tasse. Salat und generell Rohkost würde ich nie essen, sie kühlt zu stark. Da riskiere ich Verdauungsprobleme.

Essen Sie deshalb auch so früh „Abendbrot“?
Genau. Ab 19.30 Uhr wird das Verdauungsfeuer schwächer, der Körper ist müde vom Tag.

Beobachten Sie sich sehr genau?
Darum geht es im Ayurveda: achtsam zu sein und sich selbst besser kennenzulernen. Die ayurvedische Typisierung finde ich da sehr nützlich. Ich bin der Vata/Pitta-Typ.

Also halb Luft, halb Feuer. Was bedeutet das für Sie?
Wegen meines Luft-Anteils muss ich aufpassen, dass mein Verdauungsfeuer nicht erlischt. Warmes Wasser hilft dabei. Als Feuerelement brauche ich viel Entspannung durch Nahrung und Yoga.

Ernährungs-Steckbrief
Ayurveda bedeutet „Wissen vom Leben“. Die Ernährung wird auf den ayurvedischen Typ abgestimmt. Wichtig: niemals bis zur Sättigungsgrenze essen, sondern vorher aufhören.

Bevorzugte Nahrungsmittel: Reis, Gemüse, Linsen