Diät Tipps 7 typische Fehler, die wir beim Abnehmen vermeiden sollten

Einfach weniger essen und ein bisschen Sport machen – schon purzeln die Kilos? Ganz so einfach ist es mit dem Abnehmen dann doch nicht. Wer effektiv an Gewicht verlieren möchte, sollte diese typischen Fehler beim Abnehmen unbedingt vermeiden!

7-fehler-beim-abnehmen

Die 7 häufigsten Fehler beim Abnehmen

1. Zu wenig essen

Natürlich ist ein Kaloriendefizit das A und O, um an Gewicht zu verlieren. Nur, wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, kann nachhaltig abnehmen.

Lesen Sie auch: 50 Lebensmittel unter 100 Kalorien >>

Trotzdem ist es sehr wichtig, nicht plötzlich viel zu wenig Nahrung zu sich zu nehmen! Der Körper wertet das nämlich als Signal für eine drohende Hungerperiode und schaltet den Stoffwechsel daraufhin in den Sparmodus. Die Folge: Wir verbrennen weniger Kalorien!

Auch interessant: Kalorienbedarf – wie viel Kalorien pro Tag? >>

Eine längerfristige, ungewollte Wirkung von zu wenig Nahrung ist außerdem der Abbau unserer Muskulatur. Diese wird noch vor dem Fett angetastet – sehr zum Leidwesen unseres Kalorienumsatzes. Denn unsere Muskeln verbrennen einen Großteil der aufgenommenen Kalorien.

2. Muskeln vernachlässigen

Deshalb super wichtig: Die Muskulatur nicht nur erhalten, sondern auch stärken! Vor allem Frauen vernachlässigen den Aufbau ihrer Muskulatur häufig. Nicht nur, dass wir ein anderes Schönheitsideal verfolgen, als Männer – auch auf der Waage schlägt sich die Muskelmasse nieder.

Zusätzlich entsteht oft der Eindruck, dass wir mit einer ausgiebigen Jogging-Runde mehr Kalorien verbrennen würden, als durch ein paar Sit-ups. Das mag zwar stimmen, auf lange Sicht sind Muskeln jedoch deutlich effektiver. Sie verbrennen nämlich, sind sie erst einmal aufgebaut, dauerhaft Kalorien – sogar im Ruhezustand! Kombinieren Sie also Ausdauer- mit Kraftsport, wenn Sie nachhaltig abnehmen möchten. Trainieren Sie gerne auch mit Ihrem eigenen Körpergewicht – in diesem Buch finden Sie tolle Übungen >>

Auch interessant: Welche Trainingsart verbrennt die meisten Kalorien? >>

3. Nur auf die Waage achten

Wer sein Gewichtsverlust in reinen Zahlen misst, wird häufig enttäuscht. Hierbei handelt es sich jedoch nicht zwingend um eine sinnvolle Maßeinheit. Denn wie wir wissen, sind unsere Muskeln schwerer als Körperfett.

Starten Sie im Zuge der Diät nun also einen Trainingsplan, mit dem Sie Ihre Muskeln aufbauen, kann die Zahl auf der Waage durchaus stagnieren – obwohl Sie an Fett verlieren!

Vertrauen Sie Ihrem Auge und konzentrieren Sie sich auf Ihr Körpergefühl. Werden Arme, Bauch und Beine straffer, sind sie das sicher geworden – auch, wenn die Waage keine große Differenz anzeigt.

Übrigens: Mit einer Körperfettwaage können Sie wichtige Körperkennwerte wie auch zum Beispiel den Körperfettanteil und den Anteil der Muskelmasse ermitteln.

4. Ungeduldig sein

Den Anfang einer Diät macht häufig eine Situation, in der wir sehr unzufrieden sind – der Auslöser, es nun angehen zu wollen. Die Motivation ist zu diesem Zeitpunkt oft sehr hoch und wir neigen dazu, uns unrealistische Ziele zu setzen. Wer dann nach einer oder zwei Wochen Power-Diät keine nennenswerten Ergebnisse sieht, verliert den Antrieb.

Besser: Erwarten Sie nicht zu viel! Setzen Sie sich kleine Ziele, die Sie Schritt für Schritt angehen. So können Sie sich regelmäßig über Erfolge freuen, was Ihrer Motivation und der Psyche guttut. Auf diese Weise bleiben Sie nicht nur kontinuierlich dabei, sondern erzielen mit Sicherheit langfristig gute Ergebnisse.

Lesen Sie auch: 9 überraschende Gründe, warum sich auf der Waage nichts tut >>

5. Zu wenig Proteine und Ballaststoffe essen

Um abzunehmen sind nur Salatblätter und Gurkenscheiben erlaubt? Quatsch! Unser Körper braucht Nährstoffe, um richtig zu funktionieren – auch während einer Diät. Außerdem sollen Sie die Ernährung ja dauerhaft durchhalten können.

Auch interessant: Abnehmen mit der Eiweiß-Diät >>

Proteine sind essentiell, um den Muskelaufbau zu ermöglichen. Ballaststoffe sind gesund, fördern die Verdauung und halten lange satt! Letzteres ist wichtig, um den Körper nicht in einen dauernden Hungerzustand zu versetzen und sich vor allerlei Verlockungen schützen zu müssen. Durch Ballaststoffe steigt der Blutzuckerspiegel außerdem nur langsam – das verhindert Heißhungerattacken.

Entdecken Sie hier gesunde Rezepte für ein schnelles und leichtes Abendessen >>

6. Auf Light-Produkte setzen

Dass Cola, Fanta und Co. nicht gesund ist, ist wohl jedem klar. Deshalb haben Softgetränke wie diese in einer gesunden Ernährung und erst recht während einer Diät nichts zu suchen.

Ein Trugschluss ist aber vielmehr, stattdessen auf Light-Versionen der Getränke zu setzen. Die darin enthaltenen Süßstoffe gaukeln unserem Körper nämlich vor, dass er Zucker bekommen würde – was dann nicht eintritt. Dieser reagiert daraufhin mit Heißhungerattacken.

Übrigens: Fruchtsäfte aus 100 Prozent Obst sind zwar gesünder als Limonaden, enthalten aber auch sehr viel natürlichen Zucker. Trinken Sie diese deshalb auch nur ausnahmsweise und mischen Sie ein Glas davon mit Wasser.

Auch Light- oder Halbfettnahrungsmittel aus dem Supermarkt vermitteln uns den Eindruck, sie seien gesünder und kalorienärmer, als ihre Vollfettvarianten. Jedoch enthalten auch sie oft zugefügten Zucker oder Süßstoff, der uns in Heißhungerattacken treibt und nicht langfristig satt hält. Zudem stellt sich außerdem ein trügerisch gutes Gefühl ein, dass wir uns Kalorien eingespart hätten.

7. Zu wenig Schlaf

Ein regelmäßiger, erholsamer Schlaf ist die Basis für unsere Gesundheit. Unser Körper braucht ausreichend Schlaf, um optimal zu funktionieren und sich zu regenerieren. Schlafen wir schlecht oder zu kurz, macht auch unser Körper schlapp. Der Stoffwechsel funktioniert auf dem Minimum, es fehlt an Energie. Wir bekommen Lust auf Süßes oder Fettiges – alles, was schnell Power liefert. Leider führt das zum Gegenteil von dem, was wir erreichen wollen. Schlechter Schlaf sorgt erwiesenermaßen für eine Gewichtszunahme.

Wer Probleme beim Einschlafen hat, kann es mit etwas Bewegung am Abend versuchen. Machen Sie zum Beispiel einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft, oder legen Sie Ihre Trainingseinheit auf den Abend. Ein Lavendelspray für das Kopfkissen kann Ihnen ebenfalls beim Entspannen und Einschlafen helfen.

Auch spannend: Gesund abnehmen – darauf kommt es an >>

Datum: 03.08.2020
Autor: Silva Oldenburg

Schlagworte: