Höhere Lebenserwartung Proteinreiche Ernährung kann Krankheitsrisiken senken

Proteine sind gesund. Doch wie gesund, hat sich nun in einer Studie herausgestellt, die die tägliche Aufnahme von Eiweiß im Zusammenhang mit einem frühzeitigen Tod und Risiken für Erkrankungen untersucht hat. 

Nervennahrung Hülsenfrüchte

In einer Studie, die im Fachmagazin BMJ veröffentlicht wurde, haben iranische und US-amerikanische Forscher untersucht, wie eine proteinreiche Ernährung die Gesamtmortalität und das Sterberisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs beeinflusst. Die Forschenden kamen zu dem Ergebnis, dass eine zusätzliche Proteinzufuhr von drei Prozent aus Pflanzenproteinen pro Tag das Risiko für alle Todesursachen um fünf Prozent verringern konnte. 

 

So lief die Studie ab

Untersucht wurde die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Aufnahme von Gesamtprotein, pflanzlichem und tierischem Protein und dem Sterblichkeitsrisiko aus allen Ursachen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Dafür analysierten die Forschenden zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen und 31 Kohortenstudien. „Während der Nachbeobachtungszeit von 3,5 bis 32 Jahren traten unter 715.128 Teilnehmenden 113.039 Todesfälle auf (16.429 durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 22.303 durch Krebs)“, so da Forschungsteam. Besonders die Aufnahme von Pflanzenprotein verringerte das Risiko, frühzeitig zu versterben bzw. an kardiovaskulären Krankheiten zu erkranken. Die Sterblichkeit bei Krebs hingegen wurde nicht von der Proteinaufnahme beeinflusst. 
 

Pflanzliches Protein – gut für ein langes und gesundes Leben

Pflanzliche Proteine enthalten häufig kein vollständiges Aminosäureprofil, wie es bei tierischem Protein der Fall ist. Deshalb ist es wichtig, dass Sie verschiedene pflanzliche Proteinquellen zu sich nehmen, z. B.:
  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen
  • Soja
  • Getreide wie Vollkorn
  • Nüsse
 
Datum: 03.09.2020
Autorin: Christina Liersch