Eierfarbe Ostereier natürlich färben

Wer nur Bio-Eier kauft, der sollte auch beim Eierfärben auf die Gesundheit achten. Wir verraten Tipps und Tricks, wie man Eier mit Produkten aus der Natur färbt.

Ostereier färben

Sie wollen ihre Ostereier bemalen oder färben und dabei auf chemische Substanzen verzichten? Dann probieren Sie doch mal Rote Beete, Brennesseln oder Kaffee, anstatt Pülverchen aus dem Supermarkt. Bevor Sie loslegen, sollten Sie weiße Eier aus dem Bioladen vor dem Färben kurz in ein Essigbad (circa 1 EL pro Liter) legen. Dadurch wird die Schale rauer, die Farben bleiben besser haften und sie erzielen ein besonders intensives Farbergebnis. Damit die Farben am Schluss schön leuchtet, reiben Sie die gefärbten Eier mit ein paar Tropfen Pflanzenöl ein.

Ostereier auf das Färben vorbereiten

Der richtige Topf
Verwenden Sie zum Färben einen Emailletopf, da sich Farbreste nicht immer vollständig entfernen lassen. In Edelstahltöpfen können sich unter Umständen auch die Farben verändern.

Die Eier säubern
Damit die Eier die Farbe optimal annehmen können, waschen Sie sie vorsichtig mit einem Schwammtuch.

Die Eier in der Farbe bewegen
Um Fingerabdrücke auf der Schale zu vermeiden, legen Sie das Ei mit einem Löffeln in die Farbe. Das verhindert auch bunte Finger.

Regeln für Farbstoffe:

Der Sud von frischen Pflanzen, Tee, Kaffee und Gemüse kann sofort verwendet werden. Getrocknete Beeren, Blätter und Blüten sollten erst ein paar Stunden einweichen und dann mindestens 30 Minuten aufgekocht werden.

Rote Farbe:

  1. Traubensaft: Die Eier erst hart kochen und dann im kalten Saft so lange liegen lassen, bis sie den gewünschten Farbton erreicht haben. Manchmal hilft auch 1 TL Alaun (Apotheke) auf 1 Liter Flüssigkeit, um Farben zu intensivieren.
  2. Rote-Bete-Saft: Den Saft aufkochen, die rohen Eier 10 Minuten lang darin hart kochen und im erkalteten Saft noch ein Weilchen liegen lassen.

Grüne Farbe:

  1. Brennnesselblätter: 100 g getrocknete Blätter mit 1 Liter Wasser über Nacht ansetzen, dann 1/2 Stunde köcheln, Blätter abgießen. Eier dazugeben und ca. 10 Minuten mitkochen.
  2. Holunderbeeren: 100 g getrocknete Beeren mit 1 Liter Wasser aufgießen, einige Stunden ziehen lassen, dann 1/2 Stunde köcheln. Beeren abgießen, die rohen Eier dazugeben und ca. 10 Minuten mitkochen.

Blaue Farbe:

  1. Johannisbeernektar: Die rohen Eier im Nektar einfach ca. 10 Minuten kochen, bis sie hart sind. Ist der Farbton zu blass, die Eier im abgekühlten Nektar liegen lassen.
  2. Blaukraut: Einen halben Krautkopf klein schneiden und mit 1 Liter Wasser ca. 1/2 Stunde köcheln lassen. Kraut abgießen und die rohen Eier ca. 10 Minuten im Sud mitköcheln. Besonders intensiv wirde die Farbe, wenn Sie es über Nacht im erkalteten Sud liegen lassen.

Gelbe Farbe:

  1. Spinat: Ca. 300 g frische Spinatblätter in einem Topf mit Wasser bedecken und etwa 1/2 Stunde köcheln lassen. Dann die rohen Eier zugeben und darin hart kochen.
  2. Kurkuma: 1 Liter kochendes Wasser über 40 g Kurkuma gießen, 1/2 Stunde ziehen lassen, noch einmal aufkochen und die rohen Eier darin hart kochen. Lassen Sie die Eier im erkalteten Sud liegen, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.

Braune Farbe:

  1. Schwarzer Tee oder Kaffee: 100 g Tee mit 1 Liter Wasser aufkochen, ca. 1/2 Stunde ziehen lassen und die Teeblätter abgießen. Dann wieder erhitzen und die Eier darin hart kochen. Ist der Farbton zu hell, einfach noch ein Weilchen im erkalteten Tee liegen lassen. Eier im Sud ab und zu mit einem Löffel wenden, damit’s keine fleckigen Stellen gibt.
  2. Birkenblätter: 100 g getrocknete Blätter mit 1 Liter Wasser über Nacht ansetzen, dann ca. 30 Minuten köcheln und die Blätter abgießen. Die rohen Eier dazugeben und ca. 10 Minuten mitkochen, bis sie hart sind.

Tipp: Eier im Ombré-Look

  1. Ein Glas ca. 2 cm mit Le­bens­mit­tel­far­be und Was­ser fül­len.
  2. Das ge­koch­te Ei hin­ein­le­gen, ca. 2 Mi­nu­ten ru­hen las­sen.
  3. Et­was Was­ser hin­zu­gie­ßen und er­neut ein­wir­ken las­sen. So lange wie­der­ho­len, bis das Ei voll­stän­dig ein­ge­färbt ist. Je klei­ner die Zeitab­stän­de und Was­ser­men­ge, de­sto ge­schmei­di­ger der Farb­ver­lauf.

Extra-Tipp für perfekt gefärbte Ostereier

Picksen Sie die Eier vor dem Färben nicht an. Dadurch kann kein Farbstoff ins Innere gelangen und das Ei unschön verfärben. Außerdem sind hartgekochte Eier, die nicht vorher angestochen wurden, länger haltbar.

Auch interessant: Warum Sie auf gefärbte Eier aus dem Supermarkt verzichten sollten >> 

 

Rezepte mit Ei

Und wenn Ihr die Eier nicht bemalen, sondern lieber essen wollt, findet Ihr hier leckere Ei-Rezepte!

Datum: 31.03.2020

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