Gesunde Ernährung Warum Sie im Winter häufiger zu Nüssen greifen sollten!

Im Winter und besonders zu Weihnachten essen wir häufiger Nüsse. Warum Nüsse besonders im Winter gut für den Körper sind, lesen Sie hier.

Nervennahrung Nüsse

Nüsse finden wir im Herbst und Winter überall -  ob in Keksen, Kuchen, auf dem Weihnachtsmarkt oder als kleiner Snack zwischendurch. Oft essen wir zu dieser Jahreszeit mehr Nüsse, ohne eigentlich zu wissen, wieso sie uns gerade jetzt so gut tun. Ihre gesunden Fette und die viele Nährstoffe wirken sich positiv auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Stimmung aus. Wir haben fünf Gründe, weshalb Sie häufiger zu Nüssen greifen sollten.

Gesunde Nährstoffe und Fettsäuren

Nüsse stecken voller gesunder Nährstoffe, sowie einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf die Blutfettwerte auswirken und somit vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

Nährstoffe in Nüssen
Im Winter unterstützt Vitamin E als Atioxidans vor freien Radikalen und durch entzündliche Erkrankungen. Es stärkt das Immunsystem und reduziert die Bildung von Entzündungsbotenstoffen. B-Vitamine unterstützen zahlreiche Vorgänge im Körper. Auch sie unterstützen das Immunsystem, wirken aber auch trockener Haut entgegen und schützen vor Müdigkeit und depressiven Phasen.

Glückshormone

In den dunklen Wintermonaten fallen viele in ein Stimmungstief, da häufig nicht mehr genung vom Glückshormon Serotonin produziert wird. Nüsse, besonders Cashewkerne und Walnüsse, enthalten viel der Aminosäure Tryptophan, die für die Bildung des Glückshormons Serotonin zuständig ist. Tryptophan konkurriert mit fünf weiteren Aminosäuren an der Hirn-Blut-Schranke um das Eindringen in den Hirnstoffwechsel. Zu einer aminosäurehaltigen, also proteinreichen, Mahlzeit sollten Sie deshalb Kohlenhydrate essen. Der Anstieg des Insulinspiegels sorgt dafür, dass das Tryptophan leichter die Hirn-Blut-Schranke passiert, da andere Aminosäuren bevorzugt von der Muskulatur aufgenommen werden. Ist genügend Tryptophan vorhanden, bildet der Körper Serotonin, welches die Stimmung aufhellt und Winterdepressionen vorbeugt.

Trockener Haut vorbeugen

Im Winter trocknet die Haut durch den Wechsel von kalter Außentemperatur zu warmer und trockner Heizungsluft schnell aus. Viel trinken und eine feuchtigkeitsspendende Bodylotion reichen oft nicht aus, um die Feuchtigkeit in der Haut zu halten. Die Folge ist eine trockene, spröde und rissige Haut. Um die Haut zu schützen sind Vitamin E, Biotin, Omega-3-Fettsäuren, Zink und Eisen wichtig. Diese Nährstoffe stecken vor allem in Walnüssen, Erdnüssen und Cashewkernen.

Schutz vor Gelenkschmerzen

Bei kühleren Temperaturen werden Gelenkschmerzen häufig noch unangenehmer. Besonders Walnüsse und Kürbiskerne wirken sich positiv auf die Gelenkgesundheit aus, indem sie entzündungshemmend wirken und die Körperzellen stärken. Eine nussreiche Ernährung kann demnach Schmerzen, Schwellungen und Wärmegefühl in den Gelenken reduzieren. 

Darauf kommt es bei Nüssen an

Um von allen gesundheitlichen Vorteile aus den Nüssen zu profitieren, sollten Sie Nüsse in ihrer natürlichen Form essen. Meiden Sie geröstete und gesalzene Nüsse, sowie Nüsse im Teigmantel und mit Schokoladenüberzug. Je verarbeiteter das Produkt, desto mehr Kalorien haben die Nüsse. Achten Sie beim Verzehr zudem darauf, mit der Menge nicht zu übertreiben. 100 g Erdnüsse haben z. B. fast 600 kcal. Als Richtwert gelten ungefähr 30 g Nüsse pro Tag. Hilfreich ist hier eine Küchenwaage, da es oft schwierig ist, eine Nussportion abzuschätzen.

Kalorienangaben auf 100 Gramm

  • Erdnüsse: 576 kcal
  • Cashewkerne: 592 kcal
  • Pistazien: 587 kcal
  • Mandeln: 589 kcal
  • Haselnüsse: 650 kcal
  • Paranüsse: 687 kcal
  • Macadamia: 697 kcal
  • Walnüsse: 714 kcal
  • Pekannüsse: 718 kcal

Datum: 30.10.2019

Autor: Christina Liersch