E-Nummern Lebensmittelfarbstoffe – sind sie wirklich so gefährlich?

Damit der Erdbeerjoghurt schön rosa und der Käse schön gelb ist, wird häufig mit Lebensmittelfarbe nachgeholfen, um ihnen ein natürliches Aussehen zu verleihen. Doch wie gesund sind Lebensmittelfarbstoffe?

Lebensmittelfarbe

Wo werden Lebensmittelfarbstoffe eingesetzt?

Lebensmittelfarbstoffe unterscheiden sich in natürlich und künstlich hergestellte Farbstoffe. Sie werden zum Färben von Lebensmitteln eingesetzt, um z. B. Farbverluste beim Verarbeitungsprozess eines Produkts auszugleichen. Auch kommen Farbstoffe zum Einsatz, um unansehnlichen Produkten ein verkaufsförderndes, farbiges und appetitanregendes Aussehen zu verleihen. Kunden verbinden mit einer schönen Farbe zum Beispiel eine höhere Qualität.

Diese Lebensmittel werden oftmals gefärbt:

  • Süßwaren wie Gummibärchen oder Bonbons
  • Limonaden wie die Sorten Orange, Cola oder Beerengeschmack
  • Pudding und Joghurt wie Schokopudding, Fruchtjoghurt oder andere Milcherzeugnisse wie Fruchtbuttermilch
  • Eis
  • Obstprodukte wie Fruchtriegel oder Säfte
  • Margarine
  • Käse
  • Fleischerzeugnisse wie Wurstaufschnitt und -aufstriche

 

Lebensmittelfarbstoffe erkennen

Färbende Stoffe erkennen Sie an den E-Nummern auf der Zutatenliste eines Produkts. Laut EU-Recht muss der Name "Farbstoff" mit der E-Nummer angegeben werden. Ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind stark färbende Lebensmittel wie Kurkuma-Extrakt, Rote-Beete-Extrakt und Spinat-Extrakt. 
 

Wie ungesund sind Lebensmittelfarbstoffe?

Die Verbraucherzentrale warnt besonders vor den Farbstoffen, den sogenannten Azofarbstoffen:
  • Tartrazin (E 102)
  • Chinolingelb (E 104)
  • Gelborange S (E 110)
  • Azorubin (E 122)
  • Cochenillerot A (E 124)
  • Allurarot (E 129)
Diese Farbstoffe stehen im Verdacht, sogenannte Pseudoallergien auszulösen. Diese äußert sich durch Unverträglichkeitsreaktionen wie Hautödemen, Nesselsucht oder Asthma. Ebenso gibt es Hinweise, dass zu viele aufgenommene Farbstoffe bei Kindern Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen auslösen können.
 
Datum: 03.10.2020
Autorin: Christina Liersch