Gesund durch den Winter So stärken Sie mit Hagebutten Ihr Immunsystem

Viele kennen noch den Hagebuttentee oder die Hagebuttenmarmelade aus Kindertagen. Doch neue Superfoods haben die Hagebutte aus ihrem Rampenlicht verdrängt. Dabei besitzt die heimische Pflanze so viel Gutes für die Gesundheit. Wir verraten Ihnen, wie die Hagebutte Ihr Immunsystem stärkt und Sie so gesund durch den Winter bringt.

Hagebuttentee

Die Hagebutte, auch Hunds-Rose genannt, gehört zum Herbst genau wie Kürbisse und leuchtende Blätter einfach dazu. Die Sammelnuss ist die Frucht verschiedener Rosenarten und wächst vorläufig an Wildrosen oder Heckenrosen. Dabei ist die Hagebutte nicht nur hübsche Tischdeko, sondern bringt auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit, was sie zu einem echten heimischen Superfood macht. 

Inhaltsstoffe: Das macht die Hagebutte so gesund

Hagebutten sind kleine Vitamin-C-Pakete, die mit der enthaltenen Menge sogar Orangen, Kiwis und Paprika schlagen. So enthalten 100 g Hagebutten 1.500 mg Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt, die Zellen vor freien Radikalen schützt, an der Bildung von Hormonen und Botenstoffen beteiligt ist und auch eine Rolle im Cholesterin- und Fettstoffwechsel spielt. Zusätzlich enthält die Hagebutte Vitamin A, B1 und B2 sowie Pflanzensäuren, Gerbstoffe, Zucker und den Ballaststoff Pektin, der z. B. auch in Äpfeln steckt. Besonders die Pflanzensäuren wirken harntreibend und leicht abführend. Ebenso wirkt Hagebuttenmus appetitanregend. Das ätherische Öl der Hagebuttenkerne kann zur Hautpflege verwendet werden.
 

Die Hagebutte – ein Mittel gegen Erkältungen

In der Volks- und Naturheilkunde ist die Hagebutte schon lange als Mittel gegen Erkältungen bekannt. Die enthaltenen Vitamine, darunter vor allem das Vitamin C, stärken das Immunsystem und schützen so vor Viren und Bakterien. Zusätzlich enthält die Hagebutte antientzündliche Eigenschaften, wodurch sie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen lindern kann. 
 

Doch nicht nur bei Erkältungssymptomen kommt die Hagebutte zum Einsatz. Im Winter kann die Superfrucht auch gegen depressive Verstimmungen helfen. In der Bachblütentherapie steht die Hagebutte für Lebensfreude und Aktivität. So soll sie gegen Apathie und Resignation helfen.
Im Bauchbereich hingegen hilft die Hagebutte gegen Bauchschmerzen. Grund dafür sind ihre krampflösenden Eigenschaften. Die enthaltenen Ballaststoffe hingegen quellen im Magen-Darm-Trakt auf, wodurch sie die Verdauung anregen. 
 

Hagebutten richtig zubereiten

Hagebutten gibt es in unterschiedlichen Formen zu kaufen. Die bequemste Anwendung erfolgt über Pulver, z. B. von Alpi Nature, oder Kapseln, z. B. von Biotiva, die es in der Apotheke gibt. Jedoch können Sie aus Hagebutten auch einen leckeren Tee, z. B. von NaturaForte, zubereiten oder die Früchte frisch verwenden. Auch roh sind die Früchte ungiftig.

In Herbst und Winter gibt es frische Hagebutten in Supermärkten oder auf Wochenmärkten zu kaufen. Alternativ können Sie auch in Ihrer Umgebung nach öffentlichen Hagebutten Ausschau halten und die Früchte direkt pflücken. Reife Früchte erkennen Sie daran, dass sie auf Druck leicht nachgeben. Wichtig: Je später die Früchte gepflückt werden, desto süßer sind sie. Auch nach einem frostigen Winter sind die Früchte im nächsten Jahr noch genießbar. 

Nach dem Pflücken oder dem Einkauf sollten Sie die Früchte waschen, Stiele und Blütenansätze entfernen und die kleinen Samen aus den Früchten schaben. Verwenden Sie Handschuhe, da die feinen Härchen Hautreaktionen auslösen können. Nun die Hagebutten entweder ein paar Tage trocknen lassen oder direkt mit kochendem Wasser aufgießen und 20 Minuten ziehen lassen.

Noch mehr Ideen, um Hagebutten zu verwenden:

  • Mus und Konfitüre
  • zum Würzen von Wildgerichten
  • Fruchtwein und Likör

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Datum: 02.11.2020
Autorin: Christina Liersch

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