Essen „Essen gehen ist anstrengend“

Was bringt es, sich komplett oder teilweise vegan zu ernähren – für mich und die Umwelt?

Volker Mehl

Ausprobiert: Ressortleiterin Stefanie Nickel ernährte sich drei Monate vegan

„Ich bin Vegetarierin. Für ein paar Wochen wollte ich aber nicht nur Fleisch und Fisch, sondern
alle tierischen Produkte von meinem Speiseplan streichen – um zu testen, wie es meinem Körper damit geht. Es dauerte ein paar Tage, bis mein Kühlschrank und die Vorratskammer wirklich vegan waren, denn Lebensmittel wegzuwerfen kam für mich nicht infrage.

In der Folgezeit habe
ich noch mehr als sonst selbst gekocht und festgestellt, dass einige meiner Lieblingsgerichte ohnehin rein pflanzlich sind. Was mich beim Einkaufen verzweifeln ließ: die winzig geschriebenen Zutatenlisten auf Brotaufstrichen und Müsli. Einladungen bei Freunden zum Essen gestalteten sich schwierig. Die Speiseauswahl in Restaurants fand ich entmutigend: Nudeln mit Tomatensauce oder Salat mit Essig-Öl-Dressing, das war’s oft schon. Trotzdem habe ich durchgehalten, zumal
ich mich nach einiger Zeit etwas fitter und leichter fühlte. Gleichzeitig engten die veganen Regeln mich stärker ein, als mir lieb war. Meine Arbeit im Ressort Essen und das fast tägliche Probieren neuer Gerichte wurde schwieriger. Deshalb entschied ich mich schließlich für eine flexiblere,
für meine Ess-Variante: Milchprodukte esse ich heute deutlich seltener, schließe sie für mich aber nicht komplett aus. Und Sojaprodukte sind ein fester Bestandteil meiner Ernährung geworden.“

 

Zwei weitere leckere vegane Rezepte finden Sie hier:
Spinatsuppe mit Pastinakenstampf und Rote Beete Chips
Mangold-Couscous-Päckchen auf Karotten-Gemüse