Qualität Diese Mineralwässer sind laut ÖKO Test "sehr gut"

ÖKO Test hat 100 Mineralwässer "medium" aus ganz Deutschland getestet. Während ein paar Wässer negativ auffallen, sind etwa die Hälfte aller getesteten Produkte "sehr gut".

Mineralwasser

In Deutschland gibt es mehr als 800 Mineralquellen und Verbraucher können aus über 500 verschiedenen Mineralwässern wählen. Laut Gesetz muss Mineralwasser aus unterirdischen Quellen stammen, sodass sie vor Verunreinigungen geschützt sind. Klar, wird dann auch eine hohe Qualität erwartet. Im aktuellen Test von ÖKO Test wurden 51 der Wässer mit "sehr gut" bewertet, 14 bekamen die Note "gut", 20 wurden als "befriedigend" bewertet, 11 als "ausreichend", drei als "mangelhaft" und eines als "ungenügend". 

51 Testsieger – diese Mineralwässer sind bedenkenlos

Unter den Testsiegern und mit "gut" ausgezeichneten Mineralwässern sind neben kleineren Wässern auch die bekannten Marken wie Fürst Bismark Medium, Gerolsteiner Medium, Vilsa Brunnen Medium, Vio Medium, sowie die Eigenmarken von Kaufland, Rossmann und Lidl.
 

Schädliche Inhaltsstoffe festgestellt

Bei den Mineralwässer, die als "mangelhaft" oder gar "ungenügend" gelten, wurden Verunreinigungen durch bedenkliche Stoffe festgestellt. Auch die anderen Wässer, die schlechter als "gut" bewertet wurden, enthielten
  • Abbauprodukte von Pestiziden
  • künstliche Süßstoffe
  • Bor und Uran
  • Verpackungen
  • Nitrat
Zwar gehen von den Pestiziden und den Süßstoffen keine Gefahr aus, jedoch sei es laut ÖKO Test mit der ursprünglichen Reinheit vorbei. 
Anders ist es bei Uran und Bor. Diese beiden Elemente kommen natürlich in Boden und Gesteinsschichten vor und gelangen so ins Wasser. Uran kann sich jedoch im Körper anreichern und dort Nieren und Lunge schädigen. ÖKO Test rät daher vom Wasser Naturpark Quelle Medium aus Mainhardt ab, da es zu viel Uran enthält. Mehr Bor als erlaubt wurde im Apollinaris Medium nachgewiesen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gilt der Stoff als entwicklungs- und fortpflanzungsschädigend.
 
Datum: 16.06.2020

Autor: Christina Liersch