Ernährungsfallen Diese Lebensmittel sind viel ungesünder, als man denkt

Wenn es ums Thema Gesundheit geht, ist die Vermarktung von Fertiglebensmitteln ganz vorne dabei: Mit wirkungsvollen Beschreibungen und hübschen Werbungen werden eigentlich ungesunde Produkte als tolles Powerfood verkauft. Wir verraten, welche Lebensmittel pauschal eher ungesund sind und deshalb trotz aller Anpreisungen unsere Alarmglocken schrillen lassen sollten.

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5 vermeintlich gesunde Lebensmittel, die eigentlich ungesund sind

Wohlklingende Beschreibungen, wirkungsvolle Bilder und ganz viel Verkaufsmasche: Viele Lebensmittel werden uns im Supermarkt als vermeintlich gesund verkauft – dabei ist das Gegenteil der Fall. Unmengen an Zucker, Fett oder Zusätzen stecken in so manchen Produkten, die wir als gesund einschätzen. Wir verraten, worauf Sie in Ihrer Ernährung besser verzichten sollten.

Nektar

Klingt wie pure Frucht: Nektar gibt uns das Gefühl, als würden wir reine Vitamine zu uns nehmen. Das ist natürlich auch so gewollt – entspricht leider aber überhaupt nicht der Wahrheit. Hinter der offiziellen Bezeichnung von Nektar steckt folgende Herstellungsweise: Pürierte Früchte werden mit Wasser und Zucker oder Honig vermengt. Immerhin Farb- und Konservierungsstoffe dürfen nicht verwendet werden. Maximal sind jedoch 50 Prozent echter Fruchtgehalt vorhanden, im schlechtesten Fall nur 25 Prozent. Achten Sie hier genau auf die Bezeichnung des Saftes sowie die Inhaltsstoffe!

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Frühstücksmüsli

Knuspermüsli, Schokomüsli und selbst fertig zusammengemischte, vermeintlich gesunde Hafermüslis oder Obstmüslis sind in der Regel pure Zuckerbomben. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, müssen Sie sich ein gesundes Frühstück selbst zusammenmischen – aus einzeln gekauften puren Haferflocken, Nüssen und frischem Obst.

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Sportlergetränke

Greifen Sie nach dem Sport auch mal zu Mineraldrinks und Sportgetränken? Durch die Werbung bekommen wir den Eindruck, mit ihnen unseren Energiehaushalt auszugleichen und ausgeschwitzte Mineralien wieder aufzunehmen. Das ist leider nur Trugschluss: Die häufig knallbunten Getränke haben überhaupt nichts sportliches, gesundes an sich. Künstliche Zusatzstoffe und Zucker finden sich in diesen Drinks en masse. Lassen Sie sich nicht täuschen!

Couscous

Angesagt und hip ist momentan der Couscous: Ob als Salat oder Beilage, das Korn hat es in die Liste der Trend-Foods geschafft. Und sich außerdem einen Ruf als gesundes Powerfood erkämpft – leider nicht zu recht. Denn eigentlich handelt es ich bei den Körnchen nur um Hartweizen, woraus auch Nudeln bestehen. Das sind reine nährstoffarme, kalorienreiche Kohlenhydrate. Greifen Sie lieber zu den gesunden Alternativen Quinoa, Hirse oder Buchweizen!

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Fettreduzierte Produkte

Fettarme Nahrungsmittel, vor allem Milchprodukte, suggerieren uns, dass diese besonders kalorienarm und gesund wären. Das ist jedoch nicht korrekt! Denn Fett ist ein natürlicher Geschmacksträger, sorgt also dafür, dass es gut schmeckt. Dadurch sind wir nach der Nahrungsaufnahme befriedigter und länger satt. Wird das Fett künstlich entzogen, bleibt ein fades Produkt zurück. Welches dann wiederum mit künstlichen Zusatzstoffen ausgeglichen wird. Das Ergebnis: Mehr Zucker, ungesunde Inhaltsstoffe und schneller wiederkehrender Hunger.

Proteinriegel

Egal ob vor, nach oder während dem Training – ein Proteinriegel unterstreicht den sportlichen Lebensstil und gibt einem direkt das Gefühl, noch eine Schippe draufgelegt zu haben. Schließlich versprechen Energie- oder aber auch Proteinriegel neue Kraft und einen hohen Proteingehalt. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich hier aber besonders. Nicht selten tauchen dort 20 bis 30 verschiedene Inhaltsstoffe auf – unter ihnen gerne Glycerin, Zuckeraustauschstoffe und Palmfett. Ein so stark verarbeitetes Lebensmittel kann nur ungesund sein.

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Datum: 31.08.2020
Autorin: Silva Oldenburg

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