Ernährung Beliebte Mythen über Fett – das steckt wirklich dahinter!

Es gibt wohl kaum einen anderen Nährstoff, um den sich so viele Mythen ranken, wie um das Fett. Wir bringen Licht ins Dunkel und verraten Ihnen, was wirklich dahintersteckt. Sie werden mit Sicherheit überrascht sein!

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Fette machen dick, krank – und am besten sollte man gleich ganz darauf verzichten. Doch ist der Grundnährstoff tatsächlich so schlecht, wie der Ruf, der ihm vorauseilt? Wir haben uns die beliebtesten Mythen rund um das Thema Fett einmal angeschaut.

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5 beliebte Fett-Mythen und was dahintersteckt

Mythos 1: Fett sollte generell vermieden werden

Fett hat einen ziemlich schlechten Ruf. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen auf eine fettfreie Ernährung setzen. Doch das ist gar nicht mal so gut! Fett gehört nämlich neben Kohlenhydraten und Proteinen zu den Grundnährstoffen – und das zurecht. Fett dient nicht nur als Energiespeicher, freie Fettsäuren liefern dem Körper auch Bestandteile, die für ihn lebensnotwendig sind.

Mythos 2: Man kann Fett gezielt abbauen

Auch das stimmt nicht so ganz. Es ist nämlich genetisch festgelegt, wo Fett angelagert – und abgebaut wird! Dort wo zuletzt Kalorien gebunkert wurden, wird es zumeist auch als erstes wieder abgebaut. Beim Fettabbau handelt es sich also um einen ganzkörperlichen Prozess.

Mythos 3: Avocados machen dick

Avocados liegen schon seit längerer Zeit voll im Trend. Und das, obwohl sie doch eigentlich dick machen sollen! Aber keine Panik: Auch das ist nur ein beliebter Mythos. Denn: Fett ist nicht gleich Fett und die Avocado enthält eine Menge ungesättigter Fettsäuren, die für unseren Körper super gesund sind und nachhaltig sättigen. Außerdem liefern Avocados viele Enzyme, die die Fettverdauung ankurbeln. Sie liegen also auch nicht schwer im Magen!

Mythos 4: Fettarme Produkte sind die bessere Wahl

Egal ob Salatdressings, Milch oder Käse – im Supermarkt stößt man immer wieder auf fettfreie Produkte. Doch was sich erst so vielversprechend anhört, ist in Wirklichkeit gar nicht so gut für die Gesundheit. Verarbeitete, fettfreie Lebensmittel enthalten Zutaten, die sich negativ auf Ihr Körpergewicht und Ihren Stoffwechsel auswirken können. Und auch wenn sie vielleicht weniger Kalorien haben als ihre fetthaltigen Pendants, enthalten sie in der Regel viel mehr Zucker. Außerdem sind sie nicht so sättigend wie fetthaltige Lebensmittel.

Mythos 5: Gesättigte Fette machen dick

Wenn es um Fett geht, lautet eine bekannte Faustregel: "Ungesättigt" bedeutet gesund und "gesättigt" sollte nur in Maßen verzehrt werden. Doch gesättigte Fettsäuren sind nicht nur böse! Dies gilt nämlich nur für die zwei gesättigten Fettsäuren Palmitin- und Stearinsäure, die tatsächlich eher kritisch anzusehen sind und Herzerkrankungen fördern. Erst wenn gesättigte Fettsäuren zusammen mit Zucker und schnell verwertbaren Kohlenhydraten verzehrt werden, tritt ein dick machender Effekt ein.

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Datum: 16.06.2020
Autor: Lara Rygielski