Gesund grillen Achtung Schadstoffe: Diese Lebensmittel sollten nicht auf den Grill!

Ob Allesesser, Vegetarier oder Veganer: Mittlerweile gibt es so viele Möglichkeiten für gelungene Grillgerichte. Doch nicht jedes Lebensmittel eignet sich für den Grill, da bedenkliche Stoffe entstehen. Wir verraten, wie Sie gesund grillen!

Paprika_Grill

Im Sommer gehören Grillparty für viele Menschen dazu. Längst kommt auch nicht nur Fleisch auf den Grill. Auch vegetarische oder vegane Alternativen und viel Gemüse finden immer häufiger ihren Platz auf dem heißen Rost. Bei manchen Lebensmitteln kann das Grillen jedoch zum Gesundheitsrisiko werden, da sich schädliche Stoffe im Essen und im Grillrauch bilden. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie Sie dennoch Ihre Lieblingslebensmittel grillen können.

Krebserregende Stoffe und gesundheitsschädliche Substanzen

Auf dem Grill habt besonders gepökeltes Fleisch nichts zu suchen. Sorten wie Bockwurst, Wiener Würstchen, Leberkäse, Fleischwurst, Kassler oder Schinken enthalten Nitritpökelsalz, welches bei hohen Temperaturen mit dem Fleischeiweiß krebserregende Stoffe wie Nitrosamine bilden. Diese Stoffe erhöhen das Risiko für Darmkrebs und Speiseröhrenkrebs. Achten Sie beim Einkauf auf Bezeichnungen wie "jodiertes Speisesalz" oder den "Konservierungsstoff E250". Sollten Sie sich unsicher sein, greifen Sie zu Fleischwaren, die als Grill- oder Bratwürste bezeichnet sind. 

Vorsicht bei Fett und Marinade

Achten Sie ebenfalls darauf, marinierte Lebensmittel nicht direkt auf den Grillrost zu legen. Die Marinade oder das Fett tropfen beim Erhitzen in die Glut, sodass sich dabei ebenfalls gesundheitsschädigende Stoffe bilden, z. B. krebserregende Benzpyrene. Diese Stoffe werden zwar nicht durch das Fleisch, vielmehr aber durch den Rauch aufgenommen. Für eingelegte und marinierte Fleischstücke, sowie Käse und Gemüse, sollten Sie eine Aluminiumschale verwenden. Diese verhindert, dass Marinade oder Fett in die Glut tropfen. 

Statt Butter lieber Oliven- oder Rapsöl verwenden

Ähnlich wie Marinade und Fett verhält sich auch Butter, wenn sie zu heiß wird. Das Streichfett ist hitzeempfindlich und bildet, sobald es auf die Glut tropft, toxischen Rauch. Auch der Geschmack büßt ein. Geben Sie deshalb, z. B. bei Maiskolben, erst beim Servieren die Butter über das Gemüse. Bei selbst eingelegten Speisen sollten Sie eher auf Oliven- oder Rapsöl zurückgreifen, da diese hitzebeständiger sind.

Nicht alles kommt in die Aluschale

Lebensmittel wie Feta, Ananas, Salzheringe oder Tomaten sollten Sie nicht in einer Aluschale grillen. Die Säure oder das Salz der Lebensmittel greifen bei hohen Temperaturen das Aluminium an, sodass sich Aluminiumione aus dem Leichtmetall lösen, welche später mitgegessen werden. Um Ihrer Gesundheit nicht zu schaden, greifen Sie zu einer speziellen Grillpfanne oder einer Edelstahlpfanne. 
Bedenkenlos in die Aluform können hingegen Mais, Paprika, Auberginen, Zwiebel, Fenchel, Champignons, Spargel oder Kartoffeln. 

Datum: 29.06.2020

Autor: Christina Liersch

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