25. November 2021
Ernährung: 5 Warnzeichen, dass Sie sich ungesund ernähren

5 Warnzeichen, dass Sie sich ungesund ernähren

Eine ungesunde Ernährung sorgt nicht zwangsweise für Übergewicht oder Adipositas. Ihre Gesundheit kann auch ganz ohne Gewichtszunahme unter den falschen Lebensmitteln leiden. Die folgenden 5 Warnzeichen und Folgen können dabei auftreten.

Ernährung: 5 Warnzeichen, dass Sie sich ungesund ernähren

1. Müdigkeit

Fallen Sie regelmäßig in das berüchtigte Mittagstief und können sich nur nachmittags im Büro nur noch mit einem Kaffee nach dem nächsten wach halten? Das könnte an Ihrer Ernährung liegen – genauer gesagt an den Makronährstoffen, die Sie sich in Ihren Mahlzeiten zuführen. Während keineswegs alle Kohlenhydrate so schlecht sind wie ihr Ruf, sollten die meisten von uns viel weniger kurzkettige Kohlenhydrate zu uns nehmen, als wir es tun. Diese stecken vor allem in poliertem Reis, Süßigkeiten sowie Nudeln, Weißbrot und anderen Produkten aus raffiniertem Weißmehl wie Plätzchen oder Kuchen. Die darin enthaltenen kurzkettigen Kohlenhydrate haben eine enorm hohe glykämische Last, wodurch sie Ihren Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen lassen. Aufgrund der folgenden Insulinantwort sinkt der Blutzucker genauso schnell wieder in den Keller, was zu starker Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten führt.

Tipp: Greifen Sie daher stets zu Vollkornprodukten, braunem Reis oder sättigenden Hülsenfrüchten und tauschen Sie einen Teil der Kohlenhydrate gegen wasserhaltige Gemüsesorten wie Auberginen, Zucchini oder Tomaten aus.

2. Unreine Haut oder Hautirritationen

Während Akne zum Teil genetisch bedingt ist und von weiteren Umweltfaktoren abhängt, können verschiedene Hautunreinheiten wie Pickel, Ausschläge und trockene Haut auch durch eine falsche Ernährung entstehen. Neben Alkohol und Zigaretten schaden nämlich auch zuckerhaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten, Limonaden oder Weißbrot Ihrem Hautbild. Darüber hinaus können bereits leichte Unverträglichkeiten, z.B. gegenüber Milchprodukten, dazu führen, dass Sie nach dem Konsum einen Ausschlag oder Juckreiz an sich bemerken. 

Tipp: Da vor allem stark verarbeitete Fertigprodukte, Fast Food sowie Süßigkeiten und Weißmehl Ihrer Haut schaden, sollten Sie nach Möglichkeit selbst und mit frischen Zutaten kochen und Ihren Zuckerkonsum reduzieren.

Video: Ungesunde Ernährung – auf diese Lebensmittel sollten Sie verzichten

3. Verstopfungen

Beinhaltet jede einzelne Ihrer Mahlzeiten verdauungsfördernde Ballaststoffe aus Leinsamen, Vollkorngetreide, Gemüse oder Obst? Nein? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen in Deutschland, da die Mehrzahl von uns viel zu wenige Faserstoffe zu sich nimmt. Mindestens 30 Gramm pro Tag sollten es sein – deutlich mehr wären sogar noch besser. Denn ein Ballaststoffmangel sorgt für unangenehme Symptome wie Verstopfungen, Blähungen und kann sogar Schäden an der Darmschleimhaut mitverursachen.

Tipp: Erhöhen Sie daher am besten Ihre tägliche Gemüseportion drastisch und ersetzen Sie stets Ihr Weißbrot durch Vollkornbrot, Nudeln durch Vollkornnudeln, weißen Reis durch braunen Reis und garnieren Sie Ihren Joghurt gerne mit mehreren Esslöffeln Leinsamen. Erhöhen Sie die Dosis jedoch nicht zu schnell, um Ihren Darm nicht zu überfordern.

4. Ihr Gewicht verändert sich ungewollt

Auch wenn eine ungesunde, einseitige Ernährung nicht zwangsweise mit einer Gewichtsveränderung einhergehen muss, ist eine ungewollte Gewichtszunahme oder auch -abnahme für viele Menschen das erste deutliche Signal, dass etwas nicht stimmt. Wenn Sie Ihrem Körper beispielsweise über Wochen oder Monate hinweg zu geringe Mengen an Kalorien und Eiweiß zuführen, baut er Muskelmasse ab, um daraus Energie zu gewinnen. Das deutlich häufigere Problem stellt jedoch die ungewollte Gewichtszunahme dar, die entweder schleichend über Jahre hinweg oder plötzlich infolge von Schicksalsschlägen oder veränderten Lebenssituationen auftreten kann. Verantwortlich für den Aufbau von zu viel Körperfett ist häufig ein simpler Kalorienüberschuss infolge der ständigen Verfügbarkeit von hochkalorischen Lebensmitteln. Ebenso enthalten die meisten verarbeiteten Produkte und Fertiggerichte zu viel Zucker, Fett und Salz – drei typische Faktoren, die uns zunehmen lassen.

5. Sie haben ständig Heißhunger

Ereilen Sie nach Ihren Hauptmahlzeiten schnell wieder Hungergefühle oder ein Heißhunger auf Süßes? Das könnte am Nährstoffprofil Ihres Essens liegen. Zu den Hauptverdächtigen gehören Zucker und Weißmehl – zwei Zutaten, die Ihren Blutzuckerspiegel steil nach oben schießen lassen, nur um eine übermäßige Insulinantwort hervorzurufen, die ihn unter das Ausgangsniveau fallen lässt. Um den niedrigen Blutzucker auszugleichen, lechzt Ihr Körper geradezu nach neuer Energie, obwohl Sie erst vor Kurzem gegessen haben. Ebenso schuld an Hunger und Heißhunger kann ein Mangel an Eiweiß und Ballaststoffen in Ihren Mahlzeiten sein, da beide Nährstoffe starke Sättigung bewirken und unser Körper erst Ruhe gibt, wenn er genügend Proteine bekommen hat.

Tipp: Ersetzen Sie Zucker und Weißmehl möglichst durch Vollkorngetreide. Versorgen Sie Ihren Körper außerdem mit genügend Eiweiß aus fettarmen Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen sowie Ballaststoffen aus Gemüse, Leinsamen und Obst.

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