18. Januar 2022
Diese 5 Lebensmittel sind gefährlicher als Zucker

Gefährlicher als Zucker: Meiden Sie diese 5 Lebensmittel

Zu viel Zucker macht dick und ist ungesund. Es gibt allerdings eine ganze Reihe Lebensmittel, die sogar noch gefährlicher sind als Zucker.

Gefahren durch zu viel Zucker

„Iss nicht zu viel Zucker“ ist oft die erste Ernährungsregel, die Kinder von ihren Eltern lernen. Und das zu Recht. Denn der übermäßige Zuckerkonsum verursacht Krankheiten und macht dick. Karies, Übergewicht und Diabetes sind die bekanntesten Gesundheitsfolgen einer zu hohen Zuckerzufuhr. Wer gesund leben möchte, raten Ernährungsexperten und Ärzte, sollte im besten Fall komplett auf Lebensmittel mit zusätzlich zugesetztem Zucker verzichten.

Als Gesundheitsbösewicht unter den Lebensmitteln ist Zucker längst hinlänglich bekannt. Neben dem verlockend süßen Dickmacher gibt es allerdings noch eine ganze Reihe weiterer Lebensmittel, die mitunter sogar gefährlicher für Ihre Gesundheit sind als Zucker.

1. Salz

Der menschliche Körper benötigt Salz, besser gesagt Natriumchlorid. Das Tafelsalz, das wir zum Abschmecken und Würzen unserer Lebensmittel benutzen, besteht zu einem Großteil aus Natriumchlorid. Damit unsere Nerven Signale übertragen und Knochen vernünftig aufgebaut werden können, müssen wir pro Tag etwa 4 bis 6 Gramm Kochsalz zu uns nehmen. Die tatsächliche Salzzufuhr ist bei Erwachsenen in Deutschland im Schnitt allerdings doppelt so hoch. Frauen nehmen im Durchschnitt 8,4 Gramm, Männer oft über 15 Gramm Salz pro Tag zu sich. Das ist deutlich zu viel.

Der übermäßige Salzverzehr wird in Zusammenhang mit gesundheitlichen Beschwerden und Krankheiten gebracht. Mittlerweile sind sich Forschende darüber einig, dass zu viel Salz Bluthochdruck begünstigen kann. Menschen mit Bluthochdruck wiederum haben ein höheres Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Das Magenkrebsrisiko soll ebenfalls durch eine übermäßige Salzaufnahme steigen, genauso auch das Risiko für Übergewicht. Salz als Appetitanreger sorgt dafür, dass wir mehr und öfter zu Snacks greifen und über Sättigungsgefühle hinwegessen.

2. Transfette

Gesunde Fette wie Omega-3- oder Omega-6-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für eine gesunde Ernährung. Fischöl oder Pflanzenöle aus Leinsamen, Sonnenblumen, Raps oder Oliven sollten regelmäßig aufgenommen werden, um einen normalen Stoffwechsel und gesunde Körperfunktionen zu ermöglichen. Was sind nun aber Transfette und warum sind sie für Ihren Körper gefährlicher als Zucker?

Transfette sind auch als ungesättigte Fettsäuren bekannt. Wird Pflanzenöl besonders hohen Temperaturen ausgesetzt oder wiederholt erhitzt, verändert sich dessen Molekülstruktur und aus eigentlich gesundem Öl wird ein ungesundes Transfett. Solche Transfette kommen im Fast-Food-Bereich und der industriellen Mehrfachverarbeitung von Lebensmitteln zum Einsatz. Frittierte Lebensmittel und Fertigspeisen wie Pizza, Burger oder Chips sowie einige Backwaren enthalten viele Transfette.

Das Problem mit den ungesunden Transfetten ist: Die Fette sorgen für einen Anstieg des LDL-Cholesterins. Diese Art des Cholesterins bedingt schädliche Ablagerungen an den Gefäßwänden der Arterien. Die Folge sind Blutflußverengungen, Blockaden und ein gesteigertes Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte.

3. Industrielle Farbstoffe

Das Auge isst mit. Und besonders gern sehen sich unsere Augen an bunten und intensiven Farben satt. In der Lebensmittelindustrie wird daher gerne auch in die Trickkiste gegriffen, um eigentlich unscheinbare Lebensmittel farblich aufzupeppen. Käse, Eis, Limonaden und Brotaufstriche werden besonders häufig mit Lebensmittelfarben nachbearbeitet. In vielen Fällen sind die dabei eingesetzten Lebensmittelfarben komplett natürlich und gesundheitlich unbedenklich.

Künstliche Farbstoffe allerdings sollten Sie genauer im Auge behalten. Solche Farbstoffe werden in der EU mit sogenannten E-Nummern auf der Zutatenliste eines Produkts aufgeführt. Besonders gefährlich ist hier die Gruppe der Azofarbstoffe. Dazu gehören unter anderem Tarttrazin (E 102), Azorubin (E 122) oder auch Chinolingelb (E 104). Diese künstlichen Farbstoffe werden von Forschenden als besonders gesundheitsgefährdend betrachtet und stehen im Zusammenhang mit Unverträglichkeitserkrankungen. Die Entstehung von Asthma, Hautausschlägen oder Nesselsucht kann durch solche künstlichen Farbstoffe begünstigt werden. Bei Kindern, die viele Lebensmittel mit künstlichen Farbstoffen konsumieren, wird auch untersucht, inwiefern Aufmerksamkeitsdefizitstörungen oder Hyperaktivität durch Azofarbstoffe bedingt werden.

4. Verarbeitetes Fleisch und Wurstwaren

Es ist kein Geheimnis, dass stark industriell verarbeitete Lebensmittel einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Lebensmittel wie Wurst, Fleisch und Aufschnitte, die geräuchert, gereift, gesalzen und anderweitig industriell verändert werden, haben aber einen besonders nachteiligen Effekt auf Ihre Gesundheit. Eine Metastudie von Forschenden der Harvard University School of Public Health, in der fast 1600 Einzelstudien zum Thema „Gesundheitsrisiken durch verarbeitetes Fleisch“ ausgewertet wurden, konnte bestätigen, dass allein schon durch den Verzehr von 50 Gramm Fleischwaren pro Tag das Risiko für Herzerkrankungen um 42 Prozent stieg.

Doch nicht nur das Herz leidet unter einem zu großen Fleisch- und Wurstkonsum. Besonders das Risiko, an Magen- und Darmkrebs zu erkranken, ist bei Wurstessern bedeutend größer. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) findet hier klare und unmissverständliche Worte: Verarbeitetes Fleisch ist laut WHO-Forschungen beim Menschen krebserregend.

5. Maissirup (High Fructose Corn Sirup) 

Maissirup wird aus der Stärke von Mais hergestellt. In den USA wird der Kunstzucker als High Fructose Corn Sirup (HFCS) bezeichnet. Je nach überwiegenden Anteil der verwendeten Zucker sind laut deutscher Zuckerartenverordnung aber die Bezeichnungen "Glucose-Fructose-Sirup" oder "Fructose-Glucose-Sirup" üblich. Maissirup wird als künstlicher Süßstoff vor allem in Softdrinks eingesetzt und steht in Verdacht, den Insulinspiegel auf besonders dramatische Achterbahnfahrten zu schicken. Dadurch werden Heißhungerattacken wahrscheinlicher. Auch die Entstehung von Folgekrankheiten einer regelmäßigen und übermäßigen Zuckeraufnahme wie Diabetes oder Fettleber werden durch Lebensmittel wie Maissirup begünstigt.

Besonders gefährlich am Maissirup mit hohem Fructose-Anteil ist die extreme Süßkraft. Lebensmittel mit HFCS sind um ein vielfaches süßer. Diese Süße ist geschmacksprägend, wer regelmäßig Lebensmittel mit Maissirup konsumiert, gewöhnt sich an die Süßkraft und neigt dazu, vermehrt zu sehr süßen Lebensmitteln zu greifen.

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